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carmen0307
5 Beiträge

Mi, 04 Sep 2019 23:37
 re: Hallo

Hallo,
ich klinke mich hier jetzt einfach ein. Ich war bisher 12 Jahre lang nur Leserin des Forums.
Nun meine ich ,dass es vielleicht doch hilfreich wäre, wenn ich meine Erfahrungen mitteile.
Vor 12 Jahren, nach einem Migräne "Martyrium" seit ich 19 war, bin ich auf diese Seite gestoßen. Ich hatte wieder einmal einen sehr heftigen Migräneanfall mit starken Schmerzen und mehrmaligem Erbrechen. Dazu kommen ja meistens Kreislaufbeschwerden und totale Schlappheit. Ich konnte immer 2 Tage nichts essen und einen Tag lang noch nicht mal ein paar Schlucke Wasser trinken. Am frühen Morgen nachdem ich das Schlimmste überstanden hatte, habe ich im Netz nachgeforscht. Ich hoffte einfach, dass es noch irgendetwas gibt, das mir helfen kann. Triptane hatten mir nur am Anfang geholfen, die Wirkung ließ aber nach einigen Monaten rapide nach. Ansonsten habe ich von Entspannungstherapien über verschiedenste Schmerzmittel Vieles ausprobiert. Am Anfang immer mit dem Enthusiasmus der behandelden Ärzte "gegen Migräne kann man doch so gut etwas machen".
Nachdem ich an diesem Morgen die Infos der Seite gelesen hatte, fing ich sofort mit der ketogenen Diät an. Ich war ein Kohlenhydrat "Junkie" und verzichtete von einem Tag auf den anderen weitgehend darauf. Am nächsten Tag hatte ich das Gefühl, dass mein Kopf so frei wie seit ewigen Zeiten nicht mehr war. Deshalb habe ich die Diät weitergeführt und mit Ketostix kontrolliert. Am Anfang dauerte es 3-4 Tage ehe überhaupt Ketonkörper produziert wurden. Und dann ging es mir besser. Man hat aber lange Zeit das Problem, dass der Körper sehr schnell auf die leichter verfügbaren KH zurückgreifen will. Ich habe nach 2-3 Jahren eine deutliche Stabilisierung des Fettstoffwechsels bemerkt. Es ist als ob viele "Stellschrauben" des Stoffwechsels erst wieder zurückgedreht wurden.
Wenn ich Heißhunger auf Süßes hatte, habe ich mir einen Topf Schlagsahne geschlagen und habe eben viele fette Milchprodukte zu mir genommen. Zum Glück geht das bei mir. Ganz nebenbei habe ich in einem Jahr 10kg abgenommen ohne zu hungern. Probleme hatte ich nur mit alten Käsesorten, Eingelegtem, Tomaten usw., was sich als Histaminunverträglichkeit herausstellte. Schlechte Erfahrungen hatte ich auch mit Sojaprodukten und Avocados gemacht. Sojamilch hat weniger KH als Kuhmilch und ich hatte mich darauf "gestürzt". Und Avocados haben bekanntlich viel gutes Fett. Bei mir sind dadurch die Migräneattacken wieder deutlich schlechter geworden. Und was musste ich feststellen, beides ist sehr ungünstig bei Histaminunverträglichkeit. Deshalb denke ich, wenn die Diät nicht funktioniert, sollten solche Punkte auch überprüft werden.
Nach 3-4 Jahren konnte ich auch schon wieder mal ein Stück Torte essen, wenn ich am Tag davor oder danach kohlenhydratarm gegessen habe. Und so ist es bis heute. Ich habe keine starken bzw. beinahe gar keine Migräneanfälle mehr. Und wenn, dann eher einen Kopfdruck. Und das, wenn ich mal "gesündigt" habe. Zu Ostern sind es die Eierlikör Schoko-Eier und zu Weihnachten Krokant-Schokokugeln. Wobei ich in Bezug auf Histamin bei Schokolade sowieso aufpassen muss.
Nachdem ich vor 12 Jahren sehr verzweifelt war und beinahe dachte, wenn ich die Anfälle noch jahrelang ertragen muss, möchte ich fast lieber einfach sterben, sieht es nun ganz anders aus.
Mir hat die inzwischen nur noch kohlenhydratarme Diät (nicht mehr ketogen) meine Lebensqualität zurückgegeben. Ich weiß nicht wo ich heute wäre, wenn ich diese Ernährungsweise nicht angefangen hätte.
Liebe Grüße und viel Mut für alle, die auch mit starker Migräne zu kämpfen haben. Es ist ein langer Weg, der sich aber lohnt.


  
Aprikose
1.020 Beiträge

Mo, 09 Sep 2019 18:42
 re: Hallo

Liebe Carmen,

danke, dass Du hier über Deinen Werdegang und Deinen Erfolg berichtet hast! Das ist wirklich sehr ermutigend. Damit der Beitrag nicht untergeht, schlage ich vor, dass Du ihn zu den Erfolgsgeschichten kopierst: http://www.migraeneinformation.de/molmain/main.php?docid=5&a...mparmnum=2, dort ein neues Thema eröffnen.

