Login
migraeneinformation.de-Login
Migräne-Foren
Neue Mitglieder
Allgemein
Ernährung
Rezepte
Medikamente
Erfolgsgeschichten
Intern
Gästebereich
Forum
Forum
Forumsregeln
Anmeldung
Gast-Account
FAQ
Smilie-Funktionen

migraeneinformation.de wünscht frohe Weihnachten und alles Gute für das nächste Jahr!

Am 10.05.2019 feiert migraeneinformation.de sein 15-jähriges Bestehen

Migräne-Forum

Zum Migräne-Forum

Migräne - Heilung ist möglich

Klüger werden und Demenz vermeiden

Wie Übergewicht entsteht ... und wie man es wieder los wird

Zum Migräne-Radar

Migräneanfall bei Migräne Radar melden

Apotheken finden

zur Apothekennotdienstsuche auf aponet.de

Zum Gesundheitslexikon auf aponet.de

Zum Heilpflanzenlexikon auf aponet.de

Zur Arzneimitteldatenbank auf aponet.de

migraeneinformation.deForumMigräne-ForenErnährung
Donnerstag, 09. Juli 2020

Migräne-Forum (www.migforum.de).

 

Zurück zur Forums-ÜbersichtNeueste Beiträge anzeigenZum Forum registrierenHäufig gestellte Fragen

Hier können Sie die verschiedenen Beiträge zum ausgewählten Thema lesen.
Bitte klicken Sie auf Antwort um auf einen Beitrag zu antworten, oder klicken Sie auf Antwort mit Originaltext, um den Original-Beitrag in Ihrer Antwort zu zitieren. Klicken Sie auf Ansicht in Threads, um die gesamte Diskussion als Thread mit den direkten Abhängigkeiten zwischen den Beiträgen anzuschauen.


Ernährung: Diskussionsthema, Flache Ansicht
ThemenübersichtAnsicht in ThreadsVorheriges Thema :: Nächstes Thema 
AUTOR
THEMA
Arty
58 Beiträge

Di, 21 Mär 2017 11:19
 wackelige Beine und ketogene Kost

Hallo,

jetzt sind es ca. 3 Wochen seit ich mich weitgehend ketogen ernähre.

Am Ende der ersten Woche konnte ich kaum mehr Joggen. Seit dem habe ich auch mit dem Joggen aufgehört, weil ich mich nicht überlasten will. Ich denke mir, dass ich noch etwas abwarte bis sich mein Körper mehr an die neue Ernährungsweise gewöhnt hat.

Teilweise fühlt ich mich sehr schwach, geistig nur wenig präsent und die Waden fühlen sich zittrig an, wenn ich mich bewege.
Gestern abend habe ich mit der Einnahme von 400mg Magnesium 1x täglich begonnen. Bin gespannt, ob das eine Besserung gegen die Muskelschwäche bringt.

Habt ihr dazu Erfahrungen?

Grüße,
Arty


  
Jewel2
424 Beiträge

Mi, 22 Mär 2017 09:03
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Hallo arty,
je nachdem, wie "gesund" Du sonst so bist, ist das nicht ungewöhnlich für die Umstellungsphase. Ich selbst war von der Migräne abgesehen auch sonst ziemlich am Boden und bei mir hat die Umstellung über ein halbes Jahr gedauert, bis an leichten Sport überhaupt auch nur zu denken war.
Wenn Du hier im Forum in alten Beiträgen stöberst, wirst Du sehr oft auf dieses Phänomen stoßen.
Sehr gut über die diversen Umstellungsphasen des Körpers berichtet Harry Hirsch. Er hat das wirklich bis heute durchgezogen und es geht ihm inzwischen richtig gut damit. Die alten Beiträge im Forum sind generell eine wahre Fundgrube an hilfreichen Dingen. Eigentlich war fast alles schon mal da - leider kann ich mich nicht erinnern, dass jemand das Pulsieren auf der Migräne-Seite hatte, von dem Du glaube ich in einem anderen Beitrag schreibst.
LG
Jewel


  
Arty
58 Beiträge

Di, 28 Mär 2017 12:06
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Hallo Jewel,

vielen Dank fürs Teilen deiner Erfahrung. Ein halbes Jahr Umstellungsphase bis leichter Sport möglich ist. Das ist ganz schön lange...
Ich habe vor ca. 4 Wochen mit ketogener Ernäherung begonnen. Kann aber leider noch keine Besserung der Attackenhäufigkeit feststellen.

