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AUTOR
THEMA
Nella
8 Beiträge

Mo, 28 Dez 2015 19:26
 Migräne und Depressionen

Hallo zusammen!

Nachdem ich schon einige Monate auf diesen Seiten mitlese (meiner Meinung nach bisher die informativste Seite zum Thema Migräne), habe ich mich nun angemeldet und möchte mich kurz vorstellen:

Ich bin 43 Jahre alt und leide seit meinem 13. Lebensjahr unter Migräne. Damals waren zwischen den Anfällen noch große Abstände. Mit ca. 10 jähriger Pilleneinnahme wurden die Anfälle häufiger und schlimmer.

In der Schwangerschaft hatte ich bis auf die ersten Wochen keinen einzigen Anfall, auch in der Stillzeit war alles gut.
Seit 2006 nehme ich Triptane, bis letztes Jahr Maxalt 10mg, was leider zuletzt nicht mehr wirkte.

Seitdem nehme ich Naratriptan, was für mich viel weniger Nebenwirkungen macht. Aber leider ist mit der Einnahme der Triptane auch die Anzahl der Attacken hoch gegangen.

Durch kohlenhydratreduzierte Ernährung seit Mai diesen Jahres bin ich immerhin von 10 - 15 Anfällen auf ca. 6 runter!
Ich habe das Buch von Herrn Mersch gelesen und es hat mich überzeugt!

Was mir in der letzten Zeit am meisten zu schaffen macht,
ist eine Verschlechterung meiner psychischen Verfassung. Mein Neurologe sagt, dass Migräniker häufig zu Depressionen neigen und empfiehlt mir ein Antidepressivum - auch zur Migräneprophylaxe.

Anfang diesen Jahres habe ich daraufhin einen Versuch mit Cipralex gemacht, der eigentlich positiv war: Die Stimmung war sofort besser, Verspannungen waren weg und Migräne wenn, dann nur noch gaanz leicht. Aber wegen meiner Angst vor Langzeitschäden mit den AD habe ich es dann nach einigen Wochen wieder abgesetzt.

Nun geht es mir psychisch eigentlich konstant immer schlechter, so dass ich doch ernsthaft überlege, einen neuen Versuch mit einem AD zu starten. Über eure Erfahrungen würde ich mich freuen!

Übrigens wirken die Triptane bei mir auch Stimmungsaufhellend: Ca. 2 - 3 Stunden nach der Einnahme sieht die Welt viel rosiger aus... wenn das Triptan dann nicht mehr wirkt, ist die Stimmung auch wieder im Keller...

Ich hoffe, ich bin mit meinen Problemen hier auch richtig und freue mich auf den Austausch mit euch!

Liebe Grüße
Nella


  
Sonne72
218 Beiträge

Di, 29 Dez 2015 07:07
 re: Migräne und Depressionen

Liebe Nella,
erstmal willkommen hier im Forums - schön, dass Du dabei bist :)
Mit AD habe ich keine Erfahrung, aber einige andere hier im Forums, die sich sicher noch dazu melden werden. Ich finde es aber erstaunlich, dass sie sich derart positiv auf Stimmung, Verspannungen und Migräne ausgewirkt haben. Hat Peter aber nicht in seinem Buch dazu auch was geschrieben, dass bei Depressionen die kh-arme Diät auch positiven Einfluss hat?


  
annigri
1.115 Beiträge

Di, 29 Dez 2015 08:46
 re: Migräne und Depressionen

Liebe Nella, wenn bei dir die ADs so gut wirken, würde ich sie weiter nehmen. 1. Gehts dir damit viel besser und 2. sparst du Triptane. Es gibt viele Menschen, die ADs für längere Zeit nehmen müssenn.

Wenn du längere Zeit die Ernährung machst, kannst du js nochmal einen Absetzversuch starten. Aber gib dir Zeit.

