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HarryHirsch
1.417 Beiträge

So, 07 Sep 2008 09:05
 Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Hallo zusammen,
nach einem Jahr Mersch-Diät möchte ich ein Feedback geben.
Das Buch von Peter ist keine reine Lobeshymne auf die KH-arme Ernährung, das Thema Migräne wird ganzheitlich behandelt.
Ich fand mich dort genau als den Typ wieder, der von dieser Diät am ehesten profitieren würde.
Zitat von Peter:
"Am meisten und oft auch am schnellsten profitieren üblicherweise Migränepatienten, die ihre Migräne bei Energiemangelzuständen bekommen, also z. B. bei ausgelassenen Mahlzeiten, nach sehr viel Stress oder großen Anstrengungen".
Zusätzlich lasse ich noch alles aus Kuhmilch weg.

Zustand bis einschliesslich August 2007:
- Fast jeden Monat 6 starke Anfälle.
- Anfallsdauer immer 3 Tage.
- Ca. 6 Triptane pro Monat.
- 40mg und auch 80mg Relpax wirken nicht mehr (richtig).
- Dauerschwindel, Schwindelanfälle, Sehstörungen.
- Mindestens 25-30 Tage Kopfweh pro Monat.
- Sehr starke Verspannungen im Bereich Schulter/Hals/Nacken.
- Jahrelang nur noch 3000 Leukozyten,
ab 2006 nur noch 2800 Leukozyten (Aug.2007 bestimmt noch weniger).
- Eigentlich arbeitsunfähig und fahruntüchtig.
-> kein Leben mehr

Lage nach 1 Jahr Diät:
- Die Anfälle sind sofort auf ca. 2 pro Monat zurück gegangen,
selten 3 und selten 1 Anfall.
- Dauer der Anfälle jetzt wenige Stunden bis max. 2 Tage
- Spezialtabletten (Triptane) brauche ich überhaupt nicht mehr seit Februar/März ,
Aspirin-Migräne hilft, ober ich brauche überhaupt nichts.
- Die Anfälle behindern mich kaum noch.
- Schwindel und Dauerkopfschmerz sind weg.
- Topp Blutwerte (bin jetzt Blutspender LEU 4600-4800).
- Die Verspannungen im Bereich Schulter/Hals/Nacken sind weg.

Mittlerweile geht es mir prächtig.
Bei Peter hat es noch ein weiteres Jahr gedauert, bis er anfallsfrei war.
Glauben tut das niemand, besonders die nicht, die einen vorher zum Psychologen geschickt haben -> mir ist es mittlerweile Wurst.

Die Anfälle haben bis jetzt nicht aufgehört, aber sie werden stetig schwächer. Spürbar ca. alle 2 Monate.
Mittlerweile habe ich in meinem Migränekalender ein neues
Zeichen eingeführt. Weil wenn man mit Migräne Joggen kann ist es laut Definition eigentlich schon keine Migräne mehr.

Natürlich gibt es noch begleitende Massnahmen (z.B. nach den Wirbeln schauen), aber der positive Effekt kommt definitiv von der Ernährungsumstellung.

Alles zu schreiben was ich in dem Jahr erlebt habe, würde locker ein Taschenbuch füllen.

LG Harry


  
Christiane
16 Beiträge

Di, 09 Sep 2008 20:20
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Lieber Harry,

Du sprichst mir aus der Seele. Es ist unglaublich wie gut es mir geht. Meine Laborwerte sind wunderbar und die Migräne hält sich mehr und mehr in Grenzen, die Anfälle sind selten und im Verlauf sehr viel kürzer als früher. Nachdem ich am 01.01.2008 den zweiten Anlauf für die Kohlenhydratfreie Diät genommen habe, kann ich nur bestätigen was Du schreibst. Ich kann mich zwar noch immer nicht ganz überwinden die ausreichende Fettmenge zu verkonsumieren und habe deshalb, wenn auch gering, Probleme mein Gewicht zu halten aber sonst geht es mir prächtig.

Viele liebe Grüße

Christiane


  
Claudia
61 Beiträge

Mi, 10 Sep 2008 19:26
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Hallo Harry,

herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Ergebnis.

Ich hab mal bissel rumgestöbert und gelesen, dass du geschrieben hast, du würdest tägl. 200 g Erdnüsse vertilgen. Dies animiert mich zum sofortigen Erfahrungsaustausch mit dir. Ich bin momentan auch auf diesem Tripp. 200g Erdnüsse, weil ich nur die vertrage und unter 200 g am Tag geht es nicht. Dadurch bin ich absolut fit. Das gibt meinem Körper wahnsinnig Energie. Nun beschleicht mich natürlich mein schlechtes Gewissen, als ehemaliger Schokolatiker, ob man nicht davon auch süchtig wird, und ob diese Menge überhaupt gesund ist. Nach meinen Recherchen im Netz habe ich nur positive Dinge, wenn man mal die Allergiesparte weglässt, gelesen. Was meinst denn du dazu.

Liebe Grüße
Claudia


  
HarryHirsch
1.417 Beiträge

Mi, 10 Sep 2008 20:05
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Hallo zusammen,
man könnte auch sagen, dass ich süchtig nach Süssigkeiten war. Leider oder zum Glück konnte ich von der Figur her aber nicht so viel essen, wie ich Lust hatte.
Normalerweise war es immer eine grosse Tüte Gummibären pro Tag. Die habe ich dann versucht mir einzuteilen.

Dann esse ich von Haus aus nicht so gerne Fett,
überhaupt nicht mag ich fettes Fleich.

So bin ich auf die Butter gekommen und auf die Erdnüsse.
Die Butter gilt als Neutralfett und wird in der Regel
sehr gut vertragen.
Die Erdnüsse haben für Nüsse sehr viel Fett und
im Verhältnis nicht so viel Kohlenhydrate.
Mit der Zeit hat sich das dann so eingebürgert,
dass ich jeden Tag eine 200Gramm Dose Erdnüsse esse
und versuche keine zweite Dose aufzumachen Großes Grinsen
Quasi als Gummibärenersatz - bin ich jetzt süchtig?
Vielleich etwas, aber ohne schlechtes Gewissen,
hab mich gut unter Kontrolle.

