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THEMA
Juli
720 Beiträge

Sa, 25 Mär 2017 08:29
 Schmerzmittel-Entzug

Anlässlich einer Radiusfraktur ("Arm gebrochen") musste ich zwangsläufig drei Tage lang IBU nehmen, zuvor hatte ich schon meine Hemmschwelle, Triptane und IBU zu nehmen, gesenkt, um mich arbeitsfähig/er zu machen.
Ascotop nasal oder 1200mg Ibuprofen konnten manche Anfälle kupieren, wobei aber die Nebenwirkungen bei mir wirklich schlimm sind.
Ich vermute bei mir eine stark ausgeprägte Analgetika-Intoleranz (gegen alle NSAR), deshalb auch mein Ausweichversuch auf Ascotop nasal.
Durch den Armbruch ist dann alles eskaliert. Ich weiß nicht, ob ich wirklich in eine Abhängigkeit/"Übergebrauch" geraten bin oder ob die heftigen Symptome, die in der Woche der OP dann täglich schwerste Migräneanfälle beinahe pünktlich immer wieder provoziert haben, auch "nur" auf das Konto "Nebenwirkungen" zu schieben sind.

hier ein - wie ich finde, sehr guter - Artikel dazu, den ich als Grundlage für meinen Verdacht gelesen hatte: Verfasser ist der Chef der Schmerzklinik Kiel. Da ist dann zu lesen, dass manche Patienten nach 2 Wochen Entzug nicht fassen können, dass sie schmerzfrei aufwachen.
Das musste ich unbedingt versuchen!!! Sofort!!!

Leider war es bei mir nicht so.
Ich habe den Entzug alleine gemacht, weil ich dachte, diese Sensation & Drama mit Klinikaufenthalt, die erspare ich mir. Dort werden die Patienten etwas sediert und ich vermute, dass ich das auch nicht vertragen hätte, bei mir schlagen ja alle Nebenwirkungen voll rein, leider.

Entzug ist also geschafft, ich habe jetzt 8 Wochen absolut keine Triptane und keinerlei andere Schmerzmittel genommen. Harte Nummer, aber ich fand es wichtig, dies nicht unversucht zu lassen.
Manchmal hadere ich mit mir, wenn ganz entsetzliche Migräne kommt, ob ich doch wieder was nehmen soll / "dürfte", aber bisher habe ich es strikt weggelassen, um nicht wieder in diesen Teufelskreis reinzukommen.

Dies nur als Ausschnitt meiner letzten Monate - für den Fall, dass jemand hier Analgetika-induzierte Migräne bei sich vermutet.
Bei mir sind wohl leider doch noch andere Ursachen und Auslöser am Werk.

hier der Artikel: http://www.schmerzklinik.de/wp-content/uploads/2009/02/295-314.pdf

ich hatte überlegt - aus Verzweiflung wegen meiner schweren, fast täglichen Migräne - dort hinzugehen in die Schmerzklinik Kiel, habe dann aber in einem Interview mit dem Klinikchef gehört, dass es absolut nichts von KH-Restriktion oder anderen Diäten hält.
Dann habe ich diese Idee verworfen, da die Passage des Interviews so klang, als würde es darauf herauslaufen, dass dann bei "Therapieversagen" sowieso meine Ernährung als Sündenbock herangezogen würde.
da man ja auch während eines Klinikaufenthaltes etwas essen möchte, wird es dort nicht möglich sein, "gegen die Ansichten der Klinikleitung" da Extrawürste zu bestellen.
Das fand ich sehr sehr enttäuschend, zumal viele auf der Website veröffentlichte Artikel mir sehr fundiert erschienen und gute Ansätze und Details beinhalten.
KH als Migräne-Behandlung, das geht aber gar nicht.


Editiert: Sa, 25 Mär 2017 08:38 von Juli
Editiert: Sa, 25 Mär 2017 08:44 von Juli

  
annigri
1.115 Beiträge

Mo, 27 Mär 2017 16:18
 re: Schmerzmittel-Entzug

Liebe Juli,

ach mensch ... da hast du ja einiges durchgemacht!!!!

wie geht es dir denn jetzt ohne tabl? wie oft hast du denn nun noch Migräne/ks? hat es garkeine verbesserung gebracht?

und wenn du durch die kh-arme Ernährung auch keine verbesserung verspürst, warum machst du es weiter?

mipros, Histamin, gluten hattest du ja, glaube ich, auch schon weggelassen, oder?

glg und ich wünsch dir gute Besserung!!!


