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migraeneinformation.deWas ist Migräne?Formen der Migräne

Formen der Migräne.

 

Migräne hat viele Gesichter. Einige Betroffene leiden unter einem sehr starken, kaum aushaltbaren Kopfschmerz. Andere haben überhaupt keine Schmerzen, sondern diverse neurologische Ausfälle und Erscheinungen. Die Breite der Symptomatik kann sehr schön in dem Buch Migräne von Oliver Sacks nachgelesen werden.

Im Folgenden wird eine grobe Klassifikation in verschiedene Kategorien vorgenommen:




Migräne ohne Aura

Migräne mit Aura

Sonderformen der Migräne

Abdominelle Migräne (bei Kindern)

Spätformen und Chronifizierung


Migräne ohne Aura


Diese Form der Migräne ist die häufigste Unterform der Migräne. Die durchschnittliche Attackenfrequenz liegt höher als bei der Migräne mit Aura und sie geht oft auch mit einer größeren Behinderung einher. Sie zeigt sich meist in einem mittelstarken bis sehr starken, in der Regel einseitigen Kopfschmerz mit einer Dauer von 4 - 72 Stunden. Bei manchen Patienten befällt der Schmerz beide Kopfhälften oder wandert während der Attacke von einer Seite zur anderen. Der Schmerz ist üblicherweise pulsierend, pochend, drückend und/oder bohrend.

Daneben stellt sich häufig eine sehr starke Übelkeit (ggf. mit Erbrechen) ein, bei manchen Betroffenen auch Durchfall, Harndrang, bei anderen Verstopfung und Unterdrückung des Harndrangs.

Weitere Symptome sind meist:

  • Tief depressive Stimmung, Ängste
  • Kraftlosigkeit
  • Verlust der Stressbelastbarkeit
  • Lichtempfindlichkeit
  • Lärmempfindlichkeit
  • Geruchsempfindlichkeit


Migräne mit Aura


Diese Form der Migräne wird gelegentlich auch "migraine accompagné" oder auch "klassische Migräne" genannt.

Unter einer Migräne-Aura werden neurologische Erscheinungen und Ausfallerscheinungen verstanden, die vor dem eigentlichen Migränekopfschmerz einsetzen. Eine Migräne-Aura dauert normalerweise zwischen 5 und 60 Minuten.

Die bekanntesten Aura-Symptome sind Sehstörungen, z. B. verzerrtes Sehen, Flimmern vor den Augen (Flimmerskotom), Sehausfälle, blinde Flecken, Doppelbilder bis hin zur vorübergehenden Erblindung eines Auges.

Häufige zusätzliche neurologische Störungen sind: Sprachstörungen, Halbseitenlähmungen, Gefühlsstörungen, besonders an den Händen und im Gesicht.

Wenn der Migränekopfschmerz einsetzt, geht die Aura zu Ende, sie ist also ein Vorbote des eigentlichen Migränekopfschmerzes. Ab diesem Zeitpunkt können dann auch Triptane eingenommen werden. Für die nach der Aura beginnende Schmerzphase gelten alle Aussagen, die unter Migräne ohne Aura gemacht wurden.

Es gibt aber auch Migräne-Auren, die ganz ohne nachfolgenden Kopfschmerz ablaufen (siehe Sonderformen).

Tiefergehende Informationen zur Migräne-Aura finden sich z. B. bei Migräne-Aura und Migräne-Aura International.

Etwa 20% aller Migräne-Betroffenen leiden unter Migräne mit Aura.

Bitte beachten Sie:

Wenn Sie weiblich sind und unter Migräne mit Aura leiden, dann dürfen Sie keine östrogenhaltigen Empfängnisverhütungsmittel einnehmen. Häufig ist es sogar so, dass die regelmäßige Einnahme einer solchen Pille eine Migräne mit Aura erst hervorruft. In diesem Fall ist die Pille unverzüglich abzusetzen.

Das gleiche gilt natürlich, wenn Sie die „Pille“ vorwiegend aus kosmetischen Gründen einnehmen (z. B. die Diane35© bei Akne).

Typische Sehstörungen im Rahmen einer Migräne-Aura

Die folgenden Abbildungen zeigen vier typische Sehstörungen bei Migräne-Aura:

  • Fortifikation

  • Negatives Skotom

  • Positives Skotom

  • Gesichtsfeldausfälle


  • Daneben existieren weitere Formen.