Lg Anja


  
Jewel2
424 Beiträge

Di, 29 Dez 2015 09:21
 re: Migräne und Depressionen

Hallo Nella,
ich kann dazu leider nichts sagen, wollte Dich aber darauf hinweisen, dass es, wenn Du angemeldet bist, in dem blauen Balken oben eine eigene Forums-Suche gibt. Wenn man da als Begriff "antidepressiv" eingibt (ich hab extra keine Endung reingeschrieben), dann kommen über 150 Meldungen. Vielleicht hilft Dir das ein bisschen weiter, Dich in die Meinungen und Erfahrungen anderer reinzulesen, bis jemand direkt auf Deine Frage antwortet.

Alles Gute
Jewel


  
Aprikose
1.026 Beiträge

Di, 29 Dez 2015 17:35
 re: Migräne und Depressionen

Liebe Nella,

auch von mir herzlich willkommen in unserem Forum!

Deine Erfolge mit kohlenhydratarmer Ernährung veranlassen mich, Dich als "Sonnenkind" zu bezeichnen: nach einem guten halben Jahr schon eine solche Reduzierung der Attackenzahl ist aus meiner Sicht beneidenswert. Ich hoffe, dass bei Dir noch weitere Verbesserungen eintreten werden.

Ich möchte mich zum Thema Antidepressiva äußern und Dir diese Links empfehlen:

13 Gründe, Psychopharmaka-kritisch zu sein (www.adfd.org ist ein sehr gut moderiertes Selbsthilfe-Forum, das sich mit den Gefahren von Psychopharmaka und mit den Problemen, die bei deren Absetzen entstehen können, beschäftigt)

Die häufigsten Missverständnisse über Antidepressiva

Bitte überlege zuerst, welche anderen Möglichkeiten Du hast, gegen Deine schlechte Stimmung anzugehen. Deine Lage hat sich doch verbessert, noch dazu durch Maßnahmen, die Du selbst aktiv beeinflussen kannst. Vielleicht wird es sogar noch besser. Gibt es andere Faktoren, die auf Dich wirken? Wie ist es mit Psychotherapie, schon versucht? Meditation? Sport? Isst Du genug Eiweiß?

Ich wünsche Dir alles Gute und freue mich auf den weiteren Austausch mit Dir.

Viele Grüße,
Aprikose


  
Nella
8 Beiträge

Di, 29 Dez 2015 19:05
 re: Migräne und Depressionen

Hallo,
danke für eure Antworten und den Tipp mit der Suchfunktion.

Früher hatte ich neben der Migräne oft auch "normale" Kopfschmerzen im Stirnbereich, die komplett verschwunden sind, seitdem ich abends keine Kohlenhydrate mehr esse.

Sonst war es so, dass z. B. abens Grießbrei oder Haferflocken garantiert am nächsten Morgen Kopfschmerzen und oft Migräne gemacht haben. Und ich habe mich immer gewundert, wie das sein kann, weil ich nur Bio-Produkte ohne Zucker oder sonstige Zusatzstoffe verwendet hatte.

Durch dieses Forum bin ich auch darauf gekommen, dass ich wahrscheinlich auf Histaminhaltige Lebensmittel reagiere.
Natürlich wusste ich vorher schon, dass Schokolade, Alkohol und lang gereifter Käse schlimme Anfälle machen, aber mittlerweile konnte ich noch viele andere Auslöser wie z. B. Tomaten, Knoblauch, Bananen, Orangen, Yoghurt und vieles weitere erkennen.
Leider bedeutet das auch eine sehr große Einschränkung in meinem Speiseplan...

@Aprikose: Als Sonnenkind würde ich mich nicht bezeichnen. Immerhin sind es immer noch im Durchschnitt mehr als ein Anfall pro Woche. Außerdem nehme ich neben den Triptanen auch immer mal wieder mit schlechtem Gefühl Ibuprofen ein.

Die von dir empfohlene Seite kenne ich sehr gut, war dort auch angemeldet. Daher kommt übrigens meine extreme Angst vor Antidepressiva und den möglichen Langzeitfolgen.