Wie lang hat es bei dir gedauert bis du gemekert hast, dass du ein Nachlassen der Migräne feststellen konntest?

Viele Grüße,
Arty


  
Jewel2
424 Beiträge

Di, 28 Mär 2017 20:59
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Hallo arty,

leider gehöre ich zu denen, bei denen die Umstellung migräne-mäßig nichts gebracht hat. Es gibt aber viele andere, denen es geholfen hat. Lies doch mal im Thread "Erfolge". Allerdings dort bitte nichts reinschreiben, da wir dort nicht diskutieren möchte. Der Teil dient nur dazu, dass einzelne ihre Erfolge berichten. Wie gesagt, wenn Du etwas im Forum forschst, wirst Du sehen, dass eigentlich alle Fragen schon da waren und auch beantwortet wurden.
Arvi oder Harry Hirsch haben z.B. viel geschrieben und sehr gute Erfolge erzielt, aber auch andere. Harry schreibt auch darüber, wie es ihm mit Sport nach der Umstellung ging.
VG
Jewel


  
HarryHirsch
1.417 Beiträge

Mi, 29 Mär 2017 08:43
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Hallo Arty,

ich schaue nur noch ganz selten hier rein.
Wie Jewel schon beschrieben hat, habe ich meine Geschichte jahresweise dokumentiert
und auch hinterher nichts geändert. Auch incl. eventueller Irrwege.

Generell muss man so eine Stoffwechselumstellung langfristig angehen.
Erstes Ziel ist die stabile Versorgung des Gehirns.
Zweites Ziel ist die Beruhigung des Nervensystems und das dauert.
Mein Rat war immer das ein Jahr gnadenlos durchzuziehen, Rückschläge wegstecken
und dann Bilanz zu ziehen. Ich hätte es auch noch nach 1,5 Jahren hinschmeißen
können, es ging mir ja wieder besser, aber ich habe es weiter durchgezogen.
Bin vor der Umstellung viel Rad gefahren und bin nebenher gejoggt.
Das Radfahren musste ich ganz einstellen, weil sehr stoffwechselintensiv
und Joggen war meine Strecke 6,5Km auf der Ebene. Berg hoch und länger war nicht drin.
Man soll Sport in der ersten Zeit eher locker zur Unterstützung machen.
Als es mir besser ging und der Körper sich etwas daran gewöhnt hatte, habe ich wieder
angefangen Rad zu fahren. Ausdauer war gut, aber hohe Leistung ging nicht.
So aus dem Kopf nach 5 Jahren habe ich wieder gezielt Kohlenhydrate für den
Sport eingesetzt und so mache ich es noch heute.
Heute ist meine Ausdauerleistung genial und auf langen Strecken bin ich fast
nicht kaputt zu kriegen (6-10 Stunden MTB). Die Kraft ist auch wieder da.
Vorher schwere chronische Migräne und die stärksten Triptane wirkungslos!!

Wie jetzt der Verlauf ist, kann man schwer sagen.
Je nach Zustand von Deinem Körper schüttelt es den durch, Wolfgang Lutz
rät deshalb zu einem sanften Einstieg.
Jewel hat es schon beschrieben, es gibt leider auch Leute, denen die
Umstellung nichts gebracht hat, geschätzt 1/3.
Deshalb nochmal mein Rat, ein Jahr gnadenlos durchziehen, lesen, feilen, dann Bilanz ziehen
ob es was gebracht hat. Ich fand es sehr spannend.

Viel Glück, Harry


  
Arty
58 Beiträge

Di, 04 Apr 2017 18:09
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Hi Harry Hirsch,

vielen Dank für deinen Input, den ich sehr zu schätzen weiß.