    © Sven Jähnichen: Fortifikation mit Zickzack-Strukturen




    © Sven Jähnichen: Negatives Skotom - lokaler Verlust der Wahrnehmung von Strukturen




    © Sven Jähnichen: Positives Skotom - lokale Wahrnehmung zusätzlicher Strukturen




    © Sven Jähnichen: Gesichtsfeldausfall - meist einseitiger Verlust der Wahrnehmung


    Sonderformen der Migräne


    Sonderformen gehören in der Regel ebenfalls zum Typ Migräne mit Aura. Man unterscheidet u. a..:

    • mit verlängerter Aura: Die neurologischen Störungen dauern länger als 60 Minuten, manchmal bis zu einer Woche an. Die Schmerzphase kann mit der Aura-Phase überlappen.

    • Migräne-Aura ohne Kopfschmerz (Migräneäquivalent, migraine sans migraine): Die neurologischen Begleit- und Ausfallserscheinungen treten ohne einen nachfolgenden Kopfschmerz auf. Bei manchen Betroffenen treten die Migräneschmerzen mit zunehmendem Alter zurück, und es zeigt sich nur noch die Aura. Bei einer Migräne-Aura ohne Migräneschmerz sollte immer abgeklärt werden, ob nicht andere Krankheitsursachen vorliegen.

    • Vertebro-basiläre Migräne: Betroffen sind Vertebralis- und/oder Basilarisarterie, die für die Durchblutung des Kleinhirns zuständig sind. Während der Aura kommt es zu Augenzittern, gestörten Bewegungsabläufen inkl. Gehstörungen, Drehschwindel und allgemein Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Hörminderung, Ohrgeräusche (ähnlich Tinnitus), Lähmungserscheinungen, Sensibilitätsstörungen und Missempfindungen (an Armen und Beinen), teilweisem Ausfall des Sehsinns, Sehen von Doppelbildern, Sprach- und Sprechstörungen, Bewusstseinsveränderungen bis hin zum Bewusstseinsverlust.
      Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind besonders häufig von dieser Migräneform betroffen.

      Weitergehende Informationen finden sich hier.

    • Retinale Migräne: Diese Form der Migräne äußert sich wie die ophthalmoplegische Migräne (siehe nächster Punkt) am Auge, betrifft aber die Netzhaut und damit die Wahrnehmung von visuellen Reizen. Während der Aura kommt es zu Sehstörungen, die sich auf ein Auge beschränken. Möglich sind Gesichtsfeldausfälle bis hin zur vorübergehenden Erblindung. Die Ausfälle können länger als 1 Stunde anhalten.

    • Ophthalmoplegische Migräne (Ophthalmoplegie = Augenmuskellähmung): Zur Aura gehören vorübergehende Lähmungen gewisser Augenmuskeln mit erweiterten Pupillen und herabhängendem Oberlid. Durch Lähmungen der Hirnnerven, die für die Beweglichkeit des Auges verantwortlich sind, kommt es in der Folge zu Doppelbildern, die entweder parallel oder auch übereinander stehen und bis zu zwei Wochen anhalten können.

    • Familiäre hemiplegische Migräne: Diese sehr seltene Variante der Migräne wird dominant vererbt. Im Gegensatz zu anderen Migräneformen sind Männer und Frauen gleich häufig betroffen. Charakteristisch für die Aura bei familiär hemiplegischer Migräne sind Lähmungserscheinungen, Seh- und Sprachstörungen, Fehlempfindungen der Haut, wie Kribbeln, Wachsamkeitsstörungen bis hin zum Koma, aber auch Bewusstseinstrübungen und Erinnerungsverluste. Die Aura geht oft mit einer allmählich zunehmenden Lähmung auf einer Körperseite (= Hemiplegie) einher, die über mehrere Tage anhalten kann.

    • Status migraenosus und Migränöser Infarkt:
      Von Status migraenosus spricht man, wenn die Kopfschmerzen trotz Medikamentengabe mehr als 72 Stunden andauern. Es kann auch ein neuer Anfall einsetzen, bevor der vorige vollends abgeklungen ist. Zwischen den Anfällen liegen bis zu 4 schmerzfreie Stunden im wachen Zustand. Wegen des anhaltenden Erbrechens sind die Patienten oft dehydriert, d.h. es fehlt ihnen Flüssigkeit, und sie kollabieren. Diese Patienten müssen stationär behandelt werden.

      Beim Status migraenosus liegt manchmal ein Schmerzmittelmissbrauch vor, der abzuklären ist. Außerdem kann es sich bei den Schmerzen um eine Kombination verschiedener Schmerzarten (z. B. Migräne mit Spannungskopfschmerz) handeln.

      Nicht selten leiden Frauen während der Menstruation unter besonders lang anhaltenden Migräneattacken, die gleichfalls als Status migraenosus einzuordnen sind.

      Ein migränöser Infarkt liegt vor, wenn ein durch Blutmangel bedingter Hirninfarkt (Schlaganfall) nachweisbar ist, oder die Aurasymptomatik, also das anfängliche Krankheitszeichen der Migräne, nicht innerhalb von sieben Tagen völlig abklingt.


