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AUTOR
THEMA
Arty
58 Beiträge

Do, 16 Mär 2017 11:35
 mein Erfahrungsbericht_Übereinstimmungen mit Peters Theorie

Hallo zusammen,

ich (männl., 39 Jahre, normalgewichtig) habe trotz allg. Lesefaulheit Peter Merschs Buch "Migräne. Heilung ist möglich" ziemlich verschlungen (ebenso die Infos auf dieser Website). Vorneweg schonmal ein herzlichen Dankeschön für das Bereitstellen dieser Website mit den ganzen Informationen und Angeboten. Ich habe mir beim Lesen öfters gedacht, dass ein sehr hoher Recherche, Strukturierungsaufwand zum Verfassen des Buches nötig gewesen sein muss. Und v. a. : unheimliche Forscher-Inspiration für das Herstellen der ganzen Zusammenhänge aus den gemachten Beobachtungen.

Ich selbst bin auf diese Website nicht etwa, weil ich mich zu Migräne infomieren wollte, gestoßen, sondern, weil ich ein für mich seltsames Konglomerat an Symptomen wahrnahm, das zunächst am ehesten auf Unterzucker hindeutete. Migräne schloss ich eher aus, weil ich keine besondere Licht- oder Geräuschempfindlichkeit hatte und weil der Kopfschmerz im Liegen sofort noch spürbarer wurde, d.h. stärker pulsierte, auch beim Bücken bemerkte ich manchmal schon Stunden vorher, dass sich wieder was anbahnt (verstärktes Pulsieren / Druck). Ich mich also nicht wie die meisten Betroffenen gerne im dunklen Zimmer ins Bett legte.

Kopfschmerzen im liegen sollen ja Begleiterscheinung eines Hirntumors sein. Ein MRT fand bei mir statt - ohne Befund.


Mein Hausarzt hatte meine Vermutung bzgl. Unterzucker verworfen, da sich im großen Blutbild kein Hinweis darauf ergab.


Ich habe seit ca. 7 Jahren immer wieder mal mit diesem ausnahmslos rechtsseitigem Kopfschmerz zu tun, merkte jedoch irgendwann, dass ich mit Cola/Spezi hier gegensteuern kann. Später merkte ich, dass auch Kaffee hilft (trinke ansonsten keinen Kaffee). Dieser schien aber nur den Kopfschmerz an sich einzudämmen. Was übrig blieb waren vegetative Symptome wie starke innere Unruhe mit Zittrigkeit, eine, als fahrig empfundene Funktionsweise der Skelettmuskulatur, totale Energielosigkeit, Herzklopfen, teilweise Übelkeit. Ich dachte mir, das ist mehr als nur Kopfschmerz; hier liegt eine drastische hormonelle Schieflage vor. Ich fühle mich wie unter Adrenalin ohne äußerlich erkennbaren Anlass und dennoch völlig energielos. Teilweise wurde während der Attacke meine Oberlippe pelzig (hielt immer für ca. 1 Woche an), als ob sie durch ein Spritze betäubt wurde (Adrenalin als Anästhetikum? Oder ein Trigemnius-Feuerwerk? Oder beides?).

Ein Googlen nach den entsprechenden Stichworten führte mich direkt zu migräneinformation.de. Vieles was ich hier lesen konnte, und dann auch im Buch von Peter, schien sehr in Übereinstimmung mit meinem Erleben zu sein.

Seit einem 3/4 Jahr haben sich diese Energiekrisen-Zustände auf durchschnittlich ca. 14tägig gehäuft, WENN ich NICHT mit Cola oder Zucker gegen steuerte. Allerdings kam selbst dann manchmal doch noch, zeitverzögert, der Kopfschmerz mit all den anderen Symptomen (v. a. wenn ich nach dem Zuckerkonsum unbehelligt weiter stark kognitiv beanspruchenden Tätigkeiten nachging. Teilweise konnte ich durch Würfelzuckereinnahme, immer weitere Stunden problemlos Kopfarbeit fortführen...bis ich spät abends keine Lust mehr auf Zucker hatte).


Aktuell ist es so, dass ich auch zwischendurch, während keine Attacke vorliegt, immer wieder leichtes Druckgefühl, Wärmeempfinden, Pulsieren oder allg. Missempfindungen in der rechen Kopfhälfte verspüre. Die Symptome sind relativ gut zu ertragen und weit weg von einem vollständigen Migräneanfall. Sie wirken wie ganz milde Vorstufen.


Apropos milde Vorstufen: Ich stellte fest, dass in den Jahren vor den ersten Schmerzattacken, zunächst nur Wärme- oder Hitzeempfindungen an der rechten Kopfhälfte oder am rechten Ohr auftraten. Berührte ich das entsprechende Ohr oder die Kopfhälfte stellte ich jedoch keine höhere Temperatur als auf der anderen Seite fest - was mich damals sehr verwunderte.


Was mich bei der Lektüre von Peters Buch auch so aufrüttelte war: In den Jahren vor dieser "Wärme-Symptomatik" stellte ich erstmals Verdauungsschwierigkeiten fest. Ich konnte bis Mitte 20 essen wie ein Scheunendrescher. Plötzlich schaffte ich nur noch eine halbe Pizza, nach Spaghetti oder Weizenprodukten hatte ich oft einen sagenhaften Blähbauch mit hoher Schmerzempfindlichkeit bei Druck gegen die Bauchdecke. Teilweise genügte der Druck der Schwerkraft: Wenn ich mich auf den Rücken legte, konnte ich dann ein Schmerzempfinden im Bauch auszulösen. Ein Milchshake von McDonalds an einem Sommerabend, blähte mich am nächste Morgen zu einem Heißluftballon auf. Essen im allgemeinen, v.a. das Frühstück war oft mehr schwächend als stärkend. Fleisch alleine konnte ich immer sehr gut vertragen.