Seit Jahren wehre ich mich gegen die Einnahme, obwohl Hausarzt und Psychologin dazu drängen. Ich hatte bisher immer den Willen, es so zu schaffen. Über Ernährung und Sport. Leider merke ich besonders in den letzen Monaten, dass die Depris immer schlimmer werden und auch die körperliche Kraft nachlässt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich die schlechte Stimmung unwiderruflich in meinem Gehirn eingebrannt hat. Die Auslöser (traumatische Erlebnisse in kurzem Zeitabstand) liegen mittlerweile einige Jahre zurück und wurden therapeutisch aufgearbeitet. Trotzdem habe ich täglich Flashbacks und ein ständiges Gefühl der Sinnlosigkeit und eine Grundangst.

Leider stresst mich momentan auch eine sehr belastende Situation am Arbeitsplatz. Das führt bei mir einfach zu einem hohen Stresslevel, den ich mit in den Schlaf nehme bzw. ich kann immer schlechter schlafen.


Deshalb überlege ich, doch einmal einen Versuch mit dem Medikament zu machen, einfach, damit der Leidensdruck nachlässt....

LG Nella


  
Aprikose
1.026 Beiträge

Di, 29 Dez 2015 19:54
 re: Migräne und Depressionen

Liebe Nella,

es ist dann doch komplizierter bei Dir, als es auf den ersten Blick aussah. Du bist aber offenbar rundrum gut informiert und hast schon einiges unternommen, da wirst Du sicher das Beste tun, was möglich ist. Ich wünsche Dir, dass Du eine Entscheidung findest, mit der Du zufrieden bist.

Liebe Grüße,
Aprikose


  
Jewel2
424 Beiträge

Di, 29 Dez 2015 19:56
 re: Migräne und Depressionen

Hallo Nella,
ich war auch schon in sowohl in normaler als auch in Körper-Psychotherapie. Ich weiß nicht genau, was Du mit "aufgearbeitet" meinst, denn offensichtlich belastet es Dein Leben ja immer noch massiv. Traumatische Erfahrung können sich auch körperlich dauerhaft niederschlagen, es können die Drüsen, die (Stress-)Hormone produzieren, erschöpft sein, der ganze Stoffwechsel kann durcheinander kommen und bleiben. Spontan fällt mir noch ein Buch ein, das ich selbst zwar kritisch sehe, aber reinlesen kannst Du ja mal: "Was die Seele essen will". Vielleicht hast Du auch schon länger einen Mangel an Aminosäuren, die ja auch die Stimmung beeinflussen etc. Bei mir war das mal so. Wie ist es mit Vitamin D? B12? Tageslicht-Dusche oder -lampe? Hast Du solche Sachen schon ausprobiert? Bist Du eventuell hochsensibel bzw. hochsensitiv?
Nur mal so ein paar Stichworte, die mir spontan eingefallen sind...
Alles Gute
Jewel


  
EvaM
127 Beiträge

Sa, 02 Jan 2016 14:34
 re: Migräne und Depressionen




Anfang diesen Jahres habe ich daraufhin einen Versuch mit Cipralex gemacht, der eigentlich positiv war:Die Stimmung war sofort besser, Verspannungen waren weg und Migräne wenn, dann nur noch gaanz leicht. Aber wegen meiner Angst vor Langzeitschäden mit den AD habe ich es dann nach einigen Wochen wieder abgesetzt.


Übrigens wirken die Triptane bei mir auch Stimmungsaufhellend: Ca. 2 - 3 Stunden nach der Einnahme sieht die Welt viel rosiger aus... wenn das Triptan dann nicht mehr wirkt, ist die Stimmung auch wieder im Keller...




Hallo Nella,
was mir aufgefallen ist: wenn sowohl Triptane als auch AD eine bessere Stimmung verursachen dann könnte das am Serotonin liegen. Beide Medis haben ja eine Wirkung darauf.

Vllt. ist das ein Ansatzpunkt. Ich nehme seit ca 10 Jahren AD`s und habe jetzt massive Probleme mit dem Ausschleichen.
Ich habe aber auch noch Probleme mit der Schilddrüse und die wirken sich auch auf die Stimmung aus.