  
Juli
720 Beiträge

Mo, 27 Mär 2017 22:33
 re: Schmerzmittel-Entzug

Liebe Anja,

natürlich ist es hart, die weiterhin häufig auftretende Migräne ohne Medikamente zu überstehen. ich entscheide es aber nicht generell, "nie mehr" etwas zu nehmen - eher van Mal zu Mal.
leider ist es bei mir sehr häufig.

Dass es durch die KH-arme Ernährung nicht weg ist, heißt ja nicht unbedingt, dass das nihts bringt, sondern ich vermute, dass es noch mehr Auslöser und Gründe gibt: Hormone und Unverträglichkeiten. Mindestens.

Wenn ich KH esse, wird vieles schlimmer, weil mein BZ-Spiegel sehr labil ist. Meine letzten Versuche waren mit Karottensaft oder Knäckebrot, es schien zuerst zu helfen/mich zu beschleunigen, endete aber in grauenvoller Dauermigräne, Heißhunger und sogar ein Unfall ist passiert vor Hunger/Unterzucker. Also das ist keine Option. Es erscheint mir nicht als Lösung.

Vorhin hat mir ein Arzt geantwortet, den ich wegen bioidentischen Hormonen angeschrieben hatte, er hat mir irgendwelche Aura-Behandlungen aufgeschwatzt. was für ein Unfug.
Falls mir jemand einen Rat geben kann, wer dafür gut ist, wäre ich dankbar.

Ich drücke mich um Deine Frage herum, wie oft ich Migräne habe. ich notiere es nicht, um nicht zu verzweifeln.
hab wieder angefangen, Fleisch zu essen. Pute oder Huhn. Es scheint besser zu gehen als Eier, die habe ich weggelassen. Aber wenn das Fleisch nicht ganz superfrisch ist, dann gute Nacht. und man sieht es oft nicht. Das nur zu Histamin. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt nicht alles. Ich merke große Unterschiede je nach Hersteller/Marke. All das finde ich ziemlich schwierig.

ich werde mir in den nächsten Tagen mal in Ruhe Harrys Bericht durchlesen.

liebe Grüße!


  
Kurike
287 Beiträge

Di, 28 Mär 2017 10:55
 re: Schmerzmittel-Entzug

Liebe Juli,
das hört sich wirklich furchtbar an. Dass du so keine Besserung bekommst, obwohl du soviel unternommen hast.

Hast du gegen die Histaminintoleranz schon mal die Daosinkapseln ausprobiert. Damit hättest du vielleicht ein wenig Erleichterung?

Da ich auch unter HI leide, bin ich froh, dass es die Kapseln gibt.

Liebe Grüße von Ulrike


Editiert: Di, 28 Mär 2017 21:11 von Kurike

  
gomera47
896 Beiträge

Di, 28 Mär 2017 18:05


gomera47
 re: Schmerzmittel-Entzug

Liebe Juli,
Du tust mir so leid nach Deinem Bericht.
Diese verdammte Migräne ist die Hölle für die Betroffenen.
Man versucht so viel, ich hatte auch fast alles durch, und bekommt viele Tipps.
Aber das schwierige ist, was dem Einen hilft nützt dem Anderen gar nichts.
Hast Du mal Kontakt mit der Migräne Klinik in Königstein aufgenommen?
Es hatte vor Jahren bei mir nicht den durchschlagenden Erfolg gebracht, wie alles Andere auch nicht.
Aber die Leute sind recht gut und aufgeschlossen mit der Ernährung.
Viele haben dort Ihren Weg gefunden!
Ich habe mich mein halbes Leben gequält mit Null Erfolg
und allmählich wird es weniger bei mir im fortgeschrittenen Alter.
Das sagte damals mein Neurologe.
Allerdings haben ja viele durch die KH arme Ernährung große Erfolge gehabt, aber wie gesagt lange nicht alle, weil dieses Krankheitsbild so komplex und schwierig zu ergründen ist.
Bei Harry war es klar und eindeutig die falsche Ernährung, der Glückliche hat es mit viel Ausdauer und Geduld und Verzweiflung herausgefunden.
Aber gib den Mut nicht auf, in den Wechseljahren ist es in der Regel am Schlimmsten.
Ich wünsche Dir Erfolg und alles Gute. Gomera


  
Juli
720 Beiträge

Sa, 01 Apr 2017 09:08

 Cool
 re: Schmerzmittel-Entzug


Hast du gegen die Histaminintoleranz schon mal die Daosinkapseln ausprobiert. Damit hättest du vielleicht ein wenig Erleichterung?


