Login
migraeneinformation.de-Login
Prophylaxe
Einführung
Die Bedeutung der Prophylaxe
Medikamentöse Therapie
Nichtmedikamentöse Therapie
Lebensstiländerungen
Einfache Verhaltensmaßnahmen
Ernährung
Kohlenhydratarme Diäten
Das böse Fett
Das gute Fett
Kohlenhydratarme Diäten in
der Migräneprophylaxe
Warum sind KH-arme Diäten
bei Migräne kaum bekannt?
Kohlenhydratreiche Diäten
Auslassdiäten
Bio-Diäten
Vegetarische Diäten
Basenbildende Diäten
Die Mersch-Diät
Heilfasten
Darmsanierungen
Hormonelle Therapien
Akupunktur
Homöopathie
Physiotherapeutische Maßnahmen
Vagusnervstimulation
Botox / Betäubungen /
Chirurgie
Herzoperationen (MIST)
Zahn- und Kieferbehandlungen
Sport
Änderung der Verhütungsmethode
Rauchverzicht
Entspannungstechniken
Meidung potenziell
gefährlicher Stoffe
Sonstige Maßnahmen





migraeneinformation.deProphylaxeErnährungKohlenhydratarme DiätenWarum sind KH-arme Diäten bei Migräne kaum bekannt?

Warum sind KH-arme Diäten bei Migräne kaum bekannt?.

 


Inhaltsübersicht

Auf dieser Seite werden die folgenden Themen behandelt:


Verschiedene Gründe - fatale Auswirkungen

Ernährungsberatung kann bei Migräne nicht abgerechnet werden

Bei Migräne dominiert bzgl. Ernährung der Trigger-Gedanke

Kohlenhydratarme Diäten widersprechen offiziellen Ernährungsempfehlungen

Medikamente wirken oft unmittelbarer

Evidenz-basiserte Medizin

Migräne ist nicht "schlimm" genug


Dr. Mercola:
"Following the eating plan seems to reduce migraines by about 80%. Avoiding wheat, grains, sugar and all fluids but water seem to be particularly effective."


Verschiedene Gründe - fatale Auswirkungen


Es gibt verschiedene Gründe, weswegen Kohlenhydrat-arme Diäten zur Behandlung der Migräne wenig bekannt sind, obwohl schon seit Jahrzehnten von verschiedenen Autoren auf einen möglichen Zusammenhang zwischen hohem Kohlenhydrat-Konsum und Migräne hingewiesen wird.

Einige dieser Gründe werden wir im Folgenden näher betrachten. Dabei ist denkbar, dass speziell der letzte aufgeführte Grund "Migräne ist nicht schlimm genug" entscheidend zu der für die Betroffenen fatalen Einschränkung der Behandlungsoptionen beiträgt.


Ernährungsberatung kann bei Migräne nicht abgerechnet werden


Eine Ernährungsberatung gehört bei Migräne nicht zu den abrechenbaren ärztlichen Leistungen und findet folglich auch nicht statt. Dies hat u. a. den Grund, dass es "die" Migräne-Diät nicht gibt, denn Diät ist - wie in den anderen Abschnitten begründet und dargestellt wird - im Rahmen der Migräneforschung kein Thema.


Bei Migräne dominiert bzgl. Ernährung der Trigger-Gedanke


Die vorherrschende Meinung der Medizin ist, dass Migräne eine genetisch bedingte neurologische Erkrankung ist. Um zu erklären, warum man unter diesen Umständen nicht ständig Kopfschmerzen hat, werden die sog. Trigger benötigt. Trigger sind also besondere Auslöser, die einzeln oder in der Summe mit anderen Triggern zu einem Migräneanfall führen können.

Es sollte klar sein, dass unter diesen Umständen für ernährungsbedingte Ursachen kein Platz ist. Es wird zwar in der Regel nicht bestritten, dass Ernährung im Rahmen von Migräne eine Rolle spielen kann, dann aber meist bezüglich der Frage, welche bestimmten Lebensmittel Migränetrigger sein können und folglich zu meiden sind. In diesem Sinn sind Lebensmittel eher unter allergischen Gesichtspunkten von Relevanz.