Gruß
Eva


  
Juli
720 Beiträge

Sa, 02 Jan 2016 22:57
 re: Migräne und Depressionen


Leider stresst mich momentan auch eine sehr belastende Situation am Arbeitsplatz. Das führt bei mir einfach zu einem hohen Stresslevel, den ich mit in den Schlaf nehme bzw. ich kann immer schlechter schlafen.


Deshalb überlege ich, doch einmal einen Versuch mit dem Medikament zu machen, einfach, damit der Leidensdruck nachlässt....

LG Nella



Liebe Nella,

vielleicht wäre es für Deinen Körper und Deine Seele ganz wichtig, hier nochmal - und immer wieder - zu schauen, ob und wie sich evtl. an dieser "belastenden Situation" am Arbeitsplatz etwas ändern ließe.
Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Es kann wirklich gnadenlos sein und einen total fertigmachen - bzw. diverse/diffuse körperliche Symptome triggern.
Oft hilft es, sehr gut auszuwählen, mit wem man darüber redet, also Freundinnen, Therapeutin oder zu wem auch immer Du wirklich Vertrauen hast.
Man kann so etwas ja nicht ganz schnell lösen, aber zumindest miteinander überlegen und/oder jemandem sein Herz ausschütten, das ist schon wichtig. Ohne von sich selbst zu verlangen, schon eine Lösung fix und fertig parat zu haben.

Außerdem finde ich es toll, dass Du schon den Zusammenhang Deiner Symptome zum Histamin entdeckt hast! Übrigens können Histamin-Attacken auch sehr psychische Folgen haben, also da lohnt es sich evtl. wirklich, eine Zeitlang ganz genau zu recherchieren und wirklich alles auszusortieren, was Histamin enthält oder provoziert: Zusatzstoffe, Medikamente, Farbstoffe, Gewürze usw.
Bei mir ist das jedenfalls ein großer Faktor auch für psychisches Chaos. Vielleicht kannst Du es so herum sehen: Wenn es gelingt, DIESE Auslöser schonmal einigermaßen zu minimieren, geht es Dir schon ein Stück besser. Und das ist es doch wert! ;-)

Liebe Grüße Juli


Editiert: Sa, 02 Jan 2016 23:03 von Juli

  
Cäcilie
24 Beiträge

So, 03 Jan 2016 09:21
 re: Migräne und Depressionen

Liebe Nella,

dass du eine aufhellende Wirkung von den Triptanen spürst finde ich interessant, denn das kenne ich auch gut, obwohl ich nicht zu Depressionen neige. Ich denke auch, dass das ein Hinweis zum Serotonin ist, vielleicht kannst du auch in dieser Hinsicht weitergucken.

Zu AD kann ich nur sagen - meine Mutter nimmt seit 30 Jahren "uppers and downers" immer mit Phasen des Entzugs zwischendurch. Sie ist auch eine Migränikerin, hat aber mittlerweile mit knapp 80 Jahren einen Dauerkopfschmerz. AD haben sicherlich eine hohe Berechtigung und wenn sie dir helfen, dann ist das das Mittel der Wahl, aber verlier den zeitlichen Aspekt nicht aus den Augen, die Dinger wieder auszuschleichen, aber da bist du ja bestens informiert.

Zum Thema Trauma: Ich beginne jetzt im Januar eine Traumatherapie, um meine Kindheit endlich aufzuarbeiten. Vielleicht hängt damit ja auch die Migräne ein Stück weit zusammen? Wer weiss, ich werde berichten. Vielleicht hängt bei dir das Unterbewusstsein doch mehr drin?

Viele liebe Grüße,
Cäcilie


  
arvi
1.206 Beiträge

So, 03 Jan 2016 20:37
 re: Migräne und Depressionen

Liebe Leute,

Ich denke auch, dass es diesen Zusammenhang von Stimmungen mit dem Serotonin gibt. Es gibt Vermutungen, dass die Menschen seßhaft wurden, um Getreide anbauen und damit den Zuckerstoffwechsel unterstützen und den Serotoningehalt im Hirn steigern zu können. Auch das Bier brauen steht in diesem Zusammenhang.
Peter meint, dass der Serotoningehalt im Hirn stabil niedrig gehalten werden sollte und dass dies mehr unserer Steinzeitnatur entspricht. Aber die Menschen hatten immer schon ein Bedürfnis nach dem "High"- wie schon gesagt wird das als Motivation angesehen, seßhaft zu werden.