Liebe Ulrike,
danke, dass Du mir geschrieben hast. Bei mir haben die Daosin-Kapseln nicht den entscheidenden Erfolg gebracht, ich vermute aber, dass sie eigentlich "richtig sind", aber nicht die Migräne verhindern, wenn es noch mehr/andere/zusätzliche Auslöser gibt.
Ich habe es dann aus Kostengründen aufgehört, weil bis zu 5 Kps. pro Mahlzeit echt ins Geld gingen ;-)

ich finde es echt toll, dass sie bei Dir helfen!! das gehört gefeiert!


  
Juli
720 Beiträge

Sa, 01 Apr 2017 09:23
 re: Schmerzmittel-Entzug

Liebe Juli,
Du tust mir so leid nach Deinem Bericht.
Diese verdammte Migräne ist die Hölle für die Betroffenen.
Man versucht so viel, ich hatte auch fast alles durch, und bekommt viele Tipps.
Aber das schwierige ist, was dem Einen hilft nützt dem Anderen gar nichts.

Liebe Gomera,
mich macht das ein bisschen verlegen - ich wollte gar kein Mitleid erregen. ich denk dann immer, ob ich ein wehleidiger Jammerlappen bin€denn das führt ja nicht weiter. Aber ich hab mich wirklich total gefreut, dass Ihr mir hier geschrieben habt, obwohl ich lange nichts Öffentliches mehr hier reingeschrieben hatte. Vielen lieben Dank!!

Hast Du mal Kontakt mit der Migräne Klinik in Königstein aufgenommen?
Es hatte vor Jahren bei mir nicht den durchschlagenden Erfolg gebracht, wie alles Andere auch nicht.
Aber die Leute sind recht gut und aufgeschlossen mit der Ernährung.
Viele haben dort Ihren Weg gefunden!

Ich habe mir mal die Website angeschaut, dann erschien es mir aber irgendwie zu "schablonenhaft" oder jedenfalls habe ich dann eher versucht, ob Kiel was wäre für mich, aber dort wird ja die KH-arme Ernährung nicht propagiert. deshalb dachte ich mir, wenn ich dort (während eines Aufenthaltes) versuche, weiterhin wenig KH zu essen, werden sie das dort als Ursache für meine Migräne beschuldigen!!! ich war entsetzt. hatte in einem Interview gehört, dass der Klinikleiter den KH-Verzicht für Quatsch hält, weil die Migräne eine eigenständige neurologische Erkrankung sei und nicht abhängig sei von Ernährung. Das hat mich ziemlich entmutigt€.ich war schon fast soweit, da hinzugehen ;-)


Allerdings haben ja viele durch die KH arme Ernährung große Erfolge gehabt, aber wie gesagt lange nicht alle, weil dieses Krankheitsbild so komplex und schwierig zu ergründen ist.
Bei Harry war es klar und eindeutig die falsche Ernährung, der Glückliche hat es mit viel Ausdauer und Geduld und Verzweiflung herausgefunden.

Ich denke, das Schwierige ist, wenn außer der Ernährung noch weitere Ursachen da vor sich hinbrodeln - dann tüfteln wir am Essen und denken, es bringt nichts. Aber vielleicht ist es doch "richtig", es muss nur noch etwas anderes herausgefunden werden als Ursache/Auslöser.

Bei mir sind das - glaub ich - Hormone und Unverträglichkeiten.
Ich weiß nicht, was ich in Königstein essen "soll". es ist für mich schon zu Hause nicht einfach, "verträglich" zu essen.
Auch deshalb war ich in diesen Kreislauf mit den zu vielen Schmerzmitteln geraten. Aber das kann ja nicht die Lösung sein. Es verwischt und vernebelt nur die Sicht und Beobachtungsfähigkeit, weil sich dann Nebenwirkungen und "Gewöhnung"/Abhängigkeit symptomatisch mit hineinmischen ins Geschehen.
In Kiel schreiben sie, dass schon bei mehr als 10x / Monat ein Übergebrauch von Schmerzmitteln vorliege.
das habe ich im Januar eindeutig übertroffen (auch erst recht noch wegen des Armbruchs) und deshalb die Notbremse gezogen.