Dies hat gleichzeitig noch den Vorteil, dass hieraus weitere kommerzialisierbare medizinische Dienstleistungen generiert werden können. Beispielsweise kann der Patient dazu veranlasst werden, ein detailliertes Kopfschmerztagebuch zu führen, es können verschiedene Bluttests zwecks Bestimmung von Allergenen durchgeführt werden und es können ggf. Ernährungsergänzungen empfohlen bzw. verordnet werden.

Hinweise zur Problematik ausgelassener Mahlzeiten werden zwar häufig auch gegeben, allerdings wird hierbei kein direkter Bezug zur Ernährung gesehen.


Kohlenhydratarme Diäten widersprechen offiziellen Ernährungsempfehlungen


Kohlenhydratarme Diäten stehen im Widerspruch zu offiziellen Ernährungsempfehlungen, etwa der DGE, die ihren Ursprung in der sog. Fett-Hypothese haben, bei welcher angenommen wurde, dass es vor allem das Nahrungsfett (und dabei ganz speziell gesättigte und tierische Fette) sei, welches bei häufigem Genuss zu Übergewicht, Bluthochdruck, Herzinfarkten, Schlaganfällen und Arteriosklerose führe.

Diese Hypothese ist zwar in den letzten Jahren endgültig widerlegt worden, trotzdem wurden die offiziellen Ernährungsempfehlungen (50-60% Kohlenhydrate, <= 30% Fett, möglichst ungesättigt und aus pflanzlichen Quellen, wenig Fleisch, viel Vollkorn, viel Gemüse und Obst) nicht angepasst.

Dies führt für behandelnde Migräneärzte, die - sofern sie keine Ernährungsexperten sind - normalerweise über kein spezifisches Ernährungswissen verfügen, zu dem Dilemma, dass sie eine Ernährung empfehlen müssten, die offiziell als ungesund gilt. Kein normaler Mediziner wird sich auf so etwas ohne Not einlassen.


Medikamente wirken oft unmittelbarer


Prophylaktische Migräne-Medikamente wirken, wenn sie denn wirken, in der Regel viel schneller, da sie häufig viel unmittelbarer in den Stoffwechsel eingreifen als dies langfristige Ernährungsumstellungen tun. Bei Wirkstoffen wie Beta-Blockern, Topiramat, Valproinsäure, Flunarizin oder Pizotifen wird man immer erwarten dürfen, dass bereits nach 3 Monaten eine deutliche Reduzierung der Anfallshäufigkeit oder Schwere der Anfälle zu verzeichnen ist, ansonsten ist das Medikament für die betroffene Person nicht geeignet. Bei Ernährungsumstellungen ist dagegen eher entscheidend, ob man sich nach 3 Monaten insgesamt besser fühlt und nicht unbedingt nur bzgl. der Migräne.

Bei sehr schweren Erkrankungen wie z. B. schwerer Epilepsie wird ein Arzt (sinnvollerweise) deshalb immer gehalten sein, alles zu tun, was möglichst schnell zu einer Besserung führt.

Das Gleiche gilt auch für Migräne. Die meisten Betroffenen werden nur dann zu einer Ernährungsumstellung und damit zu einer erheblichen Änderung ihrer Lebensführung bereit sein, wenn sie schon die meisten medikamentösen Alternativen erfolglos ausprobiert haben.


Evidenz-basiserte Medizin


Die Medizin arbeitet heute "evidenz-basiert". Das hat zur Folge, dass ein Medikament oder Heilverfahren bei einer Erkrankung nur dann als wirksam gilt, wenn mehrere (möglichst internationale) doppelblinde und placebo-kontrollierte Studien eine solche Wirksamkeit belegen und dabei insbesondere nachweisen, dass die Wirkung signifikant besser als Placebo ist.