Das spielte sich alles in den Jahren vor den ersten Schmerzattacken/Energiekrisen ab, welche sich dann im laufe der letzten Jahre vermehrten.


Als ich dann vor ca. einem Jahr zufällig den Zusammenhang mit Zucker feststellte war ich absolut verblüfft. Es war teilweise schier unglaublich, wie eine Tafel Traubenzucker, eine aufkommende Schmerz-Phase innerhalb von Minuten "wegblasen" konnte. Dies habe ich so allerdings nur erlebt, wenn ich den Zucker nahm BEVOR der Schmerz richtig ausgeprägt war - wenn ich merkte, dass eine Art Wahrnehmungsermüdung, -einengung begann, die dem Schmerz vorausging. Der Zucker konnte aber die vegetativen Symptome nicht wegmachen, wenn ich in nahm, NACHDEM diese schon deutlich Einzug hielten. Mir kam es manchmal so vor: Wenn ich frühzeitig Zucker nehme, kann ich die Krise abwenden. Wenn ich Kaffee trinke, kann ich den Kopfschmerz dämpfen oder auch wegbringen. Aber bei ausschließlichem Kaffeetrinken bleiben die vegetativen Symptome bestehen. Die vegetativen Symptome bleiben auch, wenn ich den Zucker zu spät nehme. So als ob die Reaktionskette, nach Ausschüttung der Stresshormone, eben schon losgetreten war und eine Rückbildung zeitlich einfach sehr träge ist - was ich dann mit der im Buch beschriebenen Reaktion der Adrenalinausschüttung zur Glucoseproduktion in Verbindung brachte. Das würde ja Sinn machen, denn Adrenalin kann ja nicht einfach so innerhalb von Minuten wieder abgebaut werden. Die Rückbildung braucht eine Weile, wohl v. a. in körperlicher Ruhe.

Dies sind so meine Beobachtungen, die ich im Laufe der Zeit gemacht habe, die aber vor dem Hintergrund der Info in Peters Buch eine Plausibilität für mich aufweisen. Ich weiß natürlich nicht wirklich, was sich da alles physiologisch in mir da abspielt und versuche eben die Dinge für mich zu ordnen/erklären. Peters Buch erlebe ich hierbei als sehr hilfreich.

Ich mache seit ca. 2,5 Wochen ein Experiment mit ketogener Kost (allerdings auch pro Tag ca. 10g Himbeeren/Erdbeeren und teilweise ein paar kleine Stücke von einem frischen Apfel - rein von den Kohlehydraten dürfte ich insgesamt nicht groß über 20g/Tag kommen). In den zwei Wochen hatte ich, in der 2. Woche, 2x mal krisenhafte Zuspitzungen. Einmal ganz heftig, dann aß ich einen Apfel und konnte schon gleich wieder etwas Kraft finden, nahm dann noch 2 Aspirin (500) und eine Tafel Traubenzucker und war nach ca. 1 Std. wieder ganz gut auf dem Damm und das nach ca. 12 Std. Kopfschmerz. Allerdings konnte ich noch am Tag drauf beim Treppen-hinab-steigen, die Erschütterungen im Kopf rechtsseitig spüren.

Nun habe ich an alle hier noch eine konkrete Frage zum Umgang mit den Migräne-Attacken/Energiekrisen. Natürlich würde ich mich besonders freuen Peters Gedanken dazu erfahren zu dürfen:

Würdet Ihr dazu raten, keinen Traubenzucker/Cola zu nehmen, wenn sich eine Krise anbahnt. Evtl. auch um die Ketose nicht so zu "stören" und vielleicht sogar durch die Energiekrise noch mehr die Ketolysefähigkeit anzuregen. Oder wäre es Eurer Meinung nach ganz "legitim" ruhig den Zucker (nur im Akutfall bzw. kurz vorher) einzunehmen, wenn dadurch ein vollständiger Migräne-Anfall ca. 14 tägig, verhindert werden kann? Die Alternative wäre dann, evtl. 12-24 Stunden total lahmgelegt zu sein (oder mir Triptane verordnen zu lassen). Ansonsten esse ich weitgehend ketogen zwischen den Attacken.

Ich selbst bin froh, das Wundermittel "Traubenzucker" in der Hinterhand zu haben, evtl. noch mit dem Essen von Apfel und Nüssen, um nach dem Zuckerschub noch etwas zum nachhaltigeren Verdauen zu haben, das eine niedrigere glykämische Last hat und damit den folgenden Zuckerabfall zu bremsen.
Ich denke bei all dem auch an die Messung, die zeigte, dass bei einer Migräne Attacke der Glucose-Verbrauch im Gehirn um bis zu 200% ansteigt (wenn ich mich recht entsinne). Da scheint es ganz intuitiv zu sein, wenn denn schon der Notfall ausgebrochen und das "Kind in den Brunnen gefallen" ist, die Glucose bereit zu stellen.

Vielen herzlichen Dank an alle, die sich die Zeit nahmen dies zu lesen und v. a. an Peter, der mit seiner Forschung und dem Verfassen des Buches, sowie der Pflege der Website, große Mühen auf sich nahm, um Betroffenen Hilfe zu bieten. Peter, ich habe mich immer wieder gefragt, was wohl alles nötig war, um all die Erkenntnisse für Deine Migräne-Theorie zu sammeln und in Zusammenhang mit Deiner Selbstbeobachtung zu bringen, die ja offenbar einen großen Anteil daran hatte. Und all das, während beinahe die restl. Migräne-Welt andere Hypothesen dazu verfolgte? Mein ganzer Respekt!

Beste Grüße und gute Besserung an alle Betroffenen,
Arty


  



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