Ich hab mir deine "Bilanzen" durchgelesen und finde sie sehr interessant. Ursprünglich dachte ich: Jetzt mach ich das mal einige Wochen und dann sehe ich, ob mir das gut tut oder nicht. Hmm, vielleicht brauch ich doch nen längeren Atem. Wenn ich nur die aktuelle Entwicklung nach 1 Monat betrachte, dann hats sich drastisch verschlechter (über 100% Steigerung der Attackenhäufigkeit).

Ich werde noch länger dran bleiben und hoffe, dass ich bald wieder mehr Kraft bekomme. Momentan krieg ich schon nach einer halben Stunden spazieren gehen Wadenmuskelkater. Eigentlich geht der grad gar nicht mehr weg. Fühlt sich beim spazieren gehen schon so an, als ob die Beine als Blei wären...

Viele Grüße,
Arty


  
Juli
707 Beiträge

Do, 06 Apr 2017 07:52
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Harry hat immer wieder betont, dass er wirklich sehr viel Fett gegessen hat -
das könnte auch noch ein wichtiger Aspekt sein!
Hast Du mal ausprobiert, die Fettmenge noch zu steigern? Also so, dass Du es noch magst und dass es Dir schmeckt ;-)
außerdem: Salz, Mineralien?


  
Aprikose
1.020 Beiträge

Fr, 07 Apr 2017 18:17
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Liebe Arty,

wenn die Theorie stimmt, dass Migräne durch Energiemangel verstärkt bzw. ausgelöst wird, dann ist nachvollziehbar, dass die Attackenzahl am Anfang nach einer Ernährungsumstellung auch steigen kann. Dein Kopf bekommt keine KH mehr, aber von Ketonen kann er noch nicht leben, vereinfacht gesagt.

Versuche durchzuhalten! Ein Jahr lang, wie Harry immer schreibt....

Es kann dauern, bis sich der Körper umstellt und lernt, von Ketonen zu leben. Vielleicht profitiert er in der Zwischenzeit ein bisschen davon, dass Blutzuckerschwankungen ausbleiben. Aber das Ziel ist die Stoffwechselumstellung.

Kontrollierst Du, ob Du in Ketose bist?

Liebe Grüße
Aprikose


  
Arty
58 Beiträge

Sa, 08 Apr 2017 23:55
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Hi Juli,

danke für den Fett-Tipp. Da hast du einen wahren Punkt getroffen. Ich hab zwar anfangs nicht gewogen und gemessen welche Makronährstoffbilanz ich täglich hatte, bin mir aber sicher, dass es zu wenig Fett war. Ich hab ziemlich schnell ein paar Kilo abgenommen ohne mich hungrig zu fühlen. Als ich dann angefangen habe, genau die Kalorien und Fett/Eiweiß/KHs zu messen fiel mir auf, dass ich tendiere weit unter meinem Tagesbedarf Kalorien einzunehmen und dass ich zwar mit den Kohlenhydraten sehr sparsam war, aber mit dem Fett auch relativ sparsam. Für mich ist es echt anstrengend, auf zwischen 60-70% Fett zu kommen. Der Basiswert ist für mich das Eiweiß: Hier nehme ich an, dass ca. 1g pro 1 Kilo Körpergewicht essen soll. Ich hatte so ca. 80 kg vor der Ketophase - mittlerweile ca. 76 kg - also sollte ich so auf 80g Eiweiß kommen. Außerdem hat mir der beständige Muskelkater Sorgen gemacht. Ich glaube, dass ich am Anfang viel Muskelmasse abgenommen habe. Meine Freundin meinte, dass ich meine ganze Muskulatur verloren hätte :-( Also gegen den Muskelkater dachte ich würde ein bisschen mehr Eiweiß eher gut tun als schaden. Wenn ich dann auf 100g Eiweiß komme, dann sollte ich schon knapp 200g Fett essen. Rülps - dass eine Diät einem derart viel abverlangt, hätt ich vorher auch nicht gedacht ;-)
Jetzt helf ich mit etwas MCT-Öl nach. Als ich den "Fettmangel" erstmals realisierte, hab ich mal einen Tee mit fast 40g Palmfett angereichert. Das war dann auch kein Genuss mehr...