Bei der Zulassung von Medikamenten ist ein solcher Nachweis sogar zwingend. Dies hat zu dem Nebeneffekt geführt, dass entsprechende Untersuchungen nur noch dann durchgeführt werden, wenn es sich für den Hersteller lohnt. Ist beispielsweise bei einem Wirkstoff der Patentschutz abgelaufen, so dass kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal mehr vorliegt und ggf. bereits verschiedene Generikas mit dem Originalmedikament konkurrieren, dann besteht für einen Hersteller fast automatisch kein Interesse mehr daran, eine Zulassung für eine weitere Indikation zu erlangen, selbst wenn das Medikament in diesem Fall eine überragende Wirkung hätte.

Dr. Jansen von der Stiftung Kopfschmerz drückt dies in seinem Forum bzgl. dem Wirkstoff Moclobemid wie folgt aus:

"Die Gruppe der sogenannten trizyklischen Antidepressiva (aufgrund der Struktur der Moleküle) ist für die vorbeugende Anwendung bei Kopfschmerz und Migräne geprüft. Diese Substanzen wirken sich auf die körpereigene Schmerzabwehr aus. ... Die Zulassung als Migränemittel ist nicht beantragt. Bei der gegenwärtigen Gesetzeslage ist dies ein millionenschweres Unterfangen, müssen doch nationale und üblicherweise internationale Studien in dementsprechend gesetzlich vorgeschriebenen Mustern durchgeführt werden. Dazu kommt, dass es sich beim Moclobemid ... um eine alte Substanz handelt, auf der kein Patentschutz mehr liegt. Somit wird der Preis durch Generika-Hersteller gedrückt. Eine neue Indikation kann hier keinen neuen Preis realisieren, muß aber - wie beschrieben - durch eine Millioneninvestition erkauft werden. Eine zu erwartende Umsatzsteigerung ist nicht absehbar, daher wird man auf diesem Gebiet auch in Zukunft nichts tun. Schade, aber das ist die Crux moderner medizinischer Forschung, die sehr teuer ist.
Die sogenannten MAO-Hemmer, zu denen Moclobemid gehört, werden von einigen Experten empfohlen, es liegen aber derzeit keine doppelblinden Studien vor, die eine entsprechende Wirkung wissenschaftlich exakt belegen."

Ganz ähnlich sieht die Situation bei Ernährungsmaßnahmen aus: Hier gibt es in der Regel überhaupt keinen Interessenten, der einen kommerziellen Vorteil aus solch teuren Forschungsresultaten ziehen könnte. Ausnahmen sind denkbar, wenn religiöse oder ethische Ziele (z. B. von Tierschützern) verfolgt werden. Aber ein kommerzielles Interesse daran, dass etwa eine fleischreiche und kohlenhydratarme Diät günstig bei Migräne wirkt, so dass es sich rechtfertigt, millionenschwere Studien zu finanzieren, hat niemand.

Lediglich der Staat könnte es sich zur Aufgabe machen, allgemeine Studien zu finanzieren, die Anleitungen geben, wie die Volksgesundheit und damit die Konkurrenzfähigkeit des Landes verbessert bzw. erhalten werden kann. Dieser hat aber das Thema praktisch völlig an die Medizin outgesourced und hält sich deshalb zurück.

Hinzu kommt, dass viele eindeutige Resultate bereits im Zeitraum zwischen 1930 und 1970, also vor Beginn der Evidenz-Basierung, erzielt wurden. Die Resultate dieser Zeit werden heute üblicherweise nicht mehr in vollem Umfang akzeptiert, da die Forschungen damals noch nicht nach den heute üblichen Standards (doppelblind, placebo-kontrolliert) durchgeführt wurden. Es ist also für eine Medizin, die von kommerziellen Interessen angetrieben wird, ein Leichtes, zu behaupten, dass keine wissenschaftlichen und evidenz-basierten Resultate bzgl. einer Wirkung von Ernährungsmaßnahmen auf Migräne vorliegen.