Ich war früher auch immer müde, manchmal hätte ich mich
nach dem Frühstück wieder hinlegen können.
Mittlerweile bin ich auch den ganzen Tag fit - macht Spass.

Hab ja mal einen Allergietest gemacht auf Nahrungsmittel
(umstritten) und da kam raus, dass mein Körper nichts
gegen Erdnüsse hat.
Die Erdnüsse haben noch eine grossen Vorteil, die kann man
einfach mitnehmen. Ich kann mir ja nicht an jeder Bude was zum Essen kaufen, oder wie früher beim Bäcker.
(Heute abend habe ich mir in der Stadt einen Döner gegönnt, nur das Fleisch in einer Pommesschale).

Noch was, was sich so eingebürgert hat.
Am Anfang habe ich Knäckebrot gegessen, da ich aber
Hefe und Getreide eine Weile meiden sollte, esse ich jetzt
Reiswaffeln zur Butter und zur Wurst.
Eine Scheibe hat nur 6,5 Gramm KH und man hat Luft um
z.B. noch Obst zu essen.

Es freut mich sehr, dass ich nicht alleine bin, kommt mir manchmal so vor - Danke deshalb für euere Beiträge.

Ich wünsche Euch was, Grüsse Harry


  
Claudia
61 Beiträge

Do, 11 Sep 2008 09:49
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Hallo Harry,

ich hab da auch noch einen Tipp. Als Brotersatz unter Butter und Wurst schmeckt eine Scheibe Zucchini super. Hätte ich auch erst nicht für möglich gehalten. Kosten lohnt sich.

LG
Claudia


  
Gisa
5 Beiträge

Di, 23 Sep 2008 12:42

 Lächeln
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Hallo zusammen!

Nun habe auch ich mich hier angemeldet, weil ich gern etwas zu deinem Beitrag schreiben möhte. Er hat mir nämlich nochmals Mut gemacht.

Ich bin vor ca. 6 Monaten auf diese website gestoßen und war sofort wie elektrisiert, weil ich gleich gedacht habe: da passt soviel auf dich, das musst du probieren. Habe mir dann das Buch von Wolfgang Lutze gekauft und es begeistert verschlungen.
Ich habe dann gleich angefangen, mich auf die 6 BE zu beschränken, allerdings nahm ich bis vor kurzem noch Amioxid ein. Ich konnte allenfalls bemerken, dass die Diät meiner Verdauung extrem gut getan hat (ich hab nämlich auch eine Fruktose-Unverträglichkeit). Auf die Migräne hat sie sich noch nicht so ausgewirkt. Ich bin aber nach wie vor der Überzeugung, dass diese Diät genau das Richtige für mich ist.
Nun habe ich auch das Buch von Peter Mersch gelesen. Meine Info daraus: da ich bereits 54 Jahre alt bin und seit über 30 Jahren mehrmals im Monat Migräne habe, kann ich nicht mit schnellen Ergebnissen rechnen und muss die BE auch noch weiter reduzieren. Damit habe ich jetzt begonnen und außerdem das Amioxid abgesetzt. Nun bin ich sehr gespannt und auch sehr hoffnungsvoll, dass sich positiv etwas tun wird.
Ich muss noch sagen, dass ich sehr gern fettreich esse (meinem Liebsten wird jedensmal ganz schlecht wenn er mich dabei beobachtet) und ich habe auch keine Probleme mit Milchprodukten. Joghurt mit viel Sahne und Olivenöl bekommt mir gut und ich finde es lecker.
Ich hoffe, es ist nicht so, dass man keine Milchprodukte essen soll? Wolfgang Lutze schreibt darüber jedenfalls nichts.
Ich war auch eine Naschkatze, aber durch diese Diät habe ich überhaupt keinen Heißhunger mehr und kann gut auf süße Sachen verzichten.
Mit meiner Ärztin habe ich nicht darüber gesprochen. Sie vertritt die herkömmlichen Ernährungstheorien und ich möchte erstmal Ergebnisse abwarten.

Für mich ist diese Diät eine große Hoffnung.

Viele Grüße
Gisa


  
HarryHirsch
1.417 Beiträge

Di, 23 Sep 2008 15:55
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Hallo Gisa,

muss mal etwas ausholen:
Migräne seit ca. Anfang 1995, nach 10 Jahren und 3 Heilpraktikern
fehlte mir die Hoffnung, bei den alternativen Heilverfahren eine Lösung zu finden.
Die Schulmedizin gibt zu nur lindern zu können.
Diese Homepage habe ich 2005 gefunden und aus den eben genannten Gründen leider
diesen Versuch 2 Jahre hinausgeschoben.
Mir ging es genauso, ich finde es wichtig erst den Lutz zu lesen, dann den Mersch.
Im Buch von Peter habe ich mich auch zu 100% wieder gefunden und sofort damit angefangen.
Nach 4-5 Monaten hatte ich auch mal eine Phase, wo ich etwas verzweifelt war.
Im nachhinein muss ich aber sagen, dass es immer besser wurde - bist jetzt.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten soll man laut Lutz und Mersch nicht überbewerten.
Ich hatte bis 2007 überhaupt nichts von NUV gemerkt.
Dann in 2007 den Laktosetest -> das Ergebnis war widersprüchlich.
Angeblich ausgeprägt intolerant und habe nichts gemerkt (Durchfall o.ä).
Höchstens mal etwas helleren Stuhl bei einem ganzen Becher Schmand oder Sahne.
Bei einem weiteren Test stellte sich heraus, dass es das Milcheiweiß ist.
Seitdem ich die auffälligen Nahrungsmittel meide und nach einer Weile nur
geringe Mengen davon esse, habe ich davon dünnen hellen Stuhl und Durchfall.
Ich erkläre mir das so, dass da schon eine Unverträglichkeit besteht und
der Darm sich wieder erholt hat. Versprochen wurde mir, dass ich die Nahrungsmittel
nach einer Weile wieder vertrage. Jetzt hat es den Anschein der Darm hat sich
erholt um dagegen anzukämpfen.
Werde deshalb diese Nahrungsmittel meiden, so gut es eben geht.
Generell ist es normal, dass wir Westeuropäer im Alter die Milch nicht mehr
so gut vertragen, weil das Enzym Laktase nicht mehr so gebildet wird wie bei
Kindern.
Jeder ist anders, bei mir z.B. hat durch die KH das Immunsystem gelitten.
Peter schreibt, dass Lutz das beschreibt.
Das sagt mir, bei Peter war das nicht so.
Was soll man da raten?? Mal eine Weile weglassen??