Isst Du denn Fleisch? Kommst Du mit der Histaminunverträglichkeit klar, indem Du einfach die genannten Lebensmittel weg lässt oder musst Du noch auf mehr achten? Da gibt es ja viele Abstufungen und Menschen, die sehr eingeschränkt sind, alles frisch kochen müssen etc.

Ich selbst habe leider irgendwann wieder aufgehört mit der kohlenhydratarmen Ernährung, ein Jahr ging es weiter gut, danach wurde es wieder schlechter und leider schaffe ich den Neueinstieg nicht. Außerdem ist bei mir ebenfalls Histaminintoleranz festgestellt worden, das macht es zusätzlich komplizierter.

Aktuell versuche ich zum zweiten Mal eine Auslassdiät. Die erste habe ich mit Reis gemacht, dieses Mal verwende ich Dinkel.

Liebe Grüße
Aprikose


  
carmen0307
5 Beiträge

Di, 10 Sep 2019 15:26
 re: Hallo

Liebe Aprikose,
danke für den netten Empfang.
Meine Migräne ist so gut wie verschwunden. Ich muss allerdings noch aufpassen. Ich denke, dass ich auch nie wieder Kohlenhydrate in Mengen essen kann. Ich kann dafür schon Fleisch essen. Leider vertrage ich ausgerechnet das am besten.
Ich versuche aber aus Tierschutzgründen nur Biofleisch und nicht jeden Tag Fleisch zu essen (muss aber jeder selbst entscheiden). Ich brauche es oft allerdings einfach als Sattmacher weil Getreide, Reis, Nudeln, Kartoffeln usw. fallen ja größtenteils als Alternative weg.
Ich habe jetzt wenigstens einen Nudelersatz bei Rossmann gefunden, "Lizza Pasta" aus Leinsamen (!!!). Etwas gewöhnungsbedürftig, schmeckt eben nussig. Dazu nehme ich einfach geschmolzene Butter und einen Salat.
Mit dem Histamin, das war für mich am Anfang auch nicht einfach. Ich hatte ja erst nach und nach herausgefunden, wo es überall drin ist. Da gibt es eine tolle Seite aus der Schweiz: https://www.histaminintoleranz.ch/de/einleitung_kurzfassung.html
Die sind da glaube ich schon weiter als wir. Zum Glück habe ich nicht eine sehr heftige Histaminintoleranz. Ich kann Einiges schon in kleinen Mengen essen. Schlimm waren allerdings Avocados. Die hätten wegen des Fettgehalts gut gepasst. Aber danach hatte ich wieder einen schlimmen Migräneanfall. Und der Genuss von Tomaten ist leider auch nur sehr begrenzt möglich. Dann , wie schon berichtet, Soja.
Weitere Fragen kann ich gerne beantworten. Ich bin nur nicht jeden Tag auf der Seite.
Liebe Grüße
Carmen


  
Juli
670 Beiträge

Mi, 11 Sep 2019 15:56
 re: Hallo

Hallo liebe Carmen,
danke für Deinen ermutigenden Bericht. Es ist wirklich wichtig, das zu lesen - dass es gelingen kann.


Ich denke, dass ich auch nie wieder Kohlenhydrate in Mengen essen kann. Ich kann dafür schon Fleisch essen. Leider vertrage ich ausgerechnet das am besten.

Bei mir ist das auch so. Ohne Fleisch würde ich überhaupt nicht zurechtkommen. Ich habe aber die KH sehr niedrig geschraubt, und das war bei mir nur möglich, indem ich die Milchprodukte seit 3 Wochen komplett gestrichen habe. Es war sehr schwer, aber auch wegen der Unverträglichkeiten wollte ich diesen Versuch unbedingt beginnen/schaffen/starten und schauen, was passiert. Wobei man sich nicht einreden darf, dass "nur" durch Milch weglassen dann die Migräne weg sein müsste, bloß weil es so schwer war, das zu schaffen. Leider gibt es da noch mehr Faktoren.

Ich habe eine sehr starke Histamin-Intoleranz, leider. Durch meine Ausweichmöglichkeiten (um von den MiPros wegzukommen) habe ich mir erst einmal noch mehr und schlimmere Migräne eingehandelt, aber da bin ich noch am Suchen und Ausprobieren. Avocados habe ich auch im Kühlschrank, aber wenn Carmen schreibt, dass sie die nicht vertragen hat, dann ist das für mich vermutlich auch utopisch.

Mein häufigstes Essen sind Eier mit Salat oder Hühnerbrühe (mit Schenkeln drin) mit Salat.
In den letzten tagen musste ich feststellen, dass ich nicht einmal etwas von der brühe über Nacht aufheben und am nächsten tag essen kann, das macht schon Histaminsymptome. Heute habe ich versucht, etwas von dem Fleisch kalt zu essen, das gestern abend übrig geblieben war, und das war ganz schlimm, also das mache ich nicht wieder. Hätte ja sein können - wenn man es nicht aufwärmt, sondern kalt isst.
Aber man muss froh sein über alles, was man verträgt, ohne Migräne zu bekommen und so hoffe ich, dass bessere Tage kommen, wenn die momentan anrollende Migräne wieder weggeht.