Wegen der Ernährung habe ich noch etwas herausgefunden bzgl. Sulfat/Sulfit, das werde ich noch beobachten und hier irgendwo reinschreiben.

danke für Eure lieben und guten Wünsche. Es ist wirklich sehr viel wert und sehr hilfreich, wenn es trotz der Häufigkeit der Anfälle noch Menschen gibt, die dafür Verständnis haben und einen nicht "beschuldigen" oder dissen.
wir geben nicht auf.
Und ich denke an Harry auf seinem Rad, der keine Migräne mehr hat. danke, Harry, dass Du hier noch reinschaust und uns teilhaben lässt€.
es geht immer um die Hoffnung, die Vision. Auch im größten Schlamassel ;-)


  
Kurike
287 Beiträge

Mo, 03 Apr 2017 13:54
 re: Schmerzmittel-Entzug

Liebe Juli,

deine Beiträge sind alles andere als wehleidig. Schließlich ist das Forum für einen ehrlichen Austausch richtig und wichtig. Wenn es allen gut ginge, gäbe es das Forum nicht.

Ich habe viel durch die Beiträge in diesem Forum gelernt. Von der Histaminintoleranz habe ich z.B. das erste Mal hier gehört (gelesen).

Bei mir löst die HI keine Migräne aus. Vielleicht geht der ein oder andere Migräneanfall von früher auch auf das HI- Konto. Das will ich nicht ausschließen. Aber mittlerweile sind die Bauchbeschwerden im Vordergrund.
Stress und Hormonumstellung in den Wechseljahren werden wohl die Ursachen dafür sein.
Ausgelöst habe ich die HI vor 5 Jahren mit Einnahme von Leber-Galle-Kräutern. Wäre aber früher oder später sowieso passiert.
Lange Zeit bin ich von einer Gastritis ausgegangen. Vor 1,5 Jahren war ich sicher eine HI zu haben.
Damit kennen sich die Ärzte nicht so gut aus, und so fühlte ich mich nicht ernst genommen. Nachdem der gemessene DAO Wert zu niedrig war, meinte meine Ärztin, die Beschwerden "könnten" "möglicherweise" histaminbedingt sein.

Daher bin ich ganz froh, die Daosin Kapseln zu haben. Es ist nicht immer einfach histaminarm zu essen. Ich nehme aber auch nur 1 -2 Tabletten täglich und hoffe, dass es im Laufe der Zeit wieder etwas besser wird.

Letztes Jahr war ich wegen Burnout zur Reha. Dort wurde auf bestimmte Unverträglichkeiten Rücksicht genommen. Diese Möglichkeiten gibt es glücklicherweise mittlerweile.

Ich wünsche dir, dass du auch deinen Weg findest, und wieder etwas unbeschwerter leben kannst.

Liebe Grüße von Ulrike


Editiert: Mo, 03 Apr 2017 13:56 von Kurike

  
Juli
720 Beiträge

Do, 06 Apr 2017 08:03
 re: Schmerzmittel-Entzug

Liebe Ulrike,

vielen Dank, dass Du das schreibst! Großes Grinsen

Bei mir löst die HI keine Migräne aus. Vielleicht geht der ein oder andere Migräneanfall von früher auch auf das HI- Konto. Das will ich nicht ausschließen. Aber mittlerweile sind die Bauchbeschwerden im Vordergrund.

Das ist ja total spannend.
Am meisten beeindruckt mich, wie Du den Auslöser der HI formulierst:
Ausgelöst habe ich die HI vor 5 Jahren mit Einnahme von Leber-Galle-Kräutern.


Eigentlich könnte ich mir vorstellen, dass die HI dann bei Dir wieder weggeht. Inzwischen gibt es sogar Probiotika, die gezielt so zusammengesetzt sind, dass die Darmflora sich wieder ändert/regeneriert und dann sind da Stämme enthalten, die entweder selbst kein Histamin produzieren oder die dabei helfen, vorhandenes abzubauen. Ich weiß aber noch nicht, ob es was bringt, habe das mal begonnen und es ist bei mir schon etwas Besonderes, dass ich das überhaupt einnehmen kann, ich habe schon so viele Probiotika nicht vertragen!

Super, dass das daosin Dir hilft. Das ist doch klasse! ;-)


  
Kurike
287 Beiträge

Do, 06 Apr 2017 10:51
 re: Schmerzmittel-Entzug

Liebe Juli,
das hoffe ich auch, dass die HI sich wieder bessert.

