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Medikamente: Diskussionsthema, Flache Ansicht
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AUTOR
THEMA
Anna
25 Beiträge

Mo, 07 Jan 2019 07:09
 Aimovig

Hallo,

ist jemand hier der das Medikament ebenfalls nimmt?

Gruß

Anna


  
Juli
654 Beiträge

Mi, 16 Jan 2019 21:54
 re: Aimovig

Wir hatten uns hier ein bisschen darüber "unterhalten" und es haben einige Skepsis geäußert. Erzählst Du uns, wie Du es verträgst und welche Veränderungen Du bemerkst?
ich würde mich freuen!


  
Anna
25 Beiträge

Do, 17 Jan 2019 07:18
 re: Aimovig

Morgen Juli,

ich bin da auch mittlerweile echt skeptisch in Bezug auf Medikamente.
Besonders Aimovig gegenüber. Die Erfahrungswerte fehlen noch und die Medizin "probiert" und prophezeit den großen Durchbruch. Und irgendwie weiss ich auch gar nicht, ob dass , was das Medikament blockiert , nicht auch für irgendwas anderes im Körper gut ist.

Aber da ich mich Ende letzten Jahres im Zustand der absoluten Verwirrtheit und Orientierunglosigkeit befand, probiere ich es jetzt.

Habe am 11.1.2019 die 2. Spritze genommen.
Nach der 1. hatte ich 1/3 weniger Migräne. Die Migräne, die ich hatte war hauptsächlich in Verbindung mit meiner Menstruation.
Meinen letzten Migräneanfall hatte ich vor 13 Tagen. Normal habe ich 3 -4 Tage pro Woche.

Nebenwirkungen bemerke ich nicht, außer ein wenig "Verstopfung", die reguliert sich aber irgendwie von selbst.

Ich vermute, dass die ketogene Ernährung mir auch gut tut. Insbesondere, weil ich es sehr gut schaffe die Verteilung von Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß einzuhalten. Ebenso bin ich sehr Energie geladen und fit.

Ebenso vermute ich, dass es mir tut gut mal 13 Tage lang keine Triptane zu nehmen.

Meine Menstruation steht jetzt an, da bin ich mal gespannt.

Welchen Teil Aimovig jetzt "geschafft" hat, weiss ich nicht, und ob das so bleibt, beobachte ich mal weiter.

Ich bin aber sicher, dass die ketogene Ernährung das Ganze unterstützt und mir gut tut. Allein diese Unabhänigkeit von den Kohlenhydraten und das ausgeschaltete Verlange nach Zucker ist es wert.

Und ich bin froh, dass es dieses Forum und euch gibt :o))))))
Das hilft ungemein!!!!

Viele Grüße

Anna


  
Juli
654 Beiträge

Do, 17 Jan 2019 14:28
 re: Aimovig

Liebe Anna. Das freut mich total, dass es bei Dir klappt mit dem Almovig. 13 Tage ohne Migräne - das ist definitiv SUPER!!!
Welchen Teil davon Almovig geschafft hat, ist momentan weder ergründbar noch wichtig, finde ich. Vielleicht sind diese 13 Tage ohne Mig schon wie urlaub für Dein Nervensystem. Peter und Harry haben davon immer wieder geschrieben, dass das Nervensystem sich beruhigen muss.

Ich habe mich bisher nicht getraut, Erenumab auszuprobieren, weil ich wegen der Nebenwirkung Verstopfung Angst habe, ich hatte damit jahrelang große Probleme infolge einer Antibiotikabehandlung und assoziierten Infektionen. Da muss ich immer aufpassen und auch viel darauf achten. Natürlich weiß ich nicht, wie das dann bei mir wirken würde.

Mir geht es genauso wie Dir, dass ich die KH-arme Ernährung nicht mehr tauschen würde. Immerhin EIN Baustein, der gesichert ist, dadurch, dass wir das ganz gut so finden ;-) - es ist viel wert, wenn man sich nicht so dazu zwingen muss und wenn das selbstverständlich wird.


  
Anna
25 Beiträge

Sa, 19 Jan 2019 10:40
 re: Aimovig

Hey Juli,

finde es auch nicht wichtig, welchen Teil Aimovig geschafft hat.

Danke für die Info, dass Peter und Harry gesagt haben, dass das Nervensystem sich beruhigen muss. ich empfinde genaue das Gleiche.
Mein System braucht Urlaub von den Medikamenten, den Anstrengungen unter Medis zu arbeiten und von all dem Anderen, was drauf einprasselte.

Kann verstehen, dass dir, bei den schlechten Erfahrungen, Aimovig mit der Nebenwirkung Sorge macht.