Auf der anderen Seite haben diese frühen Resultate auch den Weg für neue Grundlagenforschungen verbaut, denn ein Wissenschaftler wird sich mit dem erneuten - diesmal evidenzbasierten - Nachweis eines bereits um 1930 erzielten Ergebnisses kaum wissenschaftlich profilieren können. Diesmal würde es seitens der medizinischen Society heißen, dass das Resultat nicht sehr viel Wert sei, da die Aussage ja bereits seit 1930 besteht und im Prinzip auch nachgewiesen wurde. Die eigentliche wissenschaftliche Leistung bestehe lediglich darin, mit heute üblichen Verfahren eine schon lange bekannte Aussage nachgewiesen zu haben und das sei für ein wissenschaftliches Forschungsergebnis eher dürftig.



Migräne ist nicht "schlimm" genug


Ein Grundmuster der Medizin ist: Den Patienten von seinem Leiden temporär oder dauerhaft zu befreien, ohne in dessen Lebensführung einzugreifen. Ausnahmen werden nur gemacht, wenn dies unabdingbar ist, wenn anderweitig mit schwersten lebensbedrohlichen Folgeerscheinungen zu rechnen ist.

Beispielsweise ist seit langem klar, dass Karies durch kohlenhydratreiche Speisen verursacht wird. Dennoch werden Sie beim Zahnarzt bestenfalls eine Beratung zwecks optimaler Reinigung der Zähne, nicht aber bezüglich einer zahnschonenden Ernährung erhalten. Der Grund: Zahnschäden sind nicht schlimm genug. Der Zahnarzt kann Zahnschäden üblicherweise reparieren und selbst wenn nicht: An Zahnschäden stirbt man nicht.

Das ändert sich sehr deutlich, wenn es um wirklich schwerwiegende Erkrankungen wie Diabetes oder Epilepsie geht.

Bei Diabetes ist der Zusammenhang zur Ernährung offenkundig. Wenn ein Diabetiker zu viele Kohlenhydrate isst, dann steigt sein Blutzuckerspiegel deutlich und selbst mit entsprechender Insulin-Applikation ist dann mit frühzeitigen Alterungserscheinungen und schweren Gewebeschäden zu rechnen. Diätempfehlungen können in diesem Fall also lebensverlängernd und indirekt auch kostenreduzierend wirken.

Bei Epilepsie dagegen ist ein Zusammenhang zur Ernährung genauso wenig offenkundig wie etwa bei Migräne. Bei Epilepsie handelt es sich wie bei Migräne um ein neurologisches Anfallsleiden, was sollte die Ernährung hierbei für eine Rolle spielen?

Dennoch ist schon seit vielen Jahrzehnten bekannt, dass eine extrem kohlenhydratarme ketogene Diät speziell bei epileptischen Kindern sehr hilfreich sein kann. Untersuchungen zeigen, dass eine solche Diät oftmals leistungsfähiger ist als die besten Epilepsie-Medikamente.

Es stellt sich unmittelbar die Frage: Wie konnte es bei Epilepsie zu Therapieversuchen mit einer ketogenen Diät kommen, die gemäß den allgemeinen Ernährungsempfehlungen ungesund ist und wo doch ein Zusammenhang zwischen Epilepsie und Diät alles andere als offensichtlich ist.

Die Antwort ist einfach: Epilepsie ist schlimm.

Bei Epilepsie handelt es sich um eine Erkrankung, die den Betroffenen unbehandelt zu einem hilfsbedürftigen Invaliden machen oder gar zu dessen baldigen Tod führen kann (und sei es dadurch, dass der Betroffene bei einem plötzlichen Anfall mit dem Hinterkopf aufschlägt oder an Erbrochenem erstickt).

Bei einer solchen Erkrankung sind deshalb zunächst alle Maßnahmen sinnvoll, auch solche, die eine starke Änderung der Lebensführung des Betroffenen zur Folge haben oder die gar im Ruf stehen, ungesund zu sein.

