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migraeneinformation.deProphylaxeErnährungKohlenhydratarme DiätenKohlenhydratarme Diäten in der Migräneprophylaxe

Kohlenhydratarme Diäten in der Migräneprophylaxe.

 


Inhaltsübersicht



Die Vorteile

11 gute Gründe

Die Gefahren


Die Vorteile


Kohlenhydratarme Diäten versprechen bzgl. der Migräneprophylaxe einige Vorteile:

  • Richtig (und nicht halbherzig) durchgeführt, sind sie in der Lage, Hypoglykämien deutlich zu bessern. In der Tat sind sie die beste Therapie bei häufigen Unterzuckerungen.
  • Durch die fehlenden Unterzuckerungen werden regelmäßige sympathische Überreaktionen mit massiver Adrenalin-Ausschüttung und körperlicher Aktivierung vermieden, was eine deutliche Stressreduzierung zur Folge haben kann.
  • Durch den hohen Protein- und Fettanteil in der Nahrung wird die Produktion von Hormonen angeregt, was zu einer Erholung und Stabilisierung der Hormonlage und einer Erhöhung der Widerstandskräfte des Körpers insgesamt führen kann. Cholesterin etwa ist Ausgangsstoff zahlreicher lebensnotweniger Hormone.
  • Durch die veränderte Zusammensetzung der Nahrung wird der Stoffwechsel völlig umgekrempelt und zwar stärker, als dies in der Regel mit Medikamenten erreichbar ist.
  • Durch den niedrigen Kohlenhydratanteil in der Nahrung wird die Serotonin-Produktion im Gehirn nicht zu sehr angeheizt. Ferner bleibt die Energiezufuhr für das Gehirn stets relativ konstant. Dies könnte zu einer Senkung der Erregung des Gehirns führen, ein Fakt, der auch bei ADS-Erkrankungen beobachtet wird.
  • Durch eine Reaktivierung der zerebralen Ketolyse-Fähigkeit kann die energetische Versorgung des Gehirns deutlich verbessert werden.
  • Durch den Zustand der Ketose kann das Gehirn nachhaltig beruhigt werden, wie speziell Erfahrungen mit Epileptikern zeigen.

Bezüglich den verschiedenen kohlenhydratarmen Diätrichtungen versprechen speziell bei sehr schweren Fällen eher Diäten einen Vorteil, die den täglichen Kohlenhydratanteil klar einschränken (z. B. auf 6 BE) oder gar ketogen sind und die bei einem zusätzlichen Kalorienbedarf empfehlen, eher Fett als Proteine einzunehmen.



11 gute Gründe


Die Gründe dafür können stark vereinfacht wie folgt zusammengefasst werden:

  1. Viele Wissenschaftler reihen Migräne unter die zerebralen Anfallsleiden wie Epilepsie ein.
  2. Viele Wissenschaftler sehen Migräne als eine Spezialform der Epilepsie an (siehe Oliver Sacks: Migräne).
  3. Es besteht nachweislich ein gehäuftes Zusammentreffen von Migräne und Epilepsie. Es wurden sogar bereits Gehirnaufnahmen von Betroffenen gemacht, bei denen Migräneanfälle reibungslos in epileptische Anfälle übergingen.
  4. Anti-Epileptika gehören zu den wirkungsvollsten Migränemedikamenten. Valproinsäure wird bzgl. der Wirksamkeit (nicht jedoch bzgl. den Nebenwirkungen) in allen ärztlichen Empfehlungen als ein Prophylaxe-Medikament der 1. Wahl genannt.
  5. In Untersuchungen des Migräneforschers Prof. Diener konnte gezeigt werden, dass intranvenös verabreichte Valproinsäure bei 90% aller Patienten während einer akuten Migräneattacke nach 10-25 Minuten zu einer deutlichen Schmerzlinderung führte. Das Anti-Epileptika Valproinsäure ist deshalb eines der ganz wenigen Medikamente, welches sowohl in der Migräneprophylaxe als auch bei akuten Migräneattacken hilft. Betrachtet man nur die Wirksamkeit (und nicht die Nebenwirkungen), dann ist es vermutlich das z. Z. wirkungsstärkste Migränemedikament überhaupt.
  6. Valproinsäure produziert Ketonkörper - genau wie dies die ketogene Diät und einige andere LowCarb-Diäten tun.
  7. In zahlreichen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die ketogene Diät bei Epilepsie deutliche Erfolge haben kann, obwohl meist ausschließlich Patienten berücksichtigt wurden, die auf kein Medikament ansprachen.
  8. In einer weiteren Untersuchung konnte gezeigt werden, dass auch die im Vergleich zur ketogenen Diät etwas moderatere Atkins-Diät diese positive Wirkung auf Epilepsien hat. Andere Untersuchungen deuten an, dass eine sehr fettreiche (und bzgl. den Kohlenhydraten nicht notwendigerweise sehr restriktive) Ernährung generell positive Wirkungen auf eine Epilepsieerkrankung haben kann.
  9. Eine weitere Untersuchung (an Ratten) zeigte daneben, dass eine fettreiche Nahrung offenbar einen Schutzfaktor im Gehirn aktiviert.
  10. Das Gehirn selbst besteht zum größten Teil aus Fett.
  11. Migräne wird ganz offenkundig (wie man aus der veränderten Anfallshäufigkeit nach Pubertät, in der Schwangerschaft, nach Menopause) sehr stark durch hormonelle Prozesse im Körper initiiert. Eine Umstellung auf eine LowCarb-Diät führt zu einer fundamental veränderten Hormonlage im Körper (siehe Wolfgang Lutz: Leben ohne Brot).


Die Gefahren


Bei jedem Versuch mit kohlenhydratarmen Diäten sollte aber unbedingt berücksichtigt werden, dass - speziell dann, wenn ohnehin eine Tendenz zu Hypoglykämien vorliegt - in den ersten Tagen häufige Unterzuckerungen eintreten können, da sich der Stoffwechsel dann noch nicht umgestellt hat. Diese Unterzuckerungen können zu Migräneattacken führen.

Ferner weist Wolfgang Lutz in Leben ohne Brot deutlich darauf hin, dass es kohlenhydratarme Diäten zu einer Stärkung des Immunsystems führen können. Betroffene, die gleichzeitig unter Autoimmun-Erkrankungen leiden, sollten solche Diäten nur mit ärztlicher Unterstützung durchführen und sich möglichst einschleichend der Zieldiät nähern, so wie das bei Dosierungen für Medikamente zur Migräneprophylaxe üblicherweise auch gemacht wird.

Grundsätzlich ist es darüber hinaus ratsam, behandelnde Ärzte in solche Diätmaßnahmen einzuweihen, denn Diäten können gleiche oder stärkere Wirkungen als Medikamente haben. Ferner können Sie bei einer gleichzeitigen medikamentösen Behandlung kontraindiziert sein, dies gilt zum Beispiel für die ketogene Diät bei gleichzeitiger Anwendung von Antiepileptika. Der Arzt sollte deshalb informiert sein.



 




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