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THEMA
apju
54 Beiträge

Fr, 24 Jan 2020 17:43
 Hat jemand schon mal ein Sartan zur Prophylaxe ausprobiert?

Hi Leute,

siehe Thema! Ich kam darauf, weil mir aufgefallen war, dass meine Mutter seit geraumer Zeit nicht mehr von Kopfschmerzen geplagt wird, die ich der Migräne zugeordnet habe. Sie hat sie zwar mit Novalgin in den Griff bekommen im Regelfall, die tauchten aber relativ oft auf.

Sie meinte, es läge an den Herzmedikamenten. Der Kardiologe, dem ich eine Liste mit ihren Medis hinhielt, meinte, das könne nur der Betablocker sein. Betablocker habe ich drei versucht; sie bewirken, dass ich nicht so schnell ausflippe, aber eher wenig gegen Migräne.

Also, frustrierende Antwort.

Dann habe ich auf Betreiben meiner inneren Stimme ihre Medikamente gegoogelt. Und Bingo! Der Arzt ist nicht up to date, nicht einmal in seinem Fach. Meine Mutter nimmt nämlichCandesartan. Da findet man eine finnische Migränestudie, die das als Prophylaxe untersucht hat. Es wird sogar so schon eingesetzt, bei uns wohl nur "off label". Diese Studie ging 2014 durch alle medizinischen Käseblättchen. Zeitlich passt das Candesartan bei meiner Mutter auch besser zum Verschwinden der Kopfschmerzen als der (Wechsel) des Betablockers. Betablocker nimmt sie schon seit Jahrzehnten.

Ich werde das mit meiner HÄ Anfang Februar mal besprechen. Was mich bisschen stört, ist der Hinweis, den ich las, Candesartan würde sich nicht so gut mit Ibu vertragen (wg Nieren), und das ist mein einziges Schmerzmittel.

Aber wenigstens ist wieder Licht am Ende des Tunnels.

LG

apju


  
Juli
720 Beiträge

Mo, 13 Apr 2020 14:39
 re: Hat jemand schon mal ein Sartan zur Prophylaxe ausprobiert?

Liebe apju, wie ging es weiter mit dem Candesartan? Hast Du es schon ausprobiert?


  
apju
54 Beiträge

Mo, 04 Mai 2020 13:16
 re: Hat jemand schon mal ein Sartan zur Prophylaxe ausprobiert?

Hi Juli, sorry für die späte Antwort, hatte eine Weile nicht mehr vorbeigeschaut.

Also, ich war bei meiner (neuen) HÄ, die ich zu dem Versuch überreden konnte. Eine bei Migräne gebräuchliche Alternative zu Candesartan ist Telmisartan. Das hat sie mir in einer (viel zu) kleinen Packung verschrieben, ich wollte aber mit dem Ausprobieren bis zum Urlaub im Mai warten.

Meine Bedenken waren ja grundsätzlicher Art: Mein Arzt weiß nicht wirklich Bescheid, wie soll also dosiert werden? Ich habe keinen zu hohen Blutdruck und nehme schon einen Betablocker - funktioniert das?

Als erstes habe ich meinen Cousin "konsultiert". Der ist Mediziner und schafft in der Forschung bei Böhringer Ingelheim, im Bereich der Herzmedikamente (!). Daraufhin erzählte er mir, wie er seinen Stress mit irgendeiner bla,bla,bla-Methode in den Griff gekriegt hat. Danke, Thema verfehlt, setzen!

Dann habe ich abgewartet und nicht weiter "geforscht", weil der Februar wie der Januar weiterhin gut war, meines Erachtens dank der Akupressurmatte. Es folgte eine ziemlich schlimme Zeit mit üblen Kopfschmerzen tagelang aufgrund Gastritis, dann wieder häufiger Migräne, aber nicht so stark, bis Gründonnerstag, da waren die weiteren Symptome der Migräne extrem heftig und ich ziemlich verzweifelt. Dem folgte diese superstabile Wetterphase und entsprechend stabil war mein Kopf für zwei Wochen.

Tscha, und dann ging es am 28.04. wieder los und seit dem Tag hatte ich zwei Tage ohne Migräne.

