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Manderley63
8 Beiträge

Mi, 15 Jul 2015 15:43

 Augenzwinkern
 seit 40 Jahren migräne

hallo zusammen,

ich bin 50 Jahre jung und leide seit 40 Jahren an Migräne. Ich bin in EU Rente. Mittlerweile gelte ich als aus-therapiert, da ich mit Neurologen so ziemlich alle Medikamente und Prophylaxen durchhabe.

Ich nehme Betablocker (Beloc Zoc) und im Akutfall MAXALT, ein Triptan.

Nun hatte ich eine mehrwöchige Zeit mit nächtlichen, aber auch täglichen Anfällen. Ich bin nicht sicher, ob ich im MÜK bin, da ich jedoch sehr stark auf die Tabletteneinnamhe achte, denke ich eher nicht.
In der langen Zeit habe ich allerdings jeden Tag ein Triptan genommen.

Nun liegen ein paar Untersuchungen, wie MRT an und der Besuch einer neuen Neurologin.

Mit dem Thema Ernährung beschäftige ich mich schon lange. gestern habe ich mir das ebook,migräne, heilung ist möglich bestellt und schon fleißig geblättert.

In meiner jetztigen Verfassung, obwohl es mir seit ein paar Tagen recht gut geht, scheint mir das Buch doch "schwere Kost " zu sein.

Ich versuche jetzt meine Anfangsfragen verständlich zu halten.

1. dreht sich hier im grunde alles um den blutzuckerspiegel? hat ein gut eingestellter diabetiker weniger, bis gar keine migräne?

2. ich lebe sehr gesund, habe doch durch die migräne viel heisshunger auf KH und nehme die auch seit ein paar monaten wieder vermehrt zu mir.
kann ich jetzt am anfang auch direkt einige KH weglassen, also langsam runterdosieren, oder löst das migräne aus?

---wäre es also besser, erst das buch zu verstehen und
nach genauen anweisungen zu handeln.
ich wollte jetzt spontan mal die sowieso ungesunden sachen wie flips,chips, schokolade und pizzabrötchen...... weglassen, wäre das o.k.?

Zum besseren verständnis: ich bin 56 kilo schwer bei 1,70. ich schaufel also nicht alles was kommt in mich hinein. ich esse viiiiiiel gemüse, salat, fisch, etc.

3. ich hoffe, diese frage ist nicht zu dumm ;)
ich habe gelesen ,dass frisch gepresster karottensaft bei migräne wunder wirkt. nun presse ich fleissig und lass mir täglich das leckere "GEBRÄU" schmecken, ist das o.k.?

ganz liebe grüße, manderley


  
Aprikose
1.037 Beiträge

Mi, 15 Jul 2015 17:56
 re: seit 40 Jahren migräne

Liebe Manderley,

herzlich willkommen in unserem Forum!

Bei mir war es am Anfang auch so, dass ich in so schlechtem Zustand war, dass das Lesen der Grundlagenwerke schon eine Überforderung war. Und ich hatte auch 1000 Fragen, es schien mir alles so kompliziert. Ist es vielleicht auch, aber man findet dann doch irgendwie den persönlichen Weg. Leider gibt es nicht den einen richtigen Weg, der für alle passt.

Es geht nicht nur um den Blutzuckerspiegel. Die Theorie ist, dass das Migränehirn unter einem Energiemangel leidet. Wortführende Schulmediziner leiten daraus ab, dass ständig Kohlenhydrate zugeführt werden sollen, damit dieser Mangel vermieden wird. Wir orientieren uns an Peter Mersch, dem Begründer dieses Forums, der sagt, dass das Gehirn lernen kann, statt ausschließlich aus KH auch Energie aus Ketonkörpern zu gewinnen. Dafür muss der Körper zunächst mal Ketonkörper herstellen. Das macht er meist sehr schnell, innerhalb von ca. 3 Tagen bei stark kh-reduzierter Kost. Anschließend folgt Phase 2: das Gehirn muss lernen, sie wieder zu verwenden. Das ist absolut vereinfacht das Konzept.