Ich salze ganz gut (z.B. die Eier) ansonsten hab ich mir über Salze und Mineralien noch keine Gedanken gemacht - weiß auch nicht wirklich was/wie ich da prüfen sollte.

Viele Grüße,
Arty


  
Juli
707 Beiträge

So, 09 Apr 2017 07:33
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Hallo Arty!
Zum Glück passt Deine Freundin ein bisschen auf Dich auf! ;-)
Und zum Glück hast Du mir meine Idee nicht übelgenommen, dass Du sowohl zu wenig - als auch zu wenig Fett isst.

Ideen, um Fett zu verstecken:
- Nüsse (KH-arm sind Paranüsse und Macadamianüsse - sehr lecker! Auch für unterwegs! Bitte aber aufpassen - je nach Hersteller: wenn sie Dir ranzig vorkommen, versuch eine andere Marke!
- Rühreier in viel Butter braten!
- Sahne im Tee oder Kaffee (schmeckt sogar ;-))
Spiegeleier mit Bacon und Gemüse mit viel Butter
fetter Käse, da kriegst Du sogar gleichzeitig Calcium und Eiweiß. magst Du sowas?

Falls Du wegen Histamin aufpassen musst, bitte darauf achten, dass er nicht lange gereift ist. Die "alten", würzigen, lange gereiften Sorten können leider einen dicken Kopf machen.

Eine Idee noch von einer wirklich Histamin-geplagten: beim Braten von was-auch-immer: viel Butterschmalz nehmen. Wirklich viel.
ich versuche momentan, mich damit in Ketose zu bringen.
Wenn Du darauf achtest, insgesamt bekömmlich zu essen, ist das fett plötzlich gar nicht mehr unverträglich oder zu viel. ich bin da auch ewig am Tüfteln.
Wenn ich superfrisches Hühnchen- oder Putenfleisch anbrate, kann ich da wirklich viel Butterschmalz verwenden und es schmeckt mir sehr gut. Mit Salz würzen und dann taugt die "Sauce" aus dem kross angebratenem und Fett und Salz sogar einfach so. Nicht geizen ;-)

vielleicht mag das ja Deine Freundin auch ;-)

was auch toll ist: ein Löffel Mandelmus, Haselnussmus etc.,
bitte aber nur, wenn Du Nüsse verträgst - ich möchte Dir mit meinen Tipps nicht zusätzliche Mig-Auslöser unterjubeln!
Kokoschips (ungesüßt) oder Kokosmus, das kann man auch einfach so essen.
Mit diesen Nuss-Musen kann man auch Saucen machen, sie binden ganz gut. ich habe das nur gelesen, vertrage es selbst leider nicht. Aber schreiben geht noch Großes Grinsen


  
Juli
707 Beiträge

So, 09 Apr 2017 07:50
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

hier noch ein Rezept für Dich - eben gefunden:
https://www.living-keto.de/rezepte/mascarpone-sahne-fruehstueck/

Mascarpone gibt es auch ohne Citronensäure. Falls Du da empfindlich bist.
Bei "Süße nach Bedarf" wäre ich vorsichtig: da das Rezept aus einem Keto-Blog stammt, wird da vermutlich Erythrit verwendet oder Stevia, weil das BZ-neutral ist.

Vielleicht brauchst Du aber auch gar keine Süße, wenn Du Dich daran gewöhnt hast. Mir selbst geht es so, dass Sahne und Mascarpone pur dann schon etwas süß schmecken.


Super schmeckt auch fetter Quark (40% Fett) mit ein paar Beeren oder Nüssen, das essen auch einige aus diesem Forum sehr gerne. Bitte aber nicht durch Magerquark ersetzen ;-)
Quark mit Leinöl könntest Du auch mögen.