Wenn sich nichts ändert, würde ich mich mal eine Weile einseitig ernähren.
Z.B. Milch(produkte), Brot, Hefe meiden.
Ändert sich was?

Ob die 6BE passen, kann man mit Ketostix testen.
Aber die Bücher hast du ja auch gelesen.

Das mit den Ärzten ist normal, bei Heilpraktikern auch.
Aber ich kenne mehrere Physios die sich dafür interessieren und mein Apotheker!

Aber man sollte nicht aufgeben, im "Praxis Magazin" 4/2008 steht gerade ein interessanter
Artikel über Kohlenhydrate und Krebs.
Es deutet sehr viel darauf hin, dass man mit dem Zucker den Krebs füttert.

Viel Erfolg !


  
Gisa
5 Beiträge

Mi, 24 Sep 2008 08:36

 Daumen hoch
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Hallo Harry,

vielen Dank für den TIP mit den Ketosticks, die werde ich mir besorgen.
Auf Laktose bin ich getestet, da ist bei mir alles in Ordnung. Mit meiner Verdauung ist wie gesagt alles prima, seitdem ich so wenig KH esse. Meine Fruchtzucker-Unverträglichkeit bedeutet ja nichts anderes, als dass ich eben nicht gut Kohlehydrate vertrage. Denn Fruchtzucker ist quasi in allen Lebensmitteln außer in Fleisch und Ei und reinen Milchprodukten.

Na, ich werde über meine -hoffentlichen - Fortschritte berichten.

Gruß Gisa Daumen hoch


  
HarryHirsch
1.417 Beiträge

Mi, 24 Sep 2008 09:45
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Prima, der Standardtipp bei Ketostix ist,
diese der Länge nach aufzuschneiden.
Geht gut und man kann genauso gut ablesen.
Grüsse


  
HarryHirsch
1.417 Beiträge

Di, 11 Aug 2009 19:37
 Danke_Peter, Bilanz nach 2 Jahren Mersch-Diät

Anfang September 2009 sind es nun zwei Jahre, die ich nach der Mersch-Diät lebe.
Hier meine Bilanz und meine bisherigen Erfahrungen.

Über diese Art der Ernährung in Bezug auf Migräne hat man besonders wieder
in der letzten Zeit so viel Müll gelesen, dass ich es mittlerweile eingestellt habe,
ausserhalb dieses Forums zu lesen.

Ein grosses Problem ist, dass sich die Leute nicht richtig informieren
und vorbereiten.
Weiter ist die Erwartungshaltung viel zu hoch und nach relativ kurzer Zeit
wird abgebrochen.

Hier nochmal ein kurzer Aufriss, um was es hier geht und welche Theorie dahinter steckt.

Es handelt sich nicht einfach um eine kohlenhydratarme Ernährung,
sondern ein gewaltiger Effekt kommt über die Umstellung auf
einen Fettstoffwechsel.
Der Körper muss lernen vom Fett zu leben, statt vom Zucker.
Mein Körper hat 4 Monate gebraucht (was relativ typisch ist),
bis er akzeptiert hat, dass es nur noch wenig Zucker gibt.
Damit dies funktioniert, darf man maximal 6 Broteinheiten KH (Kohlenhydrate)
am Tag zu sich nehmen und soll viel Fett essen.
Kontrollieren kann man dies mit Ketostix.
Laut Peter sind die Ketonkörper manchmal nicht messbar, weil sie gleich verbraucht werden,
ich kann damit spielen.
Der Körper wird trainiert Ketonkörper bereit zu stellen und das Hirn
kann diese dann verwerten.
Nach meiner Erfahrung muss die Kontrolle sein.
Pfingsten war ich im Urlaub, hatte keine Ketostix dabei und ungewohntes Essen.
Nach ein paar Tagen im Urlaub wache ich morgens mit einem Schädel auf,
wie ich es schon über ein Jahr nicht mehr hatte.
Zuhause habe ich gemerkt, dass ich aus Versehen doch zu viel KH gegessen habe
und habe 2-3 Tage gebraucht, bis die Ketonkörper wieder da waren.
Der Körper hat anscheinend relativ schnell wieder verlernt,
die Dinger herzustellen. Diese Beobachtung deckt sich mit dem, was hier schon
geschrieben wurde.

Kritiker sagen, dass die Muskeln und das Hirn sich in der Regel von
Glucose ernähren. Allerdings stellt man sich nachts üblicherweise
nicht den Wecker um was zu essen, d.h. irgendwann ist alles verarbeitet
und das Hirn wird bei machen Leuten nicht ausreichend versorgt.
Bei dieser Art der Ernährung soll das Hirn im Bedarfsfall schnell und ausreichend
durch die Ketonkörper versorgt werden.

Betreibt man das Spiel nur aus dem Gefühl und ist zu oft über
der Schwelle, kann dies nicht funktionieren.