Aus diesem Grund ist es auch viel leichter, ein neues Medikament gegen Epilepsie zur Marktreife zu entwickeln als bei Migräne. Denn wenn alle auf dem Markt verfügbaren Medikamente bei einem Kind nicht wirken, dann macht es auf jeden Fall Sinn, ein weiteres Medikament auszuprobieren, bevor man ganz aufgibt. Starke Nebenwirkungen sind dabei teilweise von geringerer Bedeutung, denn es geht ja zunächst um die Frage, ob die Person überhaupt jemals in der Lage sein wird, am öffentlichen Leben teilzunehmen oder nicht.

Etwas salopp könnte man deshalb auch sagen: Epileptiker sind manchmal die Versuchspersonen für spätere Migräne-Medikamente. Antiepileptika, die sich bei der Anwendung bei Epileptikern bewähren, dort vielfach auch die Migräne besiegen, nicht zu viele Nebenwirkungen haben und nach Möglichkeit noch ein Alleinstellungsmerkmal besitzen (z. B. Gewichtsreduktion wie bei Topiramat), sind gute Kandidaten, später auch gegen Migräne zugelassen zu werden.

Denn Epilepsie ist "schlimm", Migräne dagegen nicht. Bei Migräne hat diese Einstellung u. a. sogar dazu geführt, dass das pflanzliche Mittel Petadolex wegen in Deutschland vereinzelt aufgetretenen Lebererkrankungen in der Schweiz vom Markt genommen wurde, da angeblich "ausreichende Behandlungsalternativen" (z. B. Betablocker) zur Verfügung stehen. Bei Epilepsie würde ein solches Argument kaum ausreichen.

Ernährung ist auch bei Epilepsie immer nur sehr einseitig untersucht worden. Erfolgreiche Versuche wurden bislang nur mit der ketogenen Diät und mit einer sehr restriktiven Atkins-Diät berichtet.

Dagegen behauptet allerdings Wolfgang Lutz in Leben ohne Brot, dass er mit seiner Lutz-Diät, die immerhin 6 BE an Kohlenhydraten pro Tag zulässt, auch manchen Epileptiker erfolgreich behandelt hat. Woher kommt diese Diskrepanz?

Eine mögliche Erklärung dieses Phänomens liegt auf der Hand:
Nehmen wir einmal an, Sie haben 2 Kinder, eins mit schwerster Epilepsie, auf welche kein Medikament anschlägt, und ein anderes Kind mit schwerer Migräne (1x die Woche für einen Tag).

Würden Sie bei Ihrem epileptischen Kind eine ketogene Diät versuchen? Die meisten Eltern werden diese Frage mit Ja beantworten.

Würden Sie bei Ihrem epileptischen Kind eine Lutz-Diät versuchen, wenn Ihnen gesagt wird, dass eine Besserung ggf. erst nach 1 bis 2 Jahren eintritt? Die meisten Eltern würden zunächst weitere Ärzte konsultieren, in der Hoffnung, dass ein neues Medikament oder eine andere schneller wirkende Behandlung gefunden wird.

Würden sie bei Ihrem Migräne-Kind eine ketogene Diät versuchen, eine Diät, die eine völlige Umstellung der Lebensführung zur Folge hat und von der Ihnen die meisten Ernährungsberater erzählen werden, dass diese Ernährung sehr ungesund ist? Die meisten Eltern werden diese Frage mit Nein beantworten.