Editiert: So, 09 Apr 2017 07:55 von Juli

  
annigri
1.115 Beiträge

Mo, 10 Apr 2017 16:01
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

liebe juli, gaaaaaaaanz leckere tipps!!

ich liebe auch meinen butterkaffee am morgen. 60 g butter oder 30 g butter und 30 g Kokosöl mit Kaffee aufmixen. sehr lecker!! und überall schön viel butter dran. dann muss es auch nicht eklig werden ;-)

liebe Aprikose, ich hatte jetzt auch wochenlang einen "einbruch" und bekam auch ganz langsam wieder echt viel Migräne. jetzt bin ich wieder in der Umstellung (immer noch Migräne). freu mich schon auf die ruhigere zeit, die sich hoffentlich bald wieder einstellt).

und dir lieber arty viel spaß beim ausprobieren von mehr fett :))). das ist ne kopfsache. ich kenne das noch. fettarm und viele kh wurde uns jahrzehntelang einbläut ;)). das kopfkino muss sich erstmal ändern.

glg an alle!!


Editiert: Mo, 10 Apr 2017 16:03 von annigri

  
Arty
58 Beiträge

Mo, 10 Apr 2017 23:00
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Hi Juli,

danke für die ganzen Tipps!!!

Mit Butter anbraten, hab ich noch nicht gemacht, dachte immer, dass das ungesund (krebserregend) ist. Bin ich vielleicht auch auf dem Holzweg damit gewesen. Das Kokosfett mag ich manchmal gar nicht mehr. Gestern abend machte ich wieder so ein swimming-chicken Augenzwinkern Hühnchen in Kokosfett schwimmend. Bäh, war zuviel Kokosfett. Heute bin ich auf über 200g Fett gekommen. Ich hab langsam schon ein richtig krankes Verhältnis zum Essen Augenzwinkern alles wird abgewogen und in der fddb Datenbank ausgewertet. Was ich heute neu machte war Avocado zerdrück, Salz und frische Zitrone drauf und Kürbiskernöl dazu. Alles vermischen + fett gebratenes Entrecote. War sehr lecker. Ich hab oft das Problem, dass mir meist 2 Mahlzeiten reichen würdden, aber dann komm ich schlecht auf meine 80g Eiweiß und wenn ich die hab muss ich wieder Fett nachlegen, dass es sich gewaschen hat um auf mind. 60% Fett zu kommen...Macadamias mag ich auch, schmeckten aber tatsächlich manchmal ein bisschen ranzig, muss ich mal andere probieren. Die sind in fettem Quark gut mit ein paar Himbeeren drin. Mandelmus find ich genial, ess ich täglich, am liebsten ein paar Himbeeren dazu mischen und schön verrühren bekommt dann fast einen Marzipan Touch.
MCT-Öl kipp ich morgens in meinen Tee, so gut 10g. SChmeckt verträglicher als Kokosfett. Für fetten Käse bin ich gut zu haben.

Meine Freundin ist übrigens durch meinen Keto-Trip auf Low Carb gekommen. Da hab ich echt Glück. Hab heut so Mandel-Kokos-Konfekt von ihr bekommen, eine richtig fett-süße Sünde (Erythrit) - wow, da explodieren die Süßrezeptoren nach dem strengen Entzug!

Ketose überprüf ich mit Ketostix. Bin meist gut drin. Heute nach dem Radeln und dann fettem Abendsessen hatt ich fast vollen Ausschlag (fort +++ bis ++++). Hatte schon etwas Sorge, dass das zu viel ist. Aber hab gehört, dass nach dem Sport ein Anstieg der Ketose üblich ist.

Viele Grüße,
Arty


  
Juli
707 Beiträge

Mo, 10 Apr 2017 23:10
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Hallo Arty,

mit dem Anbraten habe ich auch schon viel herumprobiert und momentan brate ich Fleisch immer in Butterschmalz an, weil ich den Eindruck habe, dass beim "scharf anbraten" die Butter doch oft verbrennt.
Rühreier oder Spiegeleier brauchen ja keine scharfe Hitze, das Rührei kannst Du ja bei mittlerer Hilfe stocken lassen, das geht mit Butter sehr gut, finde ich. Wenn Du es magst, kannst Du auch noch Butterflöckchen obendrauf zerlaufen lassen.