Weiter wird durch die Umstellung auf Fettstoffwechsel nicht mehr so
viel Eiweiss verzuckert und kein Glykogen mehr verzuckert (die Speicher sind leer).
Diese Verzuckerung geschieht mit Hilfe von Cortisol und Adrenalin (Stresshomone)!
D.h. man hat weniger Insulin und weniger Stresshormone im Körper.
Dadurch beruhigt sich jetzt das Nervensystem und das dauert.
Die Intensität wird immer geringer und auch die Dauer des Anfalls.
Typisch dauert es 2 Jahre, bis man mit den Anfällen auf Null runter ist.

Es stimmt auch, dass es für die These keine wissenschaftlichen Belege gibt.
Wie auch, wenn die die die Studien machen es pauschal ablehnen und positive Beiträge
aus den Foren löschen.
Statt dessen werden Kleinstudien erstellt, dass Schokolade alleine durch
eine Erwartungshaltung Kopfschmerzen verursachen kann
(wenigstens bei einem Teil der Bevölkerung).
Mittlerweile gibt es allerdings wissenschalftliche Belege dafür, dass man
Krebszellen mit dem Zucker füttert.

Man kann relativ genau vorher sagen, wer am besten von dieser Art
der Ernährung profitiert.
Dazu muss man allerdings die Bücher lesen (oder auf der Homepage) und sich
mit dem Thema beschäftigen. Zuerst Wolfgang Lutz und dann Peter Mersch.
Beim Buch von Peter Mersch handelt es sich auch nicht um ein Kochbuch
und es geht auch nicht nur um diese Art der Ernährung.
Er hat versucht das gesamte Gebiet Migräne abzudecken, bestes Beispiel ist die "DIANE35".
Die Randbedingungen müssen stimmen.

Wenn man sich mit dem Thema nicht identifizieren kann, kein Problem,
muss jeder für sich entscheiden.
Allerdings betreiben nur wenige diese Art der Ernährung so, wie man es soll.
Oft lies man, dass nur die KH reduziert wurden, ohne Kontrolle und nach einer Weile
rutscht man wieder in den alten Trott, streckt die Flügel und behauptet dann
"bringt nichts" - das konnte nicht funktionieren.
Bei mir war das nicht so, aber es kann am Anfang wohl zu einer Verschlimmerung
kommen, ist alles beschrieben.
Es kann während der Umstellung noch zu weiteren Problemen kommen, ist auch beschrieben.
Es dauert eine Weile bis sich alles eingespielt hat, bis alle Problemchen weg
waren bei mir ca. 1 Jahr.
Es ist auch nicht nur die Ernährungsumstellung, was alles beachtet werden muss
findet man hier und das deckt sich in vielen Punkten mit den renommierten Häusern:
http://www.miginfo.de/molmain/main.php?cmsnl=&LANG=e&...id=855&;
Innerhalb dieser Spielregeln hat man ganz nach Belieben vielfältige Möglichkeiten,
ob man jetzt z.B. einfache Butter isst, oder halt mehrfach ungesättigte Fettsäuren,
mit oder ohne Omega, oder Mediterran orientiert.

Zustand bis einschliesslich August 2007:
- Fast jeden Monat 6 starke Anfälle.
- Anfallsdauer immer 3 Tage.
- Ca. 6 Triptane pro Monat (immer unter 10 pro Monat).
- 40mg und auch 80mg Relpax wirken kaum noch.
- Dauerschwindel, Schwindelanfälle, Sehstörungen.
- Dauerkopfschmerzen, 25-30 Tage Kopfweh pro Monat.
- Sehr starke Verspannungen im Bereich Schulter/Hals/Nacken.
- Über 10 Jahre Leukozyten kleiner gleich 3000,
ab 2006 nur noch 2800 Leukozyten (Aug.2007 bestimmt noch weniger).
- Ständig Heisshunger auf Süsses.
- Eigentlich arbeitsunfähig und fahruntüchtig.

Diesen Zustand konnte ich allerdings nur halten, unter Einhaltung aller Spielregeln, die ich
bis dahin herausgefunden hatte. Als Beispiele 10 Minuten zu spät ins Bett, oder ein Schluck
Alkohol, oder 100km Auto fahren, usw. usw. bedeutete immer einen Anfall.

Heute nach ca. 2 Jahre ist alles was da steht weg, bis auf 1 oder selten 2 leichte
Anfälle pro Monat (die Leukozyten sind jetzt bei 5000).
Es ist nur noch ein Risiko übrig, wenn ich extern etwas esse, was ich nicht vertrage.
So ein Anfall dauert heute wenige Stunden bis 1,5 Tage und ist so leicht,
dass ich keine Tabletten mehr brauche, ganz normal arbeiten gehen kann, oder
auch abends weg gehen kann.
Klar könnte ich da im Moment noch was rausholen, aber ich bin Jahre auf dem Sofa rumgelegen
und das Leben ist an mir vorbei gegangen.

Es kommt nicht so oft vor, aber heute funktionieren auch solche Spielchen wie morgens was Frühstücken
und Kaffee, wenn man sich im Kopf nicht optimal fühlt, wie von Prof. Göbel empfohlen.
Danach geht es mir gut, dies war früher undenkbar, der Hammer kam auf jeden Fall.

Abweichend oder ergänzend zum Buch von Peter spielt bei mir die obere Wirbelsäule
eine grössere Rolle und auch NUV (Nahrungsmittelunverträglichkeiten).
Die obere Wirbelsäule als möglicher Trigger und die Gegend vom Atlas (oberster Halswirbel)
als Teil des Migräneprogramms. Ich schaue immer dass da alles in Ordnung ist
und mache oft Übungen nach Dieter Dorn oder Robin McKenzie (Kopf waagerecht nach hinten bewegen).
Im Akutfall eine Art von Atlas-Impuls-Therapie, bei der ich den Atlas wieder korrigiere
und dadurch einen wahrscheinlich kommenden Anfall abwende.
Wichtig, nicht auf dem Bauch schlafen. Der Halswirbel wird bei einem Migräenanfall
gedreht und gekippt. Auf dem Bauch schlafen ist ein Wegbereiter für die Migräne.