Es gibt zwei Methoden, da ran zu gehen: einmal die radikale (sofortiger Umstieg auf stark kh-reduzierte Ernährung, Richtlinie: Atkins Diät Phase 1) oder das langsame Reduzieren. Ich denke, das ist eine Typsache. Ich persönlich habe die erste Methode gewählt, aber Wolfgang Lutz, Autor des Buches "Leben ohne Brot", rät zu langsamem Reduzieren.

Beides kann Migräne verstärken. Bei mir war es nicht so, bei manchen tritt sogar das Gegenteil ein - sehr schnelle Erleichterung, aber manche haben auch so ihre Probleme.

Ich meine, dass man nicht erst alles verstehen muss und dann erst anfangen kann. Man muss sowieso sehr viel ausprobieren, viel ist auch davon abhängig, wie man so tickt. Bist Du ein "Zuckermäulchen"? Was hast Du bislang für Essgewohnheiten? Kochst Du gern? Von vielen Faktoren ist abhängig, was für Dich der beste Weg ist.

Das Ganze kann sehr lange dauern, das sollte man auch wissen. Manche leben dauerhaft streng kohlenhydratarm, andere können nach einiger Zeit (=einigen Monaten, ich selbst habe sehr lange damit gewartet) Ausnahmen machen, und irgendwann genügt es, den Körper ab und zu durch kh-arme Tage oder fasten zu trainieren, den Ketonstoffwechsel zu nutzen.

Vielleicht ist es für Dich tatsächlich am Besten, erst einmal ein paar Gewohnheiten zu ändern. Also weg mit Flips, Chips, etc. Für mich persönlich war wichtig, statt dessen andere Gewohnheiten einzuführen. Also wenn Flips und Chips für Dich zum Fernsehen gehören, überlege Dir ein anderes Ritual. Das macht die Sache meiner Meinung nach einfacher.

Als nächstes würde ich dann Nudeln und Brot weglassen.

Zu Deiner Karottenfrage: Du weißt ja sicher, dass es keine dummen Fragen gibt. Bevor ich dazu mehr schreibe, drängt sich mir eine Frage auf: Gibt es ev. einen zeitlichen Zusammenhang zwischen Deiner Karottenkur und Deiner aktuellen schlechten Phase?

Mein Rat: anfangen (sanft oder radikal), gut planen, so konsequent wie möglich sein und das Ganze als Langzeitprojekt sehen. Um Mut und Motivation zu sammeln, lies mal unsere Erfolgsgeschichten.

Liebe Grüße,
Aprikose


  
Manderley63
8 Beiträge

Mi, 15 Jul 2015 18:30
 re: seit 40 Jahren migräne

...schonmla vielen Dank liebe Aprikose,

Deine Antwort ist doch für mich schonmal ein guter Einstieg :))

Das ist für mich schonmal der erste Grundstein und aus dem Buch habe ich ja schonmal das ein-oder andere verstanden.

Nun die Sache mit dem Karottensaft. Nein, dies hat nichts mit meinem Zustand zu tun. Es war so, dass ich in der Mitte meiner schlimmen Phase zu meinem Mann sagte, dass ich ständig heisshunger auf karottensaft habe, der gekaufte aber abscheulich schmeckte und ich frischgepressten (leider selten zu finden) liebe. er "googelte" dann Karottensaft und kam am nächsten Tag freudestrahlend mit einem entsafter und zwei Kilo Karotten an.
Ich muss grinsen! Esgibt auch hier wieder Menschen, die auch hier einen positiven Effekt versprechen. Ich dachte, wenn mein Körper frisch gepressten (und nur den) Karottensaft will, braucht er irgendwas.

achja, ich nehme seit vielen monaten Magnesium hochdosiert und vitamin B 2 hochdosiert.