Also habe ich mich wieder meinen Sartan-Fragen zugewandt und gestern auch ohne Urlaub dann mutig damit angefangen. Einfach mal die 20 mg-Tablette, die wohl die niedrigste beim Telmisartan ist, genommen. Ich hatte in dem Kieler Forum gefunden, dass die Gefahr, dass der Blutdruck in den Keller gehen könnte, relativ gering ist und auch beide Medis nebeneinander genommen werden. Doof fand ich es zu lesen, dass es einigen geholfen hat, aber nicht auf Dauer.

Aber vielleicht habe ich ja Glück wie meine Mutter, ich darf halt die Hoffnung nicht aufgeben.

LG

apju


  
Juli
720 Beiträge

Mo, 04 Mai 2020 14:08
 re: Hat jemand schon mal ein Sartan zur Prophylaxe ausprobiert?

Liebe apju,
danke für Deinen Bericht und Deine Antwort.
Da haben sich die Ärzte ja mal wieder von ihrer Glanzseite gezeigt...meine Güte!!!
Zum Glück hattest Du die Idee und den Mut, auf eigene Faust zu recherchieren - interessant, dass Du dann im Kieler Forum fündig geworden bist.
Ich halte Dir die Daumen, dass es wirkt und hilft. Berichte bitte wieder!
Liebe Grüße!


  
apju
54 Beiträge

Mo, 04 Mai 2020 17:20
 re: Hat jemand schon mal ein Sartan zur Prophylaxe ausprobiert?

Juli, wenn man in dem Kieler Forum nach den richtigen Namen der Präparate sucht, findet man Aussagen darüber, dass dort Leute bereits vor mehr als 10 Jahren mit Prophylaxe mittels Sartanen angefangen haben. Häufig taucht der Name Micardis auf.

Irgendwie komme ich mir ärztlich total schlecht versorgt vor.

Vorhin telefonierte ich mit einem alten Schulkameraden, der Psychiater beim Gesundheitsamt ist. Der konnte mir nichts zu den Sartanen bei Migräne sagen, beschrieb mir aber, wie mein Betablocker wirkt (ich hab kein Wort verstanden). Er erwähnte dabei, dass es eine Nebenwirkung von Propranolol sein kann, dass man schneller "außer Puste" kommt. Daraufhin habe ich mir den Beipackzettel gründlich angeschaut und alle möglichen Nebenwirkungen zur Kenntnis genommen (mache ich ja grundsätzlich nicht). Jetzt weiß ich endlich, wieso ich seit Jahren dank Muskelschmerzen und kurzem Atem so schlecht die Treppen hochkomme!!! Gut zu wissen! Echt ey, einem Patienten den Betablocker erhöhen und fast zeitgleich ihn zum Spezialisten schicken, ob er vielleicht Rheuma hat. Ich fasse es nicht, wieso habe ich immer so ein Pech mit den Ärzten?

Aber meine Mutter hat auch vom Lungenfacharzt eine chronische Bronchitis (ständige Hustenanfälle) bescheinigt bekommen, die dann aber mittels Wechsel des Betablockers sofort verschwand. Vielleicht sollten die Ärzte häufiger die Beipackzettel lesen, und nicht die Patienten?

Oder vielleicht mehr computergestütze Diagnostik? Der Arzt gibt alles ein und der Computer blinkt auf und weist daraufhin, dass eine Nebenwirkung oder Wechselwirkung geprüft werden soll. Wie bei manchen Laborzetteln: "Hinweis auf...".

Trotzdem hat mich das jetzt beruhigt, was meine Beschwerden beim Treppensteigen angeht.

LG

apju


  
apju
54 Beiträge

Fr, 18 Sep 2020 14:07
 re: Hat jemand schon mal ein Sartan zur Prophylaxe ausprobiert?

@juli:

Hi Juli,

bei mir hat das Sartan bislang noch nicht viel geholfen. Es kann aber auch einfach sein, dass die Dosis zu gering ist.

Ich hatte ja verschiedene Ärzte im Bekannten- und Verwandtenkreis angesprochen und die "hilfreichste" Antwort war tatsächlich: Probier es einfach aus.