Bei mir ist es nicht sooo wild. Ich gehe einfach alle ca. 3 Tage auf Toilette. Nehme auch weiterhin mein Magnesium, dass unterstützt ein wenig.

Und den festen Baustein ketogene Ernährung will ich auch nicht mehr missen.
Das hat wirklich "Klick" gemacht in meinem Kopf deswegen ist es einfach eine Selbstverständlichkeit.

Gruß

Anna


  
gomera47
865 Beiträge

Di, 29 Jan 2019 17:00


gomera47
 re: Aimovig

Hallo, schicke Euch mal einen Link zu dem Thema

https://www.n-tv.de/20832816

Hatte die ganze Zeit drauf gewartet, nehme es aber nunmehr vorläufig nicht, weil.....
ich seit einem Jahr von meinem Neurologen ein Antidepressiva, Amytriptillin, bekommen habe, welches
nach all den Monaten tatsächlich gegriffen hat.
Nehme nur Abends eine 25ziger Dosis, lässt auch gut schlafen.
Mir hat in 35 Jahren noch nie etwas geholfen, außer den Triptanen, wonach man hinterher einfach für nichts mehr
zu gebrauchen ist. Kennt ihr ja.
Ich werde mal sehen, wie es weitergeht.
Ansonsten wäre ich auf jeden Fall für die M. Spritze offen.
Liebe Grüße Gomera


  
Kurike
281 Beiträge

Mi, 30 Jan 2019 12:07
 re: Aimovig

Liebe Gomera,
das freut mich sehr, dass du endlich Erleichterung hast von deinen schlimmen Migräneanfällen und wünsche dir, dass es so bleibt.

Viele liebe Grüße von Ulrike


  
gomera47
865 Beiträge

Mi, 30 Jan 2019 19:42


gomera47
 re: Aimovig

Liebe Ulrike,
Vielen Dank für Deine guten Wünsche.!!

Hoffendlich bleibt es so oder wird vielleicht auch noch besser.?
Habe ein schlimmes Jahr hinter mir und jetzt ist es
fast wie Erholung.

Denke mal, Dir geht es gut?
Liebe Grüße Gomera


  
Kurike
281 Beiträge

Do, 31 Jan 2019 10:27
 re: Aimovig

Liebe Gomera,
genau,vielleicht wird es auch noch besser.
Ich drücke dir die Daumen.

Bei mir ist es bezüglich der Migräne ruhig geblieben.
Zum Glück habe ich seit ca 5 Jahren keine Anfälle mehr gehabt. Selbst leichte Kopfschmerzen habe ich kaum noch.

Allerdings nerven mich mehr und mehr die Unverträglichkeiten und die Histaminintoleranz.
Da habe ich bisher noch keine Lösung gefunden.
Bin aber auch noch häufig im Stress.
Kommt Zeit, kommt Rat. :)

Liebe Grüße von Ulrike


  
gomera47
865 Beiträge

Fr, 01 Feb 2019 12:44


gomera47
 re: Aimovig

In diesem Sinne, alles Gute auch für Dich.


  
Kurike
281 Beiträge

Fr, 01 Feb 2019 18:55
 re: Aimovig

Vielen Dank liebe Gomera:)


  
Buntspecht
15 Beiträge

Mi, 13 Mär 2019 20:07
 re: Aimovig

Ich bin auch gespannt, was du uns weiterhin über Aimovig erzälen wirst, Anna.

Amineurin hatte ich auch probiert, gomera47. Das Einschlafen klappte super, aber das Wachwerden nicht. Ich war den ganzen Tag platt. Trotz Kaffee direkt am Bett, noch vor dem Aufstehen, bin ich kaum in die Gänge gekommen. Das hat sich bis zum Abend hingezogen. Wenn ich nachmittags meine Entspannungsübungen gemacht habe, hatte ich dasselbe Problem vom Morgen nochmal. Ich wollte nur noch schlafen.

Daher habe ich das wieder abgesetzt - ganz langsam.


  
Anna
25 Beiträge

Do, 14 Mär 2019 14:48
 re: Aimovig

Hallo Buntspecht,

Aimovig funktioniert bei mir wirklich gut.
Von bis zu 15 Migränetagen im Monat, bin ich runter auf 1-2 an denen ich ein Triptan genommen habe.
An weiteren 1-2 Tagen habe ich lediglich so eine Ahnung von Migräne, so eine Art "Migränevorgefühl", das sich früher zur Migräne entwickelt hat. Jetzt geht dies von alleine weg, oder durch das Trinken von Kaffee mit Koffein oder/und Einnahme von Magnesium.

Meine Triptane wirken normal, habe von vielen gelesen, die nach der Aimovigspritze viel mehr Migräne hatten und die Triptane nicht mehr wirkten.Teilweise ging es wohl auch wieder weg.