Das Butterschmalz kann starke Hitze vertragen, ohne zu verbrennen.

ich habe auch eine Abneigung gegen Kokosöl, leider - und vertrage es sehr schlecht, also das ist nix für mich. Wenn Du es nicht magst, lass es weg. Speck anbraten/auslassen und kross braten könnte Dir gefallen.

Am meisten freue ich mich, dass Deine Freundin Dich auch unterstützt und das ist ja echt süß von ihr, dass sie Dir Keto-Pralinen gemacht hat!
und ich finde Dich sehr erfindungsreich - toll, dass es klappt!


Editiert: Mo, 10 Apr 2017 23:11 von Juli

  
Arty
58 Beiträge

Mo, 10 Apr 2017 23:19
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Hi Aprikose,

ja, ich hoffte das auch, dass durch die Umstellung die Häufung der Attacken zustande kam.

Würde zu gerne wissen, ob mein Körper schon keto-adaptiert ist, also die Ketone gut verwerten kann. In Ketose bin ich immer recht gut, manchmal ja schon fast zu stark mit (fort +++, nach körperl. Betätigung).

Insgesamt stellt sich es für mich so dar, dass es v.a. ein Energiemangelzustand ist in den ich da komme und die Kopfschmerzen wie ein Beiwerk sind. Wenn die Heimsuchung zuschlägt, fehlt mir für alles die Kraft, kann teiweise kaum aufrecht sitzen.

Viele Grüße,
Arty


  
Aprikose
1.020 Beiträge

Di, 11 Apr 2017 18:53
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Lieber Arty,

lass mal Betaketone messen. Oder kauf Dir ein entsprechendes Messgerät.

Ketone zu bilden ist leicht. Bis der Körper lernt davon zu leben, kann es dauern.

Konsequenz und Durchhaltevermögen sind die Zauberwörter. Ich erinnere mich an meine Anfänge, da habe ich auf Basis der sofortigen Verbesserungen, die möglicherweise mit dem stabilen Blutzucker zusammenhingen, mit Excel ausgerechnet, wann ich schmerzfrei sein müsste Großes Grinsen . Leider war es nicht so einfach. Trotzdem würde ich es immer wieder so machen. Aber es dauert....

Ich bin Frau, Ü50 und treibe keinen Sport. Du hast es vielleicht leichter. Trotzdem: Harry empfiehlt nicht ohne Grund immer "Ein Jahr probieren und dann weitersehen".

Viele Grüße
Aprikose


  
Arty
58 Beiträge

Do, 13 Apr 2017 16:25
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Lieber Arty,

lass mal Betaketone messen. Oder kauf Dir ein entsprechendes Messgerät.

Ketone zu bilden ist leicht. Bis der Körper lernt davon zu leben, kann es dauern.


Jo, bei mir lebte er anscheinend bisher viel von meinen Muskeln :(

Kannst du noch was zur Messung der Betaketone sagen? Was hat das für Vorteile zu Ketostix und wie schlägst du vor diese Betaketone zu messen?

Viele Grüße,
Arty


  
Arty
58 Beiträge

Do, 13 Apr 2017 16:30

 Cool
 re: wackelige Beine und ketogene Kost



Das Butterschmalz kann starke Hitze vertragen, ohne zu verbrennen.


Das mit dem Butterschmalz werd ich auch mal probieren.

Am meisten freue ich mich, dass Deine Freundin Dich auch unterstützt und das ist ja echt süß von ihr, dass sie Dir Keto-Pralinen gemacht hat!
und ich finde Dich sehr erfindungsreich - toll, dass es klappt!


Ja, die Unterstützung ist schon sehr sehr hilfreich. Danke für das Lob zum "erfindungsreich" sein


Editiert: Do, 13 Apr 2017 16:31 von Arty

  
Aprikose
1.020 Beiträge

Do, 13 Apr 2017 20:02
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Jo, bei mir lebte er anscheinend bisher viel von meinen Muskeln :(

Das heißt, dass er Eiweiß verzuckert. Er kann noch nicht von Ketonen leben. Das wird gerne "Eiweißopfer" genannt.

Kannst du noch was zur Messung der Betaketone sagen? Was hat das für Vorteile zu Ketostix und wie schlägst du vor diese Betaketone zu messen?