Allen ein schönes und möglichst schmerzfreies Neues Jahr!
arvi


  
Nella
8 Beiträge

Di, 05 Jan 2016 05:39
 re: Migräne und Depressionen

Hallo,

danke für die vielen Antworten.

@Juli: Der Tipp mit den Aminosäuren hört sich spannend an, zumal ich kaum Fleisch esse.
Könntest du mir eine Bezugsquelle empfehlen?
Vitamin B12 wurde überprüft und ist in der Norm, Vitamin D nehme ich seit kurzem hochdosiert.
Außerdem wurde ein starker Eisenmangel festgestellt, wogegen ich Infusionen bekommen habe.
Die Tageslichtlampe stand verstaubt in der Ecke und wird nun wieder benutzt Großes Grinsen

@ Eva: Wie waren deine Erfahrungen mit dem AD? Was hast du genommen?

@Cäcilie: Interessant, dass du die aufhellende Wirkung von Triptanen auch hast.
Mein Neurologe hatte das noch nie gehört. Tja, manchmal denke ich, einfach jeden Tag eins einwerfen, statt AD ( natürlich nicht ernst gemeint).
Aber ich frage mich schon, warum das Triptan diese Wirkung hat und ob das nicht der Beweis ist, dass mir Serotonin fehlt. Zumal einem Anfall meist eine gedrückte, gereizte Stimmung vorausgeht.

@Juli: Ja, das Schauen auf Histamin hat schon viel bewirkt. Leider schränkt es mich aber bei der Lebensmittelauswahl sehr ein. Besonders die Gewürze wie z. B. Zimt, Curry und Pfeffer vermisse ich.

Am Silvesterabend hatte ich einen schlimmen Migräneanfall, nachdem ich Mittags erstmals wieder 2,5 mg Cipralex genommen hatte.
Dies und meine grundsätzliche Angst vor dem AD haben mich nun zu dem Entschluss gebracht, es erstmal weiter ohne zu probieren. Ich werde wieder mehr Sport machen und Entspannungstraining üben.

Liebe Grüße

Nella


  
EvaM
127 Beiträge

Di, 05 Jan 2016 15:21
 re: Migräne und Depressionen

Hallo Nella,

ich habe mit Fluoxetin angefangen, dann auf Citalopram umgestellt weil nicht vertragen, dann auf Venlaxin weil angeblich bessere Wirkung. Dummerweise habe ich das Venla fast 10 Jahre genommen und hatte extreme Probleme beim ausschleichen. Deswegen bin ich jetzt über Citalopram bei Escitalopram gelandet. Da gerade mein SD-Medikament umgestellt wurde mache ich mit dem Ausschleichen erstmal Pause.

In Bezug auf die Migräne hatte das AD keine Auswirkung. Für die Depri hat es jetzt auch nicht so gut geholfen, weil es sämtliche Gefühle unterdrückt, also auch die guten.

Ich habe aber auch noch Hashimoto und damit noch andere gesundheitliche Probleme neben der Migräne. Allerdings kann ich nicht genau sagen was davon psychosomatisch bedingt ist oder von den Nebenwirkungen der Medis kommt oder evtl Krankheitssymptome sind.

Soweit ich weiß kann man Serotoninmangel irgendwie testen, aber wird wohl nicht von der Kasse bezahlt.

Gruß
Eva


  
Nella
8 Beiträge

Di, 05 Jan 2016 19:03
 re: Migräne und Depressionen

Hallo Eva,

danke für deine Antwort.

Du hast ja schon eine ganz "schöne" Medikamentengeschichte hinter dir. Hast du denn die verschiedenen ADs für die Stimmung oder als Migräneprophylaxe genommen?

Deine Erfahrung, dass das AD sämtliche Gefühle unterdrückt, auch die Guten, ist natürlich abschreckend für mich.
Hattest du denn nicht wenigstens für einige Zeit eine Anhebung der Stimmung?
Hattest du Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Schlafstörungen oder Haarausfall?