Dass ich mehr KH zu mir nahm lag auch an der gelesenen These von Prof. Göbel, Ich fing an, nun keine Hungerphasen mehr aufkommen zu lassen. Zwischendurch Nudeln, Teilchen, naja und die anderen Sachen. Ich denke, Prof. Göbel meinte sicher nicht KH in Form von Chips und Flips, grins.
Oft merkt man das nicht. Auch dies fiel meinem Mann auf, dass ich immer mal sagte, ich muss KH essen, auch vor dem schlafen gehen.

Also fange ich es an.

Danke und liebe Grüße,manderley


  
Aprikose
1.037 Beiträge

Mi, 15 Jul 2015 18:51
 re: seit 40 Jahren migräne

Selbst als ich noch absolut auf schulmedizinischen Pfaden gewandelt bin, hat mich die These verwirrt, man solle viel KH essen. Denn ich dachte, es müsse doch besser sein, den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten.

Da ich aber damals noch dachte, Ärzte wissen genau, was sie tun Augenzwinkern , habe ich den Rat befolgt. Also habe ich brav ständig Vollkornkekse, Nudeln, Getreidebrei u.ä. gegessen. Als alles immer schlimmer wurde und mein Schmerzarzt die ersten Male solche Sachen sagte wie Botox und Schmerzklinik, als ein normales Leben kaum noch möglich war und ich auch die Erwerbsunfähigkeit fürchtete, habe ich gedacht, dass ich nichts zu verlieren habe, wenn ich diesen verteufelten Weg der kh-armen Ernährung mal ausprobiere. Ich hab's schon oft gesagt: dazu gratuliere ich mir täglich. Auch wenn ich noch bei weitem nicht da bin, wo ich gern wäre.

Liebe Grüße,
Aprikose


  
arvi
1.207 Beiträge

So, 19 Jul 2015 11:57
 re: seit 40 Jahren migräne

Liebe Manderley,

Willkommen im Forum!
Betablocker stören die Fettverwertung, weshalb Du bei der Umstellung auf Fettverbrennung als Hauptenergielieferanten bei ketogener Ernährung sehr vorsichtig sein mußt, den Energiemangel im Hirn nicht zu verschärfen. Ich weiß nicht, ob es ansonsten Erfahrungsberichte zu diesem Thema gibt. Mein Mann muß zwar auch wegen des Herzens Betablocker nehmen, aber er hat keine Migräne und ist schon über 3 Jahre auf kohlenhydratarm umgestellt. Zudem isst er jeden Morgen einen seiner sehr kohlenhydratreichen Oatkings, weil er meint, dass sie ihm gut tun für das Krafttrainig. Das kann man aber keinem Migräniker empfehlen, der noch nicht ausreichend lange ketogen adaptiert ist und ausreichende Umstellungsflexibilität hat. Letzteres ist leider ein jahrelanger Prozess für die meisten.

Viele Grüße
arvi


  
Juli
720 Beiträge

Di, 21 Jul 2015 08:19
 re: seit 40 Jahren migräne

Guten Morgen,

ich schaffe im Moment nicht, "alles" zu lesen, hoffentlich ist mein Beitrag dann nicht am Thema vorbei.

Ich habe exakt dieses Karottensaft-Experiment durchgeführt, der selbstgepresste sagt schmeckt ja himmlisch und ich bin überzeugt, dass all die Berichte über "Heilungen" durch auch stimmen, aber man/frau muss es mit der körpereigenen Blutzuckerregulation "abfangen" können.

Bei mir ist es total danebengegangen, inkl. eines Unfalls, der vermutlich nicht passiert wäre, wenn ich nicht diese starken BZ-Schwankungen gehabt hätte.
Ich hatte sogar gemerkt, dass ich mir mit immensen mengen Karottensaft manchmal Migräne "wegtrinken" konnte, was mir leicht fiel, da dieses Flüssige, Süße, Kühle einem ja sehr entgegenkommt bei heranrollenden Attacken. Ging mir zumindest so. Man kann es auch Gier und Heißhunger auf Karottensaft nennen. Möglicherweise war es bei mir aber einfach dann schließlich auch Gier auf KH, ich weiß es nicht. Jedenfalls wurden die Zeitabstände immer geringer und dann hat mich jemand angefahren, weil ich auf dem Rad in einer Unterzuckerung nicht fit genug war.