Ketostix messen, ob der Körper Ketone ausscheidet. D.h. das sind die Ketone, die er nicht verwertet. Am Anfang vermutlich alle, die er bildet. Später, wenn er die Ketone verwenden kann, wird die Produktion passgenauer, dann kann es sein, dass Ketostix nichts mehr anzeigen, obwohl Du in Ketose bist.

Der Wert der Betaketonen (oder korrekt beta-Hydroxybutyrate) zeigt verlässlicher, inwieweit der Körper die Ketone auch verwendet. Wenn ich mich richtig erinnere, sind sie ein Abfallprodukt des Fettstoffwechsels. Ich hatte dazu mal einen Artikel hier irgendwo verlinkt, aber ich finde ihn auf die Schnelle nicht.

Wie Betaketone messen?

Ich selbst habe eine Zeitlang den Glucomen LX plus verwendet.

Vielleicht hilft Dir das erstmal weiter: http://danielpugge.de/2016/06/21/ketose-messen-ketonkoerper-...bestimmen/.

Diese Themen sind Standarddiskussionsstoff in diversen LCHF-Foren, da findet man sehr viel, wenn man die entsprechenden Begriffe mal googelt.

Migravent gibt es auch in einer Classic-Variante, die würde ich bevorzugen, aber ich bin auch eine ziemliche Nahrungsmittelergänzungsgegnerin. Zumindest was das unspezifische Gießkannenprinzip betrifft. NEMs sind ein komplexes Thema - gibt man von einem Stoff was ins System, wird u.U. das ganze System beeinflusst und es fehlt was an anderer Stelle. Stichwort Magnisium-Kalzium, aber auch Kalium. Ich bin Anhängerin der Idee, dass der Körper zumindest langfristig ohne Zufuhr von außen in ein natürliches Gleichgewicht kommen sollte, und bei diesem Prozess sollte man ihn nicht zu viel stören. Meine persönliche Meinung - das ist einfach eine Glaubenssache bzw. eine Frage der Weltanschauung. Beweisen kann eigentlich keiner so richtig was.

Hier in diesem Forum gibt es aber auch ganz andere Meinungen dazu. Ich denke, da muss jede/r das tun, was für ihn/sie stimmig ist.

Natrium kannst Du übrigens einfach in Form von mehr Salz aufnehmen. Das hat bei mir sogar der Hausarzt nach dem Blutbild geraten.

Du hast Dich gefragt, wie Harry und ich durchhalten - unsere Motivation liegt darin, dass die kohlenhydratarme Ernährung zumindest bei mir das einzige war, was erkennbar Besserung bei meiner sehr schweren, fast oder vielleicht schon ganz chronischen Migräne gebracht hat. Ich habe jetzt wieder ein Leben, noch nicht ganz so unbeschwert, wie ich gern will, aber es ist überhaupt kein Vergleich mit früher. Wenn die Alernative ständige Schmerzen einschl. Erbrechen, Schwäche und häufige Bettlägrigkeit ist, dann ist es keine Frage, durchzuhalten. Mir fiel es auch leicht.

Liebe Grüße
Aprikose


  
Aprikose
1.020 Beiträge

Do, 13 Apr 2017 20:10
 re: wackelige Beine und ketogene Kost

Nachtrag:

ich habe den Beitrag jetzt gefunden: klick

Kirsche hatte sich zum Thema auch schon geäußert: klick

....und dann möchte ich Dir noch eine Portion Geduld schicken. Das ist ein Langstreckenlauf, eher ein Marathon. Es ist gut, wenn Du viel weißt, aber dann muss das alles in den Alltag integriert werden. Es geht ja darum, gut zu leben. Neulich habe ich gelesen: "Das Gras wächst nicht schneller, wenn ich dran ziehe" Großes Grinsen .

Liebe Grüße und allen schöne Ostertage,
Aprikose


  

Vorherige Seite  1 · 2 Nächste Seite



[Zurück]  [Inhalt drucken]  [Inhalt weiterleiten]  [Top]  


©migraeneinformation.de 2004 - 2020