Zum Thema Nahrungsmittelunverträglichkeiten:
Viele Experten glauben es nicht, aber es gibt bei mir Lebensmittel, die früher die
schlimmen Anfälle ausgelöst haben und heute bekomme ich nur noch durch solche
Nahrungsmittel überhaupt einen Migräneanfall (und Alkohol in grösseren Mengen).
Als ich mich noch "normal" ernährt habe, habe ich irgendwann festgestellt,
dass ich immer von Kinderriegel Migräne bekomme.
Nicht von normaler Schokolade, nicht von Duplo, nicht von Gummibären - von Kinderriegeln.
Auch nicht von einem Riegel, aber wenn ich eine ganze Packung gegessen habe immer
(war natürlich aus heutiger Sicht völliger Schwachsinn).
Mit Beginn der Mersch-Diät ist bei mir die Häufigkeit sofort auf ca. 2 Anfälle pro Monat
runter. Erst dann habe ich z.B. festgestellt, dass wenn ich eine Packung Lachs esse,
zu 50% Migräne bekommen und zwar einen starken Anfall.
Ich kann heute noch nicht sagen, was das genau ist und esse halt heute keinen abgepackten Lachs mehr.
Wenn man allerdings voll gestopft mit Prophylaxe ist und 6-10 Anfälle pro Monat hat,
wie will man so etwas sicher herausfinden?
In meinem Stammrestaurant sind sie drauf eingestellt, da passiert mir nichts.
Wenn ich extern Essen gehe, ist das Risiko fast 50% dass ich mir was einfange,
obwohl ich versuche im Vorfeld alles abzuklären.
Ganz schlimm ist bei mir ein in Küchen häufig verwendetes Gewürz,
von schwarzem Pfeffer bekomme ich nur Durchfall
und neulich haben sie mir in meinem Stammrestaurant eine Pfeffersauce gemacht.
Vorher Top-Fit, bin ich nach dem Essen gerade noch heim gekommen und habe dann 1 Stunde tief
geschlafen und war für den Rest des Tages erledigt (keine Migräne).
So etwas kenne ich eigentlich nicht mehr.
Wenn ich etwas esse, was ich nicht vertrage, merke ich es oft schon relativ zeitnah,
durch ein Kribbeln im Kopf, oder kleine Nadelstiche an den typischen Stellen.
Ich habe hier keine Erwartungshaltung!! Es handelt sich um reine Statistik und Beobachtung.

Abweichend zum Buch von Wolfgang Lutz ein paar Worte zu den Muskeln.
Laut Wolfgang Lutz wird der Körper nach einer Weile muskulöser.
Beim Oberkörper sieht das bei mir wahrscheinlich so aus, allerdings habe ich
geschätzt 30% weniger Kraft (Glycogenspeicher sind leer).
An den Beinen findet allerdings nur ein bescheidener Muskelaufbau statt.
D.h. Radfahren geht gut im Ausdauerbereich, auch mehrere Stunden, auch im Gebirge.
Wenn man allerdings Leistung abrufen will, geht kaum was (Glycogenspeicher sind leer).
Na ja, man kann nicht alles haben.

Der Fahrplan grob:
- Nach wenigen Wochen sind die Verspannungen im Schulter / Nackenbereich bis
auf einen minimalen Rest weg und ich kann meinen Kopf wieder voll auf beide Seiten drehen.
- Nach 3-4 Monagen wirken die Triptane wieder zuverlässig.
Frustphase, 3 starke Anfälle Ende Dezember, immer nach einem Weihnachtsessen.
- Nach 4,5 Monaten Schmerzmittelentzug, LEU 3200
Schwindel, Dauerkopfschmerzen und Sehstörungen verschwinden.
- Nach 7-8 Monaten ist der Schmerz so abgeschwächt, dass ich auf Triptane
verzichten kann (immer noch nicht toll, aber es geht), LEU 4200 - 4800.
Der Schmerz kommt auch nicht mehr vom Nacken hoch, sondern ist lokal an der Schläfe
auf der Migräneseite.
Erst hier ist der Erfolg richtig deutlich spürbar.
- Nach ca. 12 Monaten relativ stabil, Migräne wird immer schwächer, kann mir wieder sehr viel
erlauben. Ab hier wird die Migräne nur noch ganz langsam schwächer.
- Nach 15 Monaten zum ersten mal wieder was Süsses gegessen (Weihnachtsbrötchen).
Habe keine Triptane mehr dabei im Urlaub.
- Nach 20 Monaten LEU 5000 und ich kann auch mal ein kleines Bier oder Glas Wein trinken,
dies trinke ich normalerweise verdünnt mit Mineralwasser.
- Nach 23,5 Monaten warte ich immer noch auf den ersten Monat ohne jeglichen Eintrag im
Mig-Kalender, bin mir aber sicher dass der kommt.

Noch ein paar Worte zur Corrugator-Entfernung Dr. Mühlberger.
Ende der 90er Jahre machten plastische Chirurgen in den USA einen Zufallsbefund.
Viele Personen, bei denen ein bestimmter Muskel im Nasenwurzelbereich
entfernt wurde, gaben hinterher an, keine Migräne mehr zu haben.
Es handelte sich eigentlich um eine Schönheits-OP!
Die Theorie die dahinter steht ist folgende:
Durch ständiges Anspannen dieses Muskels kann dieser Muskel einen Reiz auf den
Nerv Trigeminus ausüben. Der Nerv spielt bei der Migräne eine grosse Rolle.
Entfernt man nun diesen Corrugator-Muskel, wird der Dauerreiz geringer und
bei einigen Personen verschwindet dadurch die Migräne, oder sie wird schwächer.
Man muss nicht lange suchen um erfolgreich Operierte zu finden.
Die Migräneexperten lehnen dies genauso ab, wie diese Ernährung (Zitat: Körperverletzung).
Wenn man in diesem Bereich verspannt ist (Zornesfalte), ist es meiner Meinung nach
einen Versuch wert. Testen kann man dies vorab mit Botox.
Dieser Botox-Test hat nichts mit den Botox-Behandlungen zu tun,
die sonst bei Migräne verabreicht werden, in der Regel ohne grossen Erfolg.
Bezahlen muss man das selbst, aber was ist schon Geld gegen dieses Leiden.
Auch den Spruch "selbsternannten Experten", kann ich nicht nachvollziehen.
Gleich zu Beginn des Gesprächs macht Dr. Mühlberger deutlich, dass er kein
Migräneexperte ist, sondern plastischer Chirurg. Man wird in keinster Weise zu
irgend etwas genötigt.