Ich denke, dass es bei jedem unterschiedlich ist. mein Schwester hat auch Migräne und kann aber unfallfrei frisch gepresste Säfte inkl. Obstsaft und Karottensaft trinken, sie kriegt nicht einmal Heißhungerattacken dadurch.
ich kann einfach nur meine Erfahrung hier "veröffentlichen" und vielleicht schärft das ein bisschen die Wahrnehmung, also ich meine, es ist wichtig, zu beobachten, ob sich daraus BZ-Schwankungen ergeben.
Zum Glück reagieren ja nicht alle so schlimm wie ich.

Es fiel mir sehr schwer, wieder aufzuhören, weil es wirklich gut geschmeckt hat und fast wie ein Dope wirkte, also so stelle ich mir das vor (bzw. derart ungedopt tappe ich ansonsten herum ;-))


  
Manderley63
8 Beiträge

Mi, 22 Jul 2015 14:39

 Geschockt
 re: seit 40 Jahren migräne

ganz herzlichen dank für die antworten.

ich werde mich dann auch mal mit den betablockern auseinandersetzen. Guter Tipp, Danke.

Ja, der möhrensaft macht tatsächlich süchtig ;)) , soooo
köstlich. mir kam es ja auch seltsam vor, dass ich immer heisshunger darauf hatte. ich dachte, der körper zeigt mir schon was er braucht, aber so ganz muss das ja nicht stimmen.
manche haben ja auch heisshunger auf pommes und burger ;))

ich werde den saft weitertesten und versuche mich, nun die saftportion auch auf den tag zu verteilen. d. h. ich trinke erst wasser gegen den durst, damit ich den saft nur für den appetit trinke.

nun werde ich noch ein wenig in dem forum rumlesen, denn z.zt. ist doch vieles neu und manchmal auch verwirrend....

liebe grüße,manderley


  
Manderley63
8 Beiträge

Fr, 24 Jul 2015 13:45
 re: seit 40 Jahren migräne

Hallo und erstmal einen sonnigen Gruss aus Köln,

ich lese mich immer noch durch die einzelnen themen und durch das buch heilung ist möglich.

ein paar fragen habe ich:

nun fange ich zunächstmal mit kohlehydratarmen ernährung an. ich schrieb ja schon, dass ich mich ansich sehr gesund ernähre, aber dazwischen immer die heisshungerattacken kommen und ich zu flips und chips oder süsskram greife.
das habe ich erstmal gestrichen. so, wie auch das herrliche pizzabrötchen...............

meine frage hierzu, ist so ein, sagen wir mal, schwammiger anfang blödsinn? also nix ganzes und nix halbes?

das andere ist, mein mann hat diabetes und so kam ich auf die idee 3 x am tag blutzucker zu messen.

so, hatte ich gestern abend nach einer eierspeise ohne alles einen wert von 127. heute früh nüchtern 96. mittags auch wieder 96. nach einem süssen quark dann 127.

ist hier evtl. eine lösung zu finden?

macht es sinn über einen zeitraum den zucker zu messen?

herzlichen dank, manderley


  
arvi
1.207 Beiträge

Fr, 24 Jul 2015 18:44
 re: seit 40 Jahren migräne

Liebe Manderley,

Was verstehst Du unter "gesunder Ernährung?" Wenn Du trotzdem immer Heißhungerattacken bekommst, ist sie entweder für Dich zu kohlenhydratreich, sodass zuviel Insulin ausgeschüttet wird und der BZ dann zu steil abfällt oder Du hast zuviel Stress, was auch zu BZ- Abschwankungen führen kann.
Deine gemessenen BZ-Werte sind völlig in Ordnung. Was möchtest Du damit herausfinden? Barkawi hat, glaub ich, sehr häufigund engmaschig gemessen, um ihre Unterzuckerungen nach kohlenhydratreicher Nahrung festzustellen, aber da müßte ich auch nachschauen.
Übrigens habe ich schon einige Diabetiker zu Low Carb motivieren können, die ihre BZ-Werte damit sehr schön normalisierten. Für Typ 2 Diabetiker und Grenzwertdiabetiker ist ein Versuch sehr zu empfehlen. Aber aufpassen, dass es unter den Diabetesmedikamenten nicht zu Unterzuckerungen kommt!