Ich habe das Gefühl, dass sich mein System prächtig vom Triptankonsum erholt.
Und wenn ich doch mal ein Triptan nehme, merke ich jetzt sehr deutlich, wie "bedröhnt müde" die machen.

Für mich ist es unglaublich, wie klar ich im Kopf bin und wie viel weniger anstrengend mein Leben ist.
Auch dadurch, dass ich nicht ständig müde durch die Migräne bin.

Ich halte euch auf dem Laufenden :o))))

Viel Grüße

Anna


Editiert: Fr, 15 Mär 2019 07:04 von Anna

  
Juli
654 Beiträge

So, 17 Mär 2019 22:26
 re: Aimovig

Liebe Anna,
das freut mich sehr für Dich, dass das Medilkament bei Dir so gut hilft.
Wie ist es mit den Nebenwirkungen (bzgl. Darmträgheit) weitergegangen?
Hast du noch andere Nebenwirkungen festgestellt?

Lass es Dir weiter gut gehen - ich wünsche Dir viel Erholung von all der Migräne zuvor, und dass sich Dir gute neue Möglichkeiten eröffnen!


  
Anna
25 Beiträge

Mo, 18 Mär 2019 10:49
 re: Aimovig

Morgen Juli,

danke für deine guten Wünsche.

Die Darmtätigkeit ist immer noch langsamer.
Ich regel das damit, dass ich Leinsamen esse/trinke
und zwischen 300 - 600 mg Magnesium (je nach Bedarf, z.B. wenn meine Mens ansteht gerne mehr).

Zu Beginn habe ich den Leinsamen weggelassen, hatte gelesen, dass Peter empfiehlt ballaststoffarm zu essen.

Aber irgendwie komme ich gut damit klar ihn zu essen/trinken und es regelt die Nebenwirkung "Verstopfung" gut für mich.

Manchmal fühle ich mich bisschen aggressiv und reagiere schnell gereizt. Aber das ist alles im grünen Bereich, ob das auch wirklich eine Nebenwirkung ist, weiß ich nicht genau.
Mein Freund musste ein paar "Anschnautzer" ertragen, aber die sind wirklich harmlos und wir lachen nach 1 Minute wieder.

Meinen Neurologen habe ich gefragt, welche Erfahrungen er bei den anderen Migränepatienten macht.

Er sagt, ich bin diejenige, bei der es am besten hilft. Im Schnitt haben die anderen Patienten eine Verbesserung von ca. 1/3 weniger Migränetage.

Vielleicht ist es ja auch eine gute Kombi sich keto zu ernähren und Aimovig zu nehmen. Die Ketoernährng behalte ich bei, ich merke einfach, dass sie mir gut tut. Ab und an sündige ich bewußt, aber dann entziehe ich am nächsten Tag sehr konsequent die Kohlenhydrate und behalte anschließend das Ketogene wieder konsequent bei.
Mein Körper mag dies.

In Bern betreiben sie eine Studie und entwickeln ein Medikament für Migräniker mit Ketonkörpern.

https://www.youtube.com/watch?v=2YzNjIXk_eY

Hat das wer schon von gehört?
Ich verstehe das irgendwie mal wieder nicht. Die ketogene Ernährung wird vielfach verteufelt und trotzdem forschen renommierte Wissenschaftler in diese Richtung.
Da müssten die "Verbohrten" aus dem Norden doch auch mal lockerer und offener werden.

Viele liebe Grüße

Anna


  
Lynn
346 Beiträge

Mo, 18 Mär 2019 14:40
 re: Aimovig

Den Eindruck habe ich nicht, dass ketogene Diät verteufelt wird, sicher nicht von seriösen Wissenschaftler. Aber sie birgt auch Risiken, und man sollte natürlich, wenn man einen Patienten hat, der die Ketogene Diät versuchen will, vorher die Risiken ausschliessen und auf Kontrainduktionen untersuchen. Das wird auch getan.

Dass die Forschung nicht so vorangetrieben wird bzw dass die Ketogene Diät nicht so durchgeführt wird in den Kliniken (jetzt eh , zumindest auf Kinderkliniken, aber da auch nur durch viel Engangment seitens der Charlie Foundation) liegt vermutlich daran, dass man damit nicht so viel Geld verdienen kann.

Künstliche Ketonkörper sind nur dann sinnvoll, wenn man eine Störung des Ketonkörperstoffwechsel hat, sonst stellt der Körper sie selber her, wenn Insulin suppremiert ist, also man in Ketose ist.
Aber natürlich künstliche Ketonkörper lassen sich wieder vermarkten.


  



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