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migraeneinformation.deProphylaxeErnährungBio-Diäten

Bio-Diäten.

 


Unter Bio-Diäten sollen solche Diäten verstanden werden, bei welcher die Nahrungsmittel u. a.

  • besonders schadstoffarm sind (z. B. durch Vermeidung chemischer Verfahren zur Schädlingsbekämpfung),
  • nur natürlich hergestellt werden (zum Beispiel ohne Verwendung von Kunstdünger oder strenger, durch Erzeugung gemäß den Grundsätzen der ökologischen oder biologisch-dynamischen Landwirtschaft) und
  • besonders schonend hergestellt werden.

Bezüglich der Migränewirksamkeit wird hierbei davon ausgegangen, dass der Mensch an eine solche Ernährung besser angepasst ist, mit allen wesentlichen Nährstoffen versorgt und weniger mit Schadstoffen oder Lebensmittelzusätzen belastet wird.

In der Praxis erweist sich dies oft als Trugschluss. Sicherlich gibt es einige Nahrungskomponenten die bei Migräne besonders zu beachten sind, z. B. Gluten, Tyramin, Glutamat.

Bezüglich der reinen Schadstoffbelastung gibt es aber überhaupt keine Hinweise, dass diese in irgendeiner Weise im großen Stil für Migräne verantwortlich ist, und dass das langjährige Meiden dieser Schadstoffe zu einer Verbesserung führt. Erschwerend kommt hinzu, dass Bio-Lebensmittel möglicherweise eine geringere Konzentration an bestimmten Schadstoffen aufweisen, dies muss aber nicht für andere Schadstoffe gelten, insbesondere solche, die generell über die Luft verteilt werden.

Und schließlich kommt hinzu, dass es sehr unterschiedliche Meinungen bzgl. natürlicher Ernährung gibt. Eine biologisch-dynamische Schokolade ist sicherlich ein Widerspruch in sich, da Schokolade selbst ein reines Kunstprodukt ist. Und selbst das im Wert so hoch angesehene Vollkorngetreide ist zunächst einmal kein natürliches Produkt, da es vom Menschen nur durch aufwendige Technik geerntet und genießbar gemacht werden kann. Das gleiche gilt für alle Milchprodukte: Es ist in freier Wildbahn praktisch nicht möglich, eine ausgewachsene wilde Kuh zu melken, die die Milch eigentlich für ihre Kälber benötigt. Ein Melken von Kühen ist nur bei domestizierten Kühen möglich.

Aber es geht noch weiter: Natürlich lebende Hühner ernähren sich zu einem erheblichen Teil von Fleisch (z. B. Würmer, Käfer). Auch Bio-Eier stammen von Hühnern, die in der Regel fast ausschließlich mit Getreide gemästet werden. Dieses mag zwar schadstoffärmer als bei anderen Eier-Farmen sein, dennoch ist es denkbar, dass auch das Bio-Ei Veränderungen gegenüber dem Ei eines wirklich natürlich lebenden Huhnes aufweist.

Und so ist denn längst der Nachweis gelungen, dass das Fett von Schlachtvieh ein ungünstigeres Omega3/Omega6-Verhältnis aufweist als Fleisch von wilden Tieren (Cordain, Loren: Das Getreide – Zweischneidiges Schwert der Menschheit, 2004, Worm, Nicolai: Syndrom X oder Ein Mammut auf den Teller! Mit Steinzeitdiät aus der Ernährungsfalle, Bern, 2000). Das gleiche gilt für Hühner-Eier.

Bezüglich der Fütterung von Kühen gibt es allerdings bei den Öko-Verbänden feste Regeln, die einen festen Prozentsatz von Grünfutter garantieren. In einigen Bio-Läden werden Fleischprodukte und Wurstwaren angeboten, die speziell von Weidetieren stammen. Solche Produkte dürften in der Fettqualität handelsüblichen Fleisch-produkten überlegen sein.

Grundsätzlich gilt aber zunächst einmal, dass auch die Wirksamkeit von sog. Bio-Diäten durch Messwerte (z. B. dem Bessern von Blutwerten) nachgewiesen werden sollte.

Wolfgang Lutz formuliert dies in der Einführung von Leben ohne Brot so:

"Wohlgemerkt: Ich rede hier nicht einer weiteren Sorglosigkeit gegenüber Umweltschadstoffen das Wort. Ich bin dafür, dass man Medikamente und Chemikalien nicht oder doch nicht ohne Grund einnimmt, dass man misstrauisch ist gegen Medikamente, Insektizide, Cyclamate, Antidiabetika und Autoabgase, dass man das Rauchen möglichst einschränken soll, aber man soll nicht immer wieder irgend etwas für unsere Krankheiten verantwortlich machen, ohne sich um Beweise zu bemühen. Da wir nämlich nie allen Schadstoffen in unserer Umwelt werden aus dem Wege gehen können, müssen wir für eine vernünftige Planung wissen, wie schädlich das eine oder das andere ist.

Ich habe meine Ansicht, dass es in erster Linie die Kohlenhydrate sind, die uns krank machen, an mir selbst, an meiner Familie und an vielen Tausenden von Patienten meiner Praxis zu erhärten versucht und mich dabei um den wissenschaftlichen Nachweis bemüht, dass objektiv messbare Größen, z. B. Blutspiegel von Cholesterin, Harnsäure, Hämoglobin, Calcium, Eisen sich ändern, dass die Enzymreaktionen bei Leberkrankheiten und die EKGs bei Herzkranken sich bessern; und ich glaube, man sollte dies ausnahmslos auch von anderen Ernährungsaposteln verlangen."


Ein solcher Nachweis ist den Vertretern von Bio-Diäten bislang nicht gelungen.

Qualitativ hochwertige Nahrung kann nie schaden. Aber durch ausschließliches Einkaufen im Bio-Laden kann eine Migräne nicht geheilt werden. Im Gegenteil: Häufig wird auf diese Weise vermehrt Unverträgliches (z. B. Vollkorn, Hefe, Milchprodukte) aufgenommen, was zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands führen kann.



 




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