Wie man sieht, ist die Schwere der Erkrankung inkl. der umittelbaren Folgen für Ihre Entscheidung ausschlaggebend. Bei einem Praktiker wie Wolfgang Lutz liegen aber unter Umständen ganz andere Voraussetzungen vor, denn ein praktizierender Arzt führt keine doppelblinden, plazebokontrollierten, randomisierten Studien durch sondern möchte ganz konkret Menschen helfen. Und diese Hilfe kann bei einem schweren Epileptiker, der mit sehr starken Medikamenten ein weitestgehends anfallsfreies Leben führen kann, auch so aussehen, dass die Medikamente neben einer Diät weitergenommen und dann langsam ausgeschlichen werden. In der Folge ist dieser dann ggf. nach Jahren auf pragmatische Weise geheilt und kann ein normales Leben führen, die Art der Heilung würde aber keiner medizinischen Versuchsanordnung genügen.

Und aus genau diesem Grund wird es weder bei Epilepsie noch bei Migräne jemals Langzeitversuche mit kohlenhydratarmen Diäten geben. Und weil es diese Versuche weder gibt noch geben wird und gleichzeitig die offiziellen Ernährungsempfehlungen kohlenhydratarme Diäten als ungesund bezeichnen, wird es keine allseits akzeptierten ärztlichen Empfehlungen geben, es bei Migräne einmal mit solchen Diäten zu versuchen.

Und dies, obwohl praktische Erfahrungen, viele theoretische Gründe und die Erfahrungen bei Epilepsie ganz eindeutig dafür sprechen, dass solche Diäten ein hohes Wirkungspotenzial besitzen.

Die Voraussetzung dafür, dass kohlenhydratarme Diäten ärztlicherseits auch bei Migräne empfohlen werden ist, dass die offiziellen Ernährungsempfehlungen wie etwa der DGE solche Diäten als geeignet und langzeittauglich bezeichnen.

Denn Migräne ist nicht "schlimm" genug, um sie mit "ungesunden" Diäten zu behandeln.



 




[Zurück]  [Inhalt drucken]  [Inhalt weiterleiten]  [Top]  
 


©migraeneinformation.de 2004 - 2017



Samstag, 18. November 2017

Online-Tests und Tools.

Hypoglykämisch?
Testen Sie auf Kohlenhydrat-Intoleranz!
Habe ich Migräne?
Ermitteln Sie Ihren Kopfschmerztyp!
Welchen BMI habe ich?
Berechnen Sie Ihren Body-Mass-Index!
Kalorienverbrauch?
Berechnen Sie Ihren Tagesumsatz!
Eisprungrechner
Berechnen Sie Ihre fruchtbaren Tage!


Online-Kalender.

Migränekalender
Berechnen Sie Ihre Migräne-Last!
Schmerzkalender
Verfolgen Sie Ihre Schmerzstärke!
Trigger-Kalender
Analysieren Sie Ihre Migräne-Trigger!


Medikamente.

Bewertung von Medikamenten
Kommentare zu Medikamenten


Biowetter.

...bei Donnerwetter.de
Täglich aktualisiertes Biowetter für Migräne und andere Leiden


WetterOnline
Das Wetter für
Frankfurt am Main


Neue Links.

25 Jun 15
Foodpunk
24 Jun 15
Healthline Video: Migraine and Severe Migraine
17 Feb 15
Nutrition value
Weiter zur Applikationsseite


 Migräne-Blog
November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So KW
    01 02 03 04 05 44.
06 07 08 09 10 11 12 45.
13 14 15 16 17 18 19 46.
20 21 22 23 24 25 26 47.
27 28 29 30       48.
Oktober  
12 Jul 2014 20:30 [Peter]
Migräne-Tipps von Dr. Per Mertesacker
Kommentare (0)
14 Apr 2013 22:00 [Peter]
Wenn man tot sein will
Kommentare (0)
09 Apr 2013 22:46 [Peter]
Jessica Biel: Paparazzi machen Migräne und Bauchweh
Kommentare (0)
Weiter zur Applikationsseite



Vermischtes.
Bahn Auskunft & Buchung
KBV Arztsuche
Aponet Apothekensuche


Langeweile?.
Supermind
Siggi Seepferdchen
Remember 4 Colours
Packets
Koffer packen
Black Jack
Audio Remember
Blocker
Puzzle
Virusbuster
Scrollpuzzle