Viele Migräneexperten raten einem, man soll Experte seiner eigenen Krankheit werden,
hält die Leute dann aber für unmündig, wenn sie etwas herausgefunden haben,
was ihnen definitiv hilft.
Wenn ich diesen Erfolg z.B. durch Topamax erziehlt hätte, würden sich alle auf die Schenkel klopfen.

Wenn jemand nicht will, ist es OK. Wahrscheinlich funktioniert es auch
nicht in jedem Fall.
Aber mir tun all die Leute leid, die um diese Chance gebracht werden.

Ich möchte mich ganz herzlich bei Peter bedanken für diese Arbeit,
schade dass hier nicht mehr los ist. Es hat sich aber für jeden Einzelnen gelohnt!!
Danke auch an Otto Waalkes für den Namen Großes Grinsen

Liebe Grüsse Harry Hirsch


  
olive
937 Beiträge

Sa, 22 Aug 2009 16:32

 Augen rollen

olive
 re: Danke_Peter, Bilanz nach 2 Jahren Mersch-Diät

Hallo Harry

danke für deinen Bericht, das muntert einen doch auf, wenn man wieder Rückfälle hat. Also insgesamt eine Riesenverbesserung!!
Ich habe nach Rückfällen aus lauter Verzweiflung die Zügel punkto Ernährung auch schleifen lassen, bin nun wieder voll dran und es geht mir gut.
Allerdings hatte ich auch vorher immer Zeiten, in denen es besser ging und dann wieder:baff, eins vor den Bug.
NUV's habe ich glaubs keine, zum Glück.
Warst nicht du das mit den Erdnüssen? Ich esse das ganze Jahr Erdnüsse, aber nun habe ich plötzlich die gesalzenen entdeckt und bin regelrecht süchtig danach, schlimm! Habe das Gefühl, dass ich davon zunehme, hattest du das auch?
Und soviel Salz ist wohl auch nicht das Gelbe vom Ei?
LG
Olive


  
HarryHirsch
1.417 Beiträge

Sa, 22 Aug 2009 18:41
 re: Danke_Peter, Bilanz nach 2 Jahren Mersch-Diät

Hallo Olive,
ja, der Unterschied ist absolut extrem. Mit dem Essen muss ich wählerisch sein, aber sonst habe ich im Alltag dadurch keine Einschränkungen mehr. Sogar eine Nacht durchmachen geht wieder, oder um 1:30 morgens Aufstehen weil der Flieger sehr früh geht. Habe jetzt auch einen neuen Trick
beim Essen gehen, ich sage ich habe Nahrungsmittelunverträglichkeiten und sie sollen mir nichts würzen, keine Kräuter verwenden und nur zerlassene Butter bringen - klappt bis jetzt super.
Genau, ich bin der mit den Erdnüssen. Früher habe ich immer gerne genascht und die Nüsse sind mittlerweile mein neues Laster. Eine Dose am Tag ist immer weg. Es waren manchmal auch schon 2 Dosen, oder 1 Nüsse und 1 Dose Cashews. 2 Dosen Erdnüssen sind immerhin 2400 kcal,
also ca. mein gesamter Tagesbedarf.
Die esse ich aber zusätzlich!
Vom Gewicht merke ich das auch, aber es geht maximal 2 Kilo hoch. Wenn ich mich gehen lassen würde eventuell mehr? Früher habe ich gegen die Gummibären gekämpft und jetzt halt gegen die Erdnüsse Großes Grinsen
Über das Thema Salz kann man streiten. Wolfgang Lutz war auch ein Vertreter von wenig Salz. Man liest aber auch, dass sich der Körper dran gewöhnt und bis zu 12g am Tag soll OK sein. 100g gesalzene Erdnüsse haben 0,5 Gramm, ich glaube das schmeckt "schlimmer" als es ist.
Die Botschaft aus dem Bericht ist, man muss es wahrscheinlich konsequent betreiben und auch kontrollieren - wenigstens bei mir ist das so.

Liebe Grüsse und viel Erfolg, Harry


  
olive
937 Beiträge

Mo, 24 Aug 2009 17:36

 Lächeln

olive
 re: Danke_Peter, Bilanz nach 2 Jahren Mersch-Diät

Hi Harry

danke. Gut, der mit dem Salz, sie sind ja der Meinung, dass Hochdruck und anderes mehr dadurch entstehen kann, aber manchmal denke ich, es ist alles viel komplexer.
Auf jeden Fall MUSS ich im Moment Erdnüsschen essen, vielleicht vergeht das ja wieder.

Interessant, wie einen die Leute anschauen, wenn man viel Fettes isst, meine Kolleginnen sind eher so auf dem Birchermüesli, Früchte, Joghurt und Süssigkeiten-Trip, wenn ich dann meine Würstchen oder Makrelen auspacke für die Essenspause, schauen sie ganz entgeistert, was, zwei paar Würstchen, das ist ja Wahnsinn, ich glaube, die scannen im Geiste meinen Cholesterinspiegel Großes Grinsen

Aber egal, cih fühle mich gut dabei.