Liebe Grüße
arvi


  
Manderley63
8 Beiträge

Di, 28 Jul 2015 09:41
 re: seit 40 Jahren migräne

hallo arvi,
ja, was ist bei mir gesundes essen? nun, ich koche alles frisch, es gibt keine fertigprodukte. so mache ich die saucen selber, benutze keine geschmacksverstärker und esse viel gemüse, und gerne fisch und fleisch.
so trinke ich auch keine limonaden, sondern lediglich wasser und gepresste gemüsesäfte.

was die gemüsesäfte anbelangt gibt es ja auch unterschiedliche meinungen, von wegen ein smoothie muss es sein wegen der ballaststoffe. ich fühle mich aber wohler, wenn ich z.b. reinen gepressten möhrensaft trinke.

da ich auch gerne fetthaltige sachen, wie buttr, sahne oder aber auch den leckeren fettrand am fleisch esse, denke ich, dass ich recht gesund esse.

nun kommen aber ab und an auch die ungesunden naschsachen auf den tisch. auch hier kann man geteilter meinung sein.
manche sagen, es sind die vorboten der migräne, manche sagen die migräne sei eben gerade deshalb ausgelöst.

ich habe das gefühl ich merke, dass eine migräne kommt. der heisshunger wird immer grösser. ich hohle mir dann z.b. erdnussflips und esse noch unterwegs so ziemlich die verpackung leer. oft werfe ich den rest noch unterwegs weg, weil ich weiss, dass ich sie sonst ganz plündere.....

ich habe keinerlei gewichtsprobleme, möchte aber nun feststellen, ob ich dem heisshunger nicht aus dem weg gehen kann und somit vielleicht der ein oder andere anfall ausbleibt.
wenn es sein muss, kann ich sehr diszipiniert sein...

liebe grüße, manderley


  
arvi
1.207 Beiträge

Mi, 29 Jul 2015 20:40
 re: seit 40 Jahren migräne

Liebe manderley,

Erdnussprodukte können auch problematisch sein. Erdnüsse sind Hülsenfrüchte und keine Nüsse. Sie stehen im Ruf, allerlei Unverträglichkeiten hervorrufen zu können mit Giftstoffen und allergischen Reaktionen. Wenn Low Carb nicht reicht, würde ich konsequent Getreideprodukte und Hülsenfrüchte meiden. Auch Milchprodukte können problematisch sein. Wenn Du naschen willst, dann lieber Macadamias und andere echte Nüsse. Ich finde das Buch "Perfect Health Diet" von den Jaminets ganz erhellend. Leider bislang nur in Englisch erhältlich.

Viele Grüße
arvi


  
manderley
2 Beiträge

Mi, 26 Aug 2015 17:54
 re: seit 40 Jahren migräne

Hallo, da bin ich nochmal.
beim ganzen lesen, stosse ich immer wieder auf die unterschiedlichsten Unverträglichkeiten und allergien von Nahrungsmitteln.

Ich selber konnte mein Unverträglichkeiten nie richtig abklären. Die Ärzte sagen dann immer, was sie nicht vertragen müssen sie eben weglassen.
Mein Lactosetest war negativ, der arzt meinte aber, dass dies nicht immer was zu sagen hat, nur der Positive Bescheid ist sicher.

gibt es in dieser Hinsicht einen seriösen Test?
Ich sag das mal einfach, eben ein Test, der so allerlei Unverträglichkeiten abklärt.

Ich habe davon auch schon einiges gelesen, nur was wäre hier zu empfehlen?