Mit Hashimoto kenne ich mich nicht aus, habe aber schon oft von den Problemen der Betroffenen in den entsprechenden Foren gelesen, da ich mit meiner fehlenden Schilddrüse ähnliche Beschwerden bzw. Probleme bei der richtigen Einstellung habe.

Ich wünschte, es wären weniger Baustellen bei mir, aber natürlich hängt alles zusammen.

LG Nella


  
Aprikose
1.026 Beiträge

Di, 05 Jan 2016 19:34
 re: Migräne und Depressionen

Liebe Eva, liebe Nella,

für den Fall, dass Ihr meinen Link im anderen Thread nicht gesehen habt, möchte ich ihn Euch nochmal empfehlen: klick

Da es im Absetzforum etliche Leute mit ähnlich gelagerten Problemen gibt, hoffe ich, dass sich eine hilfreiche Diskussion entwickelt.

Ich schicke Euch viele gute Wünsche....

Liebe Grüße,
Aprikose


  
Susa
118 Beiträge

Di, 05 Jan 2016 20:52
 re: Migräne und Depressionen

Hallo Nella,

mit ca. 30 habe ich für zwei Jahre Antidepressiva eingenommen. Ich bin damals an einer Angststörung mit Depression erkrankt. Mir ging es so schlecht, daß ich wochenlang nur noch für wenige Stunden geschlafen habe. Damals blieb mir fast keine andere Wahl als mich auf die Tabletteneinnahme einzulassen, ich glaube ich hätte meine Wohnung wegen den Panikattaken nicht mehr verlassen. Langsam ging es mir besser und ich konnte wieder am normalen Alltag plus Arbeitsleben teilnehmen. Ich habe das Medikament sehr wiederwillig eingenommen und hatte ebenfalls große Angst vor den Langzeitschäden. Ausgeschlichen habe ich das AD ganz ganz langsam und habe danach mit Johanniskraut gute Erfahrungen gemacht, ist aber mit Triptanen mit Vorsicht zu genießen. Fazit, ohne AD und kombinierter Psychotherapie/Verhaltenstherapie hätte es bei mir sehr schlecht ausgesehen. Was mir in der Zeit ebenfalls hilfreich war, war mein Tanzsport und später Tai chi (ist echt klasse aber aufwendig).
Wie sieht das bei dir aus, gehst du unter Leute oder vermeidest du Kontakte, ich habe mich am Anfang dazu gezwungen Freunde zu treffen. Auf Dauer hat es mir geholfen.
Die aufhellende Wirkung kenne ich manchmal auch bei den Triptanen, bei mir ist es aber meist eine eher relaxte Einstellung für einige Stunden, danach kommt so eine ekelhafte Müdigkeit.
Streß und problematische Arbeitssituationen sind für mich ebenfalls sehr problematisch für mein Allgemeinbefinden.
An einer entsprechenden Einstellung zur meiner Arbeitsstelle bastel ich immer noch.
Laß dich nicht unterkriegen und wäge für dich ab welchen Weg du einschlägst.
LG Susa


  
Jewel2
424 Beiträge

Mi, 06 Jan 2016 09:08
 re: Migräne und Depressionen

Hallo Nella,
wegen der Aminosäuren habe ich mich damals an ein Labor gewandt,http://www.diagnostisches-centrum.de . Mein Hausarzt hat mir das Blut abgenommen, Befund und Therapieempfehlungen habe ich direkt an mich schicken lassen, weil mein Hausarzt das alles doof fand.
Inzwischen gibt es sicher auch andere Labore, die das machen.
Und in eine ähnliche Richtung geht "Was die Seele essen will", hier handelt es sich entgegen dem Titel nicht um ein Ernährungsbuch. sondern darum, mit Nahrungsergänzungsmitteln Stimmungsprobleme zu behandeln. Wobei ich persönlich nicht so unbedarft loslegen würde, wie die Autorin vorschlägt. Ich weiß z.B. inzwischen, dass 5HTP bei mir zu Unruhezuständen bis hin zu Panikattacken führt.
LG
Jewel