LG


  
jutta55 (Gast)
1 Beitrag

Do, 10 Sep 2009 09:52
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Hallo Harry,
deine frühere Migränegeschichte klingt genau wie meine jetzige. Hast du mal rausgefunden, woran es liegt, dass die Leukos so absinken???
Gruß
Jutta


  
HarryHirsch
1.417 Beiträge

Do, 10 Sep 2009 19:05
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Hallo Jutta,
ich habe mal eine Weile gesucht, bin aber zu keinem vernünftigen Ergebnis gekommen.
Mein Hausarzt hatte mir beim 1. Befund gesagt, dass ich zu den 4% gehöre, die ausserhalb des Rasters liegen und ab 1000 solle man dann öffentliche Gebäude meiden. Man kann durch Blutuntersuchungen feststellen, welche Art von LEU das sind, es gibt anscheinend Verschiedene. Dann kann man Tabletten essen, die die Situation im Prozentbereich verbessern, aber niemals so stark wie bei mir jetzt.
Leider habe ich von 2007 keine Werte, aber ich bin mir sicher, die lagen da noch unter 2800. Nach 4,5 Monaten waren es dann schon 3200 und nach ca. 8 Monaten ging es sehr schnell auf 4200 und 4800.
Bei Wolfgang Lutz steht, dass durch die übliche KH-reiche Ernährung das Immunsystem geschwächt werden kann, genaueres steht da auch nicht. Aus dem was ich so gelesen habe, haben das aber nicht so viele.
Die NUV-Geschichte habe ich erst angefangen, als die Migräne und auch die LEU schon viel besser waren. Aber die NUV-Leute sagen auch, dass man durch Unverträglichkeiten über den Darm das Immunsystem schwächt.
10 Jahre schlecht und dann relativ schnell wieder gut, bei mir lag es sicher am Essen.
Reizt es dich nicht? Es ist wirklich spannend.
Liebe Grüsse Harry


  
jutta55
3 Beiträge

Sa, 12 Sep 2009 10:56
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Hallo Harry,
danke für deine Antwort. Auch ich hab seit Jahren etwas zu niedrige Leukos. Das scheint niemanden außer mir zu beunruhigen. Migräneanfälle = 8-12x im Monat. Z.Zt. nehm ich Topamax als Prophylaxe, scheint aber nicht zu wirken. Ich esse schon KOH-arm aber noch nicht so kontrolliert mit Ketostix usw. Hab kapiert, dass man es "richtig" machen muss, damits wirklich klappt. Habe Bammel vor der vielen Mühe mit der Essenszubereitung und -auswahl, bin voll berufstätig und die "Diät" stresst mich noch zusätzlich immens. Habe auch Bammel davor, wieder mal lange etwas Mühseliges auszuprobieren, was dann doch vielleicht wieder nicht hilft, wie die ganzen sch... Prophylaxemittel und sonstigen "guten" Ratschläge bei Migräne. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und ich werd mir mal alle deine guten Ratschläge im Forum durchlesen, ich bin für jeden Tipp dankbar wie: Erdnüsse zwischendurch usw.
Lb. Grüße, Jutta


  
HarryHirsch
1.417 Beiträge

Sa, 12 Sep 2009 11:48
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Hallo Jutta,
hat mich jetzt doch wieder interessiert, hier ein Link, wo was über zu niedrige LEU steht:
http://www.netdoktor.de/Diagnostik+Behandlungen/Laborwerte/L...-1324.html
Aber so richtig helfen tut einem das auch nicht.

8-2 mal im Monat ist schon ganz schön heftig. Bei mir fing es ja Anfang 2007 an zu entgleisen von 3-4 mal auf 6 mal pro Monat und die Triptane halfen nicht mehr.
Med-Prophylaxe habe ich auch einiges probiert, Topamax habe ich noch eine fast volle grosse Packung im Schrank,
hat bei mir auch nichts verbessert.
Wenn du andere Foren beobachtest, wirst du feststellen, dass die Stammuser i.d.R. schwere Fälle sind und die Themen sind Medikamente, Entzug, Klinikaufenthalte.
Richtig besser wird es nicht, höchstens kurzzeitig.
Ich habe jetzt die letzten 3 Monate immer je einen leichten Anfall gehabt. Beim letzten Anfall haben wir einen ganztägigen Radausflug gemacht, ohne dass jemand was gemerkt hat und am nächsten Tag war es wieder gut.
An die Umstände beim Essen gewöhnt man sich schnell. Damit ich zu meinem Fett komme, nehme ich halt immer Butter mit ins Geschäft und Wurst natürlich (ggf. Käse, Fischdosen). Mit dem Kochen habe ich es nicht so, aber es ändern sich ja oft nur die Mengenverhältnisse. Viel Hackfleischsauce und ganz wenig Nudeln mit viel Öl oder Butter - fertig.
Ich würde es probieren und nicht zu schnell aufgeben.
Wenn man es konsequent betreibt, sollte man aber nach 4-8 Monaten auf jeden Fall was merken. Dann halt unbedingt dabei bleiben. Ist alles nicht so schlimm gegenüber der Mig.
Melde Dich mal wieder wie es aussieht, Liebe Grüsse Harry


  
jutta55
3 Beiträge

Mo, 14 Sep 2009 09:24
 re: Bilanz nach 1 Jahr Mersch-Diät

Hallo Harry,
danke für deine Aufmunterung, ich werds tun! Hab gestern nochmal im Buch geschmökert, dabei stieß ich darauf, dass sich die Einnahme von Topamax und gleichzeitig KOH-arme Diät gar nicht vertragen. Werde jetzt Topamax absetzen, hat eh nicht viel gebracht außer schlechter Laune.
Mich würde noch interessieren, was du genau mit dem hier meinst:
...und mache oft Übungen nach Dieter Dorn oder Robin McKenzie (Kopf waagerecht nach hinten bewegen).
Im Akutfall eine Art von Atlas-Impuls-Therapie, bei der ich den Atlas wieder korrigiere und dadurch einen wahrscheinlich kommenden Anfall abwende.

hast du da nachlesbare Infos für mich oder kannst du das beschreiben? Bei mir ist der Nacken auch stark beteiligt.
LB Gruß,
Jutta