Dein Tipp mit dem Probiotikum interessiert mich sehr. Das ist klasse, dass du es gut verträgst. Ich wünsche dir, dass es dann auch bei dir besser wird. Könntest du mir den Namen verraten, da ich bisher auch nur schlechte Erfahrungen mit Probiotika gemacht habe.

Gern auch als PN.(von wegen Werbung)

Liebe Grüße von Ulrike


  
Juli
720 Beiträge

Fr, 07 Apr 2017 07:37
 re: Schmerzmittel-Entzug

Ja klar, hab Dir schon geschrieben.


  
Juli
720 Beiträge

Mo, 10 Apr 2017 23:20
 re: Schmerzmittel-Entzug

Heute hatte ich wieder so eine maximale Attacke, es fing gestern gegen Abend an und heute früh wurde es ganz schlimm. Jetzt am Abend ist es weniger. In meinem Kopf pfeift es.
Ich habe geschafft, keine Medikamente zu nehmen und keinen Zucker / kein Obst / keine süßen Getränke zu mir zu nehmen.
In so schlimmen Attacken denke ich manchmal an das Kapitel "hinterlässt Migräne Spuren", das Peter geschrieben hat. Es macht mir ein bisschen Angst.

Die Tage davor waren etwas besser - ich hatte das Gefühl, dass es gut ist, Eier wegzulassen, Joghurt und Quark total wegzulassen. Eigentlich immer Geflügel (in viel Butterschmalz gebraten) und Salat.
Deshalb war das heute ein übler Rückschlag. Es war schwer, nicht aus Frust KH zu essen, und auch weil mir so übel und verzweifelt war.

Die Ketostix zeigen "Traces", aber nicht immer. keine Ahnung, warum da nicht mehr Lila kommt!


Editiert: Mo, 10 Apr 2017 23:21 von Juli

  
annigri
1.115 Beiträge

Di, 11 Apr 2017 09:29
 re: Schmerzmittel-Entzug

oh mann, das tut mir leid. ich kenne diese rückschläge und auch den frust. sehr stark von dir, dem kh-gluuuuscht zu widerstehen.

die ketosticks, habe ich oft gelesen, zeigen nicht eindeutig an, ob das Gehirn mit Ketonen arbeitet, sondern nur die, die ausgeschieden werden. ein Messgerät soll eindeutiger sein. keine Ahnung, ob das stimmt. mir ist das Messgerät (vorallem die teststreifen dazu) zu teuer. ich denke doch, wenn keine kh zugeführt werden, werden auf alle fälle Ketone gebildet, oder?

auf alle fälle gute Besserung juli!! denk nicht an die evtentullen Nachwirkungen. kannst ja eh nix machen. vllt ist es so, vllt nicht. du tust ja alles dafür, weniger mig zu haben. mehr kannst du nicht machen. alles andere ist der lauf des lebens.

glg anja


  
Juli
720 Beiträge

So, 23 Apr 2017 10:13
 re: Schmerzmittel-Entzug

die ketosticks, habe ich oft gelesen, zeigen nicht eindeutig an, ob das Gehirn mit Ketonen arbeitet, sondern nur die, die ausgeschieden werden. ein Messgerät soll eindeutiger sein. keine Ahnung, ob das stimmt. mir ist das Messgerät (vorallem die teststreifen dazu) zu teuer. ich denke doch, wenn keine kh zugeführt werden, werden auf alle fälle Ketone gebildet, oder?

Mir war das bisher auch zu teuer und zu umständlich - habe gestern beschlossen, doch keine neuen Ketostix zu bestellen und statt dessen jeden tag zu versuchen, möglichst wenig KH zu mir zu nehmen. ich denke, dass ich sicher immer unter 30g bin, aber nicht unter 20.

Ich mag nichts abwiegen. Milch im Kaffee messe ich nicht ab, bin aber dazu übergegangen, kleine 1/2-Liter Packungen zu kaufen, dadurch verwende ich seltsamerweise automatisch weniger, sparsamer, kontrollierter, als wenn ich die großen Packungen nehme. Außerdem kann ich durch das Gewicht der Packung dann schätzen, ob ich asketisch genug war oder ob es noch nicht für ein Fleißbildchen reicht ;-))

auf alle fälle gute Besserung juli!! denk nicht an die evtentullen Nachwirkungen. kannst ja eh nix machen. vllt ist es so, vllt nicht. du tust ja alles dafür, weniger mig zu haben. mehr kannst du nicht machen. alles andere ist der lauf des lebens.