  
olive
952 Beiträge

Mi, 06 Jan 2016 15:45


olive
 re: Migräne und Depressionen

Hallo Nella

wenn es dir so deutlich schlechter geht, würde ich mir die Einnahme von AD's trotzdem überlegen.Bei diesen Medikamenten ist das Vorteil-Nachteil-Verhältnis genau abzuwägen.( mit dem Therapeuten zusammen, zu dem man idealerweise ein Vertrauensverhältnis hat )
Besagte Seite , das muss ich leider sagen, ist in meinen Augen gar alarmistisch und macht den Leuten noch mehr Angst, als sie eventuell sowieso schon haben. Besser ist, wie gesagt, eine gute Beziehung zum Therapeuten.

Efexor als SSNRI ist durch seine duale Wirkung schwerer abzusetzen
( Selektiver Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer ) und wird deshalb von mir bekannten Psychiatern nicht mehr so gerne eingesetzt, die Absetzphänomen sind heute bekannt.

Keinesfalls wird jemand , der seriös ist, kritiklos AD's empfehlen, aber sie können oft ein Segen sein.

LG

olive


  
arvi
1.206 Beiträge

Do, 07 Jan 2016 07:42
 re: Migräne und Depressionen

Liebe Nella, liebe Interessierte,

Es gibt das Buch "Neuromythologie", das sich kritisch und wissenschaftlich fundiert u.a. auch mit AD auseinandersetzt, geschrieben von einem Pharmakologie-Forscher. Wurde z.B. auch bei "Bild der Wissenschaft" rezensiert und empfohlen, hat, glaub ich, auch Preise gewonnen. Ist aber nicht ganz leicht zu lesen, aber auch für Laien verständlich.

Mir fällt immer wieder auf, dass ich oft zu wenig Fett esse. Zumal ich auf Restaurants oft angewiesen bin, die in der Regel heutzutage fettarm zubereiten, auch wenn es dann ein Low Carb -essen ist. Ich habe jetzt ein Fischgeschäft entdeckt speziell mit viel fetten Fischen und mich davon die letzten Tage mittags ernährt. Ich merke, wie positiv sich das auf meine Stimmung auswirkt. Auch meinem Kopf geht es sehr gut. Ich habe für mich die Vermutung, dass ich hier noch einiges verbessern kann.
Ich habe auch gerade bei Peter Mersch noch mal nachgelesen, dass insbesondere ketogene Ernährung antidepressive Effekte habe.

Das Problem bei den Antidepressiva sehe ich ähnlich wie mit den Triptanen: sie heben den Serotonin-Spiegel. Allerdings ist der Körper ein Regulationssystem und es bleibt nicht dabei, sondern der Körper reguliert gegen. Auch Kohlenhydrate bewirken über ein erhöhtes Insulin einen Ausstoß von Serotonin. Darauf folgt allerdings durch die körperliche Gegenregulation wieder ein Abfall, der dann die Stimmung wieder verschlechtert. Peter beschreibt, dass diese Serotonin Schwankungen auch die Migräneanfälle hervorrufen können. Deshalb hat man unter Triptanen häufigere Anfälle, auch wenn sie erst mal gut tun. Das Serotoninsystem schwankt eben viel mehr. Der Autor von " Neuromythologie" beschreibt ganz nachvollziehbar, dass das Hirn seine Rezeptoren für Serotonin unter AD reduziert, weshalb mal nach dem absetzen einige Zeit benötigt, bis sich alles wieder eingerenkt hat.

Ich sehe es auch so wie olive , dass man unter Umständen nicht um an die AD herum kommt, würde aber vorher immer alles andere als Alternative ausprobieren zum Beispiel leichter Ausdauersport, Entspannungsübungen und andere Wohlfühlmaßnahmen, vielleicht eben auch das High Fat.

Viele Grüße
arvi


Editiert: Do, 07 Jan 2016 07:43 von arvi
Editiert: Do, 07 Jan 2016 07:44 von arvi

  

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