Danke und Grüße, Manderley


  
arvi
1.207 Beiträge

Mi, 26 Aug 2015 20:27
 re: seit 40 Jahren migräne

Liebe Manderley,

Ich würde einfach selbst Auslaßversuche für bestimmte in Frage kommende Lebensmittel machen und schauen, was passiert. Ich kenne Leute, die das stationär gemacht haben z,B. Bei allergischem Asthma. Das ist natürlich teuer und aufwendig. Bei einem war es dann noch so, dass er in einem entspannten Urlaub mit Skifahren überhaupt nicht reagiert hat, während es Zuhause unter den ehelichen Spannungen sofort wieder los ging. Der Mensch ist halt ein komplexes Geschöpf mit vielen Einflußfaktoren. Deshalb kann es mit Tests auch schwierig sein, wenn sie nicht eindeutig positiv sind.

Beste Grüße
arvi


  
MartinM
4 Beiträge

Mi, 23 Sep 2015 04:18
 re: seit 40 Jahren migräne

Hallo Manderley,

hast Du bzgl. der Unverträglichkeiten mal auf den Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat geachtet? Der wird häufig übersehen, obwohl er zu den häufigsten Migräneauslösern zählt. Glutamat ist in sehr vielen Fertig-(bzw. Halb-Fertig-)Gerichten enthalten. Ganz extrem auch in Würze, z.B. Maggi-Würze.

Näheres siehe in meinem Beitrag unter "Ernährung/Migräne durch Geschmacksverstärker Glutamat".

Gruß
Martin


  
Juli
720 Beiträge

Sa, 26 Sep 2015 09:02
 re: seit 40 Jahren migräne

Hallo Manderley,

hast Du bzgl. der Unverträglichkeiten mal auf den Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat geachtet? Der wird häufig übersehen, obwohl er zu den häufigsten Migräneauslösern zählt. Glutamat ist in sehr vielen Fertig-(bzw. Halb-Fertig-)Gerichten enthalten. Ganz extrem auch in Würze, z.B. Maggi-Würze.

Näheres siehe in meinem Beitrag unter "Ernährung/Migräne durch Geschmacksverstärker Glutamat".

Gruß
Martin


€und zusätzlich könnte es noch sinnvoll sein, allgemein auf HISTAMIN zu achten,
da dies zu Migräne führen kann.
Du kannst recherchieren, es gibt online sehr viele Informationen bzgl. Histaminintoleranz.
Auch andere biogene Amine wirken migräneauslösend, wenn man das Histamin nicht gut abbauen kann.

Kurzfassung - nur so aus dem Stegreif:
HistaminREICH sind
alle gepökelten, konservierten, eingelegten Nahrungsmittel
Wurstwaren, Schinken etc., Fischkonserven
und bei Fleisch/Fisch, das man "frisch" kauft, kann auch sehr UNfrisches verborgen sein.

Alte/gereifte Käsesorten
Nüsse
Essig
Kakao
Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Spinat, Sauerkraut, Tomaten
Rotwein
viele Medikamente, Farbstoffe, Konservierungsmittel etc. können als Histaminliberatoren wirken (also sie enthalten nicht direkt Histamin, sondern verursachen, dass im Körper welches ausgeschüttet wird!
Manche Gewürze sind unverträglich. Gewürzmischungen können "gefährlich" sein, auch wegen Glutamat. Hefeextrakt entspricht Glutamat, setzt Histamin frei.

Beim Käse ist das Ausweichen einfach: junger Gouda, Mozzarella, Frischkäse, Butterkäse sind für viele besser verträglich (sind nur kurz oder gar nicht gereift)
Beim Fisch/Fleisch ist es oft sehr hilfreich, auf Frische zu achten. Nicht lagern. TK-Fisch nicht lange auftauen lassen, sondern direkt zubereiten.
Und Hackfleisch nur direkt vor dem Verzehr durchwollen lassen.
In Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln können auch unverträgliche Stoffe enthalten sein.