Ich versuche aber aus Tierschutzgründen nur Biofleisch und nicht jeden Tag Fleisch zu essen (muss aber jeder selbst entscheiden). Ich brauche es oft allerdings einfach als Sattmacher .

mit diesem Thema hadere ich ganz viel. Schwierig.

Um in Ketose zu kommen, habe ich (sehr begeistert) Nüsse gegessen, es war so gut und so einfach, aber ich vertrage sie absolut nicht.
Ich möchte nur nicht das Projekt deshalb knicken. Es ist nur umständlicher. Vielleicht gelingt es ja doch. Oft finde ich es sehr umständlich, immer nur zu Hause kochen zu müssen und dadurch so angebunden zu sein.
Das Fleisch aus dem Supermarkt ist (leider) oft frischer Ales das Biofleisch, damit hadere ich oft und probiere noch aus. Die Symptome sind ja gnadenlos deutlich. man muss die (eigenen) "Gesetze" finden und mit ihnen leben lernen. Also ich meine die Zubereitung und Beschaffung und die eigenen Grenzen der Verträglichkeit.

Für mich selbst kommt die Kartoffel-Reis-Diät nicht in Frage, weil mein Blutzucker das nicht puffern kann, ich habe eine inadäquate Insulinausschüttung und das bedeutet, dass ich die KH immer niedrig halten muss.
Mit den Nüssen bin ich gut in Ketose gekommen, so wie Harry Hirsch es geschrieben hat, mit Ausdauertraining und KH unter 20 und viele Nüsse, viel Fett. Momentan aber keine Nüsse mehr, viel Hühnchen, viele Eier, Mayo, Salat. Leider auch viel Migräne.


Editiert: Mi, 11 Sep 2019 16:03 von Juli

  
gomera47
879 Beiträge

Do, 12 Sep 2019 08:18


gomera47
 re: Hallo

Hallo Juli,
Habe nichts mehr von Dir gehört.
Hilft Dir denn das CBD Oel nicht?

Man muß klein anfangen und dann erst steigern.

Es gibt ein CBD Cannabis Forum im Netz, wo die Leute von tollen ERfolgen berichten, gerade bei Migräne.

Kannst auch eine PN schrieben, wenn Dir danach ist.

Du arme Maus musst ja sehr kämpfen. LG Gomera


  
Anna
35 Beiträge

Sa, 14 Sep 2019 11:39
 re: Hallo

Hi Leni,

habe per PN geantwortet :o)


  
Juli
670 Beiträge

Sa, 14 Sep 2019 16:25
 re: Hallo

Hallo Juli,
Habe nichts mehr von Dir gehört.
Hilft Dir denn das CBD Oel nicht?

Nein, ich habe den Eindruck, dass ich es nicht vertrage, also ich kriege eher direkt Migräne davon. Kann an der Öl-Grundlage liegen, also irgend eine Histaminreaktion. Wie so oft bei mir.


  
carmen0307
5 Beiträge

Fr, 20 Sep 2019 14:15
 re: Hallo

Liebe Juli,
Dich hat es ja besonders getroffen. Mit der extremen Histaminunverträglichkeit wird es ja noch schwieriger.
Hast Du denn tatsächlich auch eine Lactoseunverträglichkeit?
Oder hast Du wegen des doch relativ hohen Kohlehydratgehalts von Milch auf diese Produkte verzichtet?
Ich konnte mich mit fetten Milchprodukten wie Butter, Sahne, fette aber junge (!) Käsesorten und natürlich dem griechischen Joghurt mit hohem Fettgehalt ganz gut "retten".
Wobei Käse ja oft gar nicht so viel Lactose enthält. Da ist für uns auch wieder das paradoxe, junge cremige Käsesorten sind weniger histaminhaltig, haben aber mehr Lactose. Andersherum die lange gereiften Hartkäsesorten sind schlecht bei Histaminunverträglichkeit, aber eher verträglich bei Lactoseunverträglichkeit. Wobei Gouda (jung), Feta und Mozarella bei beiden gut funktionieren kann. Da hatte ich auch nie Probleme.
Ich kann aber auch bestätigen, dass die Histaminunverträglichkeit mit der Zeit besser wird.

"Um in Ketose zu kommen, habe ich (sehr begeistert) Nüsse gegessen, es war so gut und so einfach, aber ich vertrage sie absolut nicht."
Das geht mir mit vielen Nüssen auch so. Am besten funtionieren bei mir Mandeln und Paranüsse. Walnüsse, Erdnüsse sind ganz schlecht.

"Die Symptome sind ja gnadenlos deutlich. man muss die (eigenen) "Gesetze" finden und mit ihnen leben lernen. Also ich meine die Zubereitung und Beschaffung und die eigenen Grenzen der Verträglichkeit."
Das kann ich auch nur bestätigen. Was funktioniert und was nicht kann sehr unterschiedlich sein.
Ich hoffe, Du Du den für Dich passenden Weg findest.

Liebe Grüße
Carmen


  

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