    Abdominelle Migräne (bei Kindern)


    Eine spezielle Migräneform im Kindesalter (aber wohl sehr selten auch bei Erwachsenen: D'Onofrio F, Cologno D, Buzzi MG, Petretta V, Caltagirone C, Casucci G, Bussone G: Adult abdominal migraine: a new syndrome or sporadic feature of migraine headache? A case report. Eur J Neurol. 2006 Jan;13(1):85-88) ist die abdominelle Migräne (Bauchmigräne). Darunter versteht man sich wiederholende Attacken von diffusen, mehrheitlich im Bauchraum lokalisierten Schmerzen, die schwer genug sind, um die Alltagsaktivität der Kinder zu beeinträchtigen. Sie gehen mit mindestens zwei weiteren Symptomen wie Anorexie, Blässe, Übelkeit und Erbrechen einher, dauern mindestens eine Stunde an und verschwinden zwischen den Attacken vollständig.

    Häufig macht sich Migräne bei Kindern durch eine Änderung ihres Verhaltens bemerkbar: Gewohnte Tätigkeiten werden unterbrochen, die Kinder ziehen sich zurück und suchen Ruhe.

    Ernährungsfaktoren scheinen in der Genese dieses Syndroms eine entscheidende Rolle zu spielen.

    Schottische Forscher um G. Russell, Aberdeen, untersuchten mittels Telefoninterviews das Schicksal von 54 Kindern mit "Bauchmigräne" etwa sieben bis zehn Jahre nachdem diese Diagnose gestellt worden war. Zum Vergleich wurden auch 54 Kontrollkinder befragt. Bei 61 Prozent hatte sich das Bauchweh verflüchtigt. Aber 70 Prozent hatten gemäß eigenen Aussagen eine Migräne entwickelt, im Vergleich zu 20 Prozent der Kontrollen (Dignan F, Abu-Arafeh I, Russell G: The prognosis of childhood abdominal migraine, Arch Dis Child 2001;84:415-418, ADC). Dies unterstützt die These, dass die abdominelle Migräne als ein Vorläufer einer üblichen Migräne angesehen werden kann. Dies unterstützt aber auch die These, dass Migräne häufig durch eine für die jeweilige Person ungeeignete Ernährung verursacht werden kann.

    Dafür spricht wiederum die Beobachtung, dass Patienten mit funktionellen gastrointestonalen Störungen (Verdauungsstörungen ohne Befund) häufig über Migräne klagen. Umgekehrt ging eine Studie der Frage nach, ob auch Migränepatienten häufiger unter idiopathischen (d. h. ursächlich unbekannten) Oberbauchbeschwerden leiden. Dazu wurden 488 gesunde Blutspender und 99 Migräniker befragt (Kurth T, Holtmann G, Neufang-Hüber J, Gerken G & Diener H-C. Prevalence of unexplained upper abdominal symptoms in patients with migraine. Cephalalgia 2005. London. ISSN 0333-1024).

    Es zeigte sich, dass 38% der gesunden Blutspender, aber 81% der Migräniker unter Oberbauchbeschwerden litten. Über häufige Verdauungsstörungen klagten 23% der gesunden Blutspender, aber immerhin 60% der Migräniker.

    Eine weitere Studie konnte bei einer Mehrheit der Migräniker erhöhte Amylase-Werte im Blut feststellen. Amylase ist ein Enzym zum Aufspalten von komplexen Kohlenhydraten in Glucose. Erhöhte Amylase-Werte können ein Anzeichen für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) sein (Music M, Babic N, Masic I: Hematological-biocemical tests in patient with migraine, Med Arh. 2006;60(1):41-3).



    Spätformen und Chronifizierung


    Für Spätformen der Migräneerkrankung werden die folgenden Definitionen verwendet:

    • Chronische Migräne ist charakterisiert durch 15 oder mehr Migränetage im Monat.
    • Von "Transformierter Migräne" spricht man dagegen, wenn der Patient unter chronischen täglichen Kopfschmerzen (Chronic Daily Headache: CDH) mit gleichzeitig weniger als 15 Migränetagen im Monat leidet.

    Eine Untersuchung konnte zeigen, dass chronische Migräne sehr häufig mit zunehmender Dauer in eine "Transformierte Migräne" übergeht, bei der die Anzahl der Migränetage pro Monat zwar zurückgeht, dafür aber mehr und mehr andere Kopfschmerzarten (Spannungskopfschmerzen) in den Vordergrund treten. Mit anderen Worten: Chronische Migräne ist eine Frühform der Transformierten Migräne (Bigal ME, Rapoport AM, Sheftell FD, Tepper SJ, Lipton RB: Chronic migraine is an earlier stage of transformed migraine in adults, Neurology 2005;65:1556-1561).



     




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