Natürlich kann es sein, dass das nicht Dein Problem ist, aber Du kannst es ja mal ausprobieren - also Dich gründlich informieren - umfassender, als ich es hier mal eben hingeschrieben habe (mehr fällt mir jetzt grad nicht ein) und schauen, ob es Dir dann besser geht.

Wenn Du Histaminintoleranz googlest, findest Du seht gute Infoportale mit LISTEN, die z.T. sehr detailliert sind.


Wenn Du möchtest, kannst Du ja auch mal aufschreiben, was Du isst, vielleicht fällt jemandem etwas dazu ein.

Liebe Grüße Juli


  
Manderley63
8 Beiträge

Fr, 09 Okt 2015 15:30
 re: seit 40 Jahren migräne

ein ganz liebes dankeschön an juli,martin und arvi für die
tollen antworten.
sie kommen etwas spät, dafür aber mit Herz.
Naja, z.zt. habe ich eine sehr sehr schlimme migränephase
und befinde mich in einer triptanpause. muss ich durch, schaff ich aber ;))

was die geschmacksverstärker angeht, bin ich was das zubereiten von essen angeht, sehr,sehr streng. gerade weil die geschmacksverstärker auch andere unangenehme nebenerscheinungen hat. ich achte immer auf die E600er und E400er nummern, sowie die begriffe glutamat, johannisbrotmehl,guarkernmehl, hefeextract. teils harmlos klingende namen.

Was mir oft auffiel, dass ich sowieso viele sachen gar nicht mag, die ich nicht vetrage.

alle fertigsachen, naja, "fischstäbchen von dem lieben kapitän muss ich zweimal im jahr haben" ;))

nun bin ich letzte woche durch googeln: migräne und darm-
auf einen Artikel aus Österreich gestossen- MIGRÄNE-NEUE THERAPIEN--hier geht es um den zusammenhang mit einem gesunden darm.

fand ich super interessantund werde dran bleiben.

klar, es gibt viele auslöser für migräne. aber auch wie hier beschrieben wird, ist die ernährung ja das A und O.

zudem habe und hatte ich immer probleme mit dem magen und darm. und der gedanke liess mich nie los, dass hier ein zusammenhang besteht. bei ärzten stiess ich bisher immer auf, naj, sagen wir gewisses unverständnis.nun habe ich einen arzt gefunden, der gerade solche, oft abgewiesenen patienten aufnimmt und sich auch sehr mit intolleranzen auch mit histaminen beschäftigt.
der termin steht noch an.

ich bin gespannt.

liebe grüße, manderley63


  
Jewel2
430 Beiträge

Fr, 09 Okt 2015 15:47
 re: seit 40 Jahren migräne

Hallo Manderley,
zumindest bei meiner Migräne gibt es nach meinem Empfinden einen engen Zusammenhang mit dem Darm. Ich bin da auch auf der Spur (hatte ich ein einem anderen Post geschrieben) und habe das neue Probiotikum aus Österreich (ich vermute, das sprichst Du an) auch schon bestellt. Leider sind die bei dem Shop in Österreich wohl nicht die schnellsten, bis jetzt habe ich nichts bekommen, nicht mal eine Versandbestätigung, obwohl die Bestellung schon eine Woche her ist.
Ich mache parallel dazu einmal pro Woche Colon-Hydro und möchte jetzt noch mal einen Anlauf unternehmen, für 30 Tage diverse "verdächtige" Nahrungsmittel wegzulassen und komplett paleo-konform zu leben. Und auch auf Kaffee verzichten, der soll nichts für empfindliches Gedärm sein.
LG
Jewel


  
Manderley63
8 Beiträge

Fr, 09 Okt 2015 16:19
 re: seit 40 Jahren migräne

Liebe jewel,
Ja, das probiotikum meinte ich auch :))
Ich werde deinen Post mal lesen.
Auch werde ich den Arzt mal auf diese Produkt ansprechen.
Sicher ist dies nicht das alheilmittel , aber der Ansatz an sich
Ist sehr interessant und nachvollziehbar.

Ich werde auch weiter berichten.

Dir auch ein kräftiges toi toi toi
Manderley


  



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