Dann hat eine Freundin das Internet durchforstet und hat mir einen Arzt aufgetan (Privatpraxis, binnen 1 h Stunde zu erreichen), den ich Mitte August aufgesucht habe. Was soll ich sagen, nach langer Zeit mal jemand, der systematisch und logisch vorgeht.

Er fand das mit dem Sartan-Versuch sehr vernünftig, aber nicht die konkreten Versuchsbedingungen: Wegen der Dosis murmelte er leise was von "homöopathisch" in seine Maske, und wann ich das nehmen würde? Ich hatte Weisung der HÄ, es morgens zu nehmen. Da hat er beinahe "nein" gebrüllt: "Sie haben mir doch gerade gesagt, Sie wachen mit Migräne auf, da macht es keinen Sinn, es morgens zu nehmen, da ist doch am wenigsten davon im Körper. Haben Sie der Hausärztin nicht erzählt, dass Sie mit Migräne wach werden?" Hab ich natürlich, das kommt immer beim Thema "Triptane wirken nicht" zur Sprache. Aber bisher hat noch kaum einen Arzt wirklich interessiert, was ich über Migräne erzählt habe.

Also habe ich das mit der Einnahme schon mal geändert auf Einnahme zur Nacht. Erhöhen wollte er noch nicht, weil er noch weiter klären will, was wann wie Migräne bei mir auslöst. Ich hätte eine sehr schöne Gemengelage bei den Kopfschmerzen (da hat er recht).

Was denn die 24-h-Messung des Blutdrucks ergeben hätte? Tscha, so was hatte ich noch nicht (ich laufe bei den Ärzten ja als "die mit dem schön niedrigen Blutdruck" rum). "Wieso denn nicht? Wenn Sie mir erzählen, dass der Migräneanfall bei Ihnen zwischen 3-4 und 6 Uhr entsteht, ist doch völlig klar, dass es bei der Umstellung des Körpers von Nacht- auf Tagbetrieb passiert." Er meinte, dass Blutdruckspitzen um diese Zeit Migräne auslösen könnten, dann wäre ein Sartan eventuell genau das Richtige.

Ich denk: Ja klar, ich und Blutdruckspitzen, die ich immer mit niedrigem Blutdruck unterwegs bin!

Dann bekam ich noch zu hören, ich sei schief (ich weiß), es könnte sein, dass Spannungskopfschmerzen von der HWS Migräne triggerten. Was das Röntgen der HWS gebracht hätte? Na ja, nicht mehr so dolle Bandscheiben hatte mal ein Röntgenbild vor 15 Jahren gezeigt.

Ich habe also Hausaufgaben aufbekommen: Nacken mit Wärme behandeln und Übungen sowie jeden Morgen als erstes den Blutdruck messen.

Zwischenergebnis nach vier Wochen:

- Die Übungen haben leider Kopfschmerzen verursacht, daher habe ich damit aufgehört und mir nen Physiotherapeuten gesucht, außerdem die HWS röntgen lassen: Bingo, ich hab ne Fehlstellung der HWS!

- Mein Blutdruck (jedenfalls der erste Wert) ist deutlich, deutlich höher, wenn ich mit Migräne wach werde. Er geht dann aber irre schnell wieder runter. Jedenfalls "Blutdruck morgens am höchsten und er steigt noch zwei Stunden", wie ich an mehreren Stellen gelesen habe, ist nicht: Bei mir steigt der Blutdruck nicht mehr. Inzwischen kann ich morgens meinen Blutdruck recht sicher abschätzen, einfach anhand dessen, ob und wie mein Kopf weh tut und wie wach ich mich fühle. Werde ich mit klarem Kopf wach und fühle mich auch schon wach, dann ist er niedrig. Ich mach da morgens jetzt immer ein Schätzspiel draus. Heute morgen lag ich wieder total richtig.


Das ist alles sehr spannend, die Fortsetzung folgt im Oktober, da habe ich den nächsten Termin. Jetzt habe ich erstmal am Montag den Termin bei der Physio (die war vorher im Urlaub) und schaue mal, ob ich die HÄ wegen einer 24-h-Blutdruckmessung anhaue.

Der Arzt sagte zwar zum Schluss, ich solle mir nicht zu viel Hoffnung machen, aber er hat immerhin das Licht am Ende des Tunnels angemacht. Und das ist schon was.

LG

apju


  



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