Danke liebe Anja. Ich versuche es weiter. Bisher habe ich seit dem 10. Februar keinerlei Triptane oder NSAR mehr genommen. Es ist oft sehr schwer.
Interessanterweise scheint es bei mir notwendig zu sein, Eier wegzulassen. ich habe notgedrungen wieder angefangen, Fleisch zu essen, weil Quark, Käse und Joghurt ja auch nicht gehen.
Die Eier wollte ich nicht hergeben. Es war unvorstellbar für mich, und ich wollte absolut kein Fleisch zubereiten. Aber das Experiment läuft nun. Rind geht nicht gut, Geflügel je nach Frische. Es scheint ein wichtiger Faktor zu sein. Ich werde es beobachten, so gut ich kann.
Weiß nicht, was in den Eiern ist, was mir nicht bekommt: Eiweiß/Eiklar als Histaminliberator? Oder die Sulfite im Ei. Oder beides. keine Ahnung. Aber irgend etwas scheint zu stimmen. Manchmal gibt es bessere Tage. Auch wenn ich noch viele "Fehler" mache, zB Jieper auf Paranüsse oder die erwähnte Milch im Kaffee. Oder wehe, wenn das Fleisch nicht so frisch ist, wie es sein muss. man sieht das ja nicht.


Editiert: Mo, 24 Apr 2017 22:03 von Juli

  
annigri
1.115 Beiträge

Mo, 24 Apr 2017 15:57
 re: Schmerzmittel-Entzug

in Bezug auf Eier kann ich dir sagen: ich vertrage nur eier, wo die Hühner nicht mit soja gefüttert wurden (ich glaube bei demeter wirdohne soja gefüttert.)das KÖNNTE noch ein Anhaltspunkt sein. oder es ist wirklich das eiweiss, wegen HIT.


  
Juli
720 Beiträge

Mo, 24 Apr 2017 22:05
 re: Schmerzmittel-Entzug

Liebe Anja,
danke für den Tipp bzgl. Sojafütterung -
ich werde die demeter-Eier mal ausprobieren.
liebe Grüße!


  
Juli
720 Beiträge

Do, 15 Jun 2017 09:24
 re: Schmerzmittel-Entzug

ich verzichte weiterhin auf Schmerzmittel. Manchmal ist es sehr schwierig und geht über meine Grenzen.
Bei einer OP an der Hand musste ich logischerweise eine Narkose in Kauf nehmen - das war teuer ;-)
Es werden während der OP Opiate gegeben, um den Schmerz auszuschalten, während man schläft.
Mir geht es danach wirklich schlecht, also ich vertrage den ganzen Krams absolut nicht. Daher dann postoperativ ohne Schmerzmittel, um die Nebenwirkungen/Nachwirkungen nicht noch in die Länge zu ziehen.

Migräneanfälle versuche ich auch irgendwie ohne Triptane / ohne NSAR zu überstehen, manchmal geht es über meine Kräfte, aber pragmatisch gesehen sind die Nebenwirkungen bei mir so heftig, dass ich das dann eben ohne versuche.

Kein Modell, nur (momentane) Notlösung im Versuch, jeweils das geringere Übel zu erkennen.
Wenn man die Medikamente verträgt, ohne dadurch neue Migräne oder heftige Histaminsymptome inkl. psychischer Symptome zu provozieren, finde ich es sehr komfortabel, auch mal eine chemische Keule anwenden zu können. Zumindest die Möglichkeit zu haben.
Ich schreibe das absichtlich so dazu, weil mein Ziel nicht ist, hier zu missionieren und alle Medikamente zu verteufeln. In manchen Situationen kann man froh sein, welche nehmen zu können, wenn man sie einigermaßen verträgt.


  
annigri
1.115 Beiträge

So, 25 Jun 2017 17:51
 re: Schmerzmittel-Entzug

Ganz ohne Medis....wow Juli. Das könnte ich nicht. Aber wahrscheinl kann man mehr, als man denkt....wenn man muss. :-(((

Darf ich fragen, ob deine Attacken seit dem Entzug weniger wurden und wieviele du jetzt hast?

Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und eine Besserung!!!!! Glg Anja


  
Juli
720 Beiträge

Fr, 30 Jun 2017 08:50
 re: Schmerzmittel-Entzug

Ganz ohne Medis....wow Juli. Das könnte ich nicht. Aber wahrscheinl kann man mehr, als man denkt....wenn man muss. :-(((

Ich kann es auch nicht "immer". Vorgestern hatte ich eine so schlimme Migräne ausgebrütet, dass ich nachts um 2 doch beschlossen habe, ein Triptanspray zu nehmen. Seit Februar habe ich das zweimal gemacht. Das Kriterium für sowas ist natürlich schwammig: "es nicht mehr aushalten zu können" und am nächsten tag viel schaffen zu müssen, hm, ich wusste dann auch nicht, ob ich das nun anwenden "darf", zumal die Nebenwirkungen auch heftig sind. Aber es gibt ja kein Gesetz dafür ;-)


Die Attacke kam . glaube ich - daher, dass ich etwas mit dem Essen ausprobiert hatte. ich hatte ganz plötzlich Gelüste auf Blutwurst und Käse und habe das ausprobiert. Blutwurst kann Eisenmangel auffüllen und den habe ich immer latent.
Käse gab es aus dem Türkenladen, ohne Zusätze, so ein gummiartiger Käse, den habe ich mit Butter und Salat gegessen.
Aber das alles enthält wohl zu viel Tyramin / Histamin für mich. Heute habe ich fast wieder Migräne, gestern Abend gab es zwar keine Wurst, aber etwas Käse, weil ich nicht satt war.

Ich denke, bei mir geht es nicht allein durch den Verzicht auf Schmerzmittel.
Die Ernährung / Unverträglichkeiten sind leider nicht zu leugnen oder einfach zu ignorieren.
Es ist schwierig, wenn man mal Lust auf einen anderen Geschmack hat.

Die selbstgebackenen Leinsamenbrötchen gehen aber.
ich wollte Käse und Wurst versuchen, um nicht so viel Butter immer zu brauchen. Und mehr als 2 Spiegeleier mag ich nicht essen. Aber bisher habe ich noch keine weiteren Möglichkeiten, die mir etwas mehr Freiheit erlauben. ich kann nicht immer braten und ewig zubereiten, spülen etc., auch wegen der Arbeit€.und ich würde auch gerne mal wegfahren können, wenigstens ganz kurz ;-)


  
Juli
720 Beiträge

Sa, 14 Okt 2017 22:50
 re: Schmerzmittel-Entzug

Heute wieder einen starken Migräneanfall ohne Medikamente überstanden. da ich nicht arbeiten musste, habe ich mich so stundenweise weitergehangelt und hatte aber das Triptanspray dabei, um es zur Not nehmen zu können, falls ich das gar nicht mehr aushalte .
Ich glaube, dass es von einem Quarkprodukt kam, das ich gestern ausprobiert habe. Da war Molkenprotein und noch Kulturen reingemischt. Super für Sportler. Ich habe so großen Hunger auf Protein und versuche immer Wege, wie ich das reinkriege.

Jetzt bin ich völlig erschöpft.
Abends habe ich mich noch zum Sport gezwungen, ich habe ausprobiert, ob Krafttraining vielleicht durch das "Pumpen" hilft, dass die Gefäße sich wieder normal zusammenziehen.

Vielleicht klingt das komisch, weil man ja eigentlich mit starker Migräne keinen Sport mehr schafft. Aber es ist wie ein Kampf für mich. Als ob ich wirklich aus Leibeskräften versuche, möglichst selten die Triptane zu nehmen.

Ich werde oft sauer und mutlos, wenn ich lese, dass man bei so vielen Unverträglichkeiten die Kartoffel-Reis-Diät probieren soll.
Das mache ich nicht.

Im letzten Jahr habe ich versucht, mit weniger Protein auszukommen und das hilft mir aber nicht. Bei LCHF soll man ja nur ca. 1 g Protein pro kg KG zu sich nehmen.

Immerhin ist der Kopf jetzt etwas besser.
Man kann immer nur einen Tag leben. manchmal nur eine Stunde. und dann die nächste.
Heute Abend nach dem Training habe ich Eier und Salat und Quark gegessen. Mein Kopf ist wie besoffen oder verkatert, das erlebe ich oft so, wenn eine schwere Migräne endlich abzieht.

Vielleicht finde ich doch eine Möglichkeit, noch andere Proteine auszuprobieren. Aber Kartoffel reis Diät mache ich nicht.


  

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