  
HarryHirsch
1.417 Beiträge

Di, 15 Sep 2009 18:32
 Danke_Peter, Bilanz nach 2 Jahren Mersch-Diät

Hallo Jutta,
wenn man auf der Suche nach Linderung für Migräne ist,
stösst man irgendwann auf das Thema Genick. Die grosse Frage ist immer,
welche Rolle spielt es dabei.
Bei mir war über der gesammten Schulter-Nacken-Partie eine dicke starke
harte Muskelschicht (Panzerplatten).
Den Kopf konnte ich dadurch nur noch ca. 45 Grad nach links und 45 Grad rechts bewegen.
Bei einem Anfall war diese Partie dann noch härter und der Schmerz zog von dort aus
seitlich den Kopf hinten hoch (typisch).
Bei solchen massiven Verhärtungen, ist eine Behandlung sicher nicht von grossem Erfolg gekrönt.
Weiter gibt es einen Arzt in Baden-Baden, der Migränepatienten privat behandelt.
Der Arzt und seine Methoden sind wie üblich in der Branche umstritten. Ob seine Spritzen etwas bewirken,
würde mich brennend interessieren, den Rest halte ich mittlerweile für berechtigt.
Auf jeden Fall hat er nachgewiesen, dass bei einem Migräneanfall der Atlas
(oberster Halswirbel) gedreht und gekippt ist (nicht bei Spannungskopfschmerz).
Weiter kennt er einen Physio der behauptet, er kann einen Anfall im Frühstadium
abwehren durch eine Atlas-Impuls-Therapie.
Dabei wird der Atlas wieder in die richtige Lage versetzt.
Achtung, das hat überhaupt nichts mit Vitalogie, Atlasprofilax, oder Atlantotec zu tun,
davon möchte ich Abstand nehmen.
Ich schreibe es mal aus der heutigen Sicht:
Diese harten Muskeln sind mit der Diät innerhalb weniger Wochen verschwunden.
Laut Peter bedingt durch den Rückgang der Stresshormone.
Der Schmerz kommt bei mir seitdem auch nicht mehr bzw. kaum noch von unten,
sondern sitzt nur noch hinter dem Auge bzw. an der Schläfe.
Die Brutalität eines Anfalls ist dadurch völlig weg.
Erst jetzt haben die folgenden sanften Übungen eine Wirkung.
Aufgrund der heutigen Erfahrung glaube ich fest daran, dass das was der Dr. aus
Baden-Baden sagt, so oder so ähnlich stimmt.
Bevor ich einen Mig-Schmerz habe, stelle ich fest, dass sich mein Genick verhakelt,
oder irgend etwas da nicht stimmt.
Ich teste das dann immer mit vorsichtigen Kopfbewegungen.
Dann drücke ich mit dem Daumen in die Mulde im Schädel etwas hinter dem Ohrläppchen
(bei mir immer rechts) und mache mit dem Kopf nein-nein Bewegungen.
Durch den Druck auf den seitlichen Fortsatz des Atlas korrigiert sich dieser wieder.
Das spürt man deutlich.
Mir hat das keiner erklärt, man findet auch kaum was drüber. Ich kenne einige Physios
und die konnten mir da auch nichts näheres drüber sagen. Das ist bei mir so entstanden aus
suchen und probieren.
Ein Anfall wird denke ich auch nicht ausgelöst, weil der Atlas nicht mehr richtig sitzt,
sondern dies ist eher ein Teil des ablaufenden Migräneprogramms.
Durch eine Korrektur kann das Programm unterbrochen werden.

Wenn irgend etwas mit den Wirbeln nicht stimmt, kann das auch als Trigger für die
Migräne wirken. Die Ursache kommt oft von weiter unten, aber als Trigger wirken dann
oft Fehlstellungen aus der Brust- und Halswirbelsäule.
In einem kleinen Büchlein von Robin McKenzie "Behandle deinen Nacken selbst" ist
eine Übung beschrieben. Stell dir vor du sitzt schon 2 Stunden vor dem Rechner,
dein Kopf ist schon weit vorne und dein Rücken rund - kennnen wir alle, sicher nicht optimal.
Setze dir jetzt gedanklich einen Topf auf den Kopf (der darf nicht runterfallen)
und bewege den Kopf nach hinten. Schultern dabei runter und nach hinten.
Ziel ist es aus der eben genannte ungünstigen Position
wieder raus zu kommen und diese zu vermeiden.
Manchmal löst sich durch diese Übung auch eine Blockade.
Ich lasse mich manchmal dabei leicht nach hinten in den Bürostuhl fallen.

Mit der Methode Dorn kann man u.a. auch Fehlstellungen von Wirbeln beseitigen.
Bei einer Selbsthilfeübung für die Halswirbelsäule greift man mit den Fingern
beidhändig seitlich am Hals, eher etwas hinter der Mitte zwischen die Muskeln rein.
Die Handballen zeigen dabei nach vorne.
Die gedachte Linie geht unterhalb der vorhin beschriebenen Mulde vom Schädel runter.
Dann auch nein-nein Bewegungen machen.
Bei Dorn wird gezeigt, dass die Ursache in der Regel von weiter unten kommt,
allerdings kann es auch Fehlstellungen durch Unfälle oder Operationen geben.
Unten stimmt dann zwar alles, aber oben doch dauerhaft nicht.
So etwas habe ich viele Jahre mit mir rumgetragen und durch diese Übung
passt jetzt wieder alles.

Bücher gibt es da schon, bei mir hat sich auf der Suche eine grosse Schublade gefüllt.
Das Buch von Robin McKenzie lohnt sich nicht, wenn das oben verständlich war.
Dorn würde ich eher mal ein Wochenendseminar machen.
Die von mir zweite beschriebene Selbsthilfeübung findet man in folgendem Büchlein:
SELBSTHILFE-Übungen, der DORN-Methode, von Helmuth Koch und Hildegard Steinhauser
Die haben eine Homepage, dort kann man das bestellen.
Falls du je dort was bestellst, haben die noch eine gute Broschüre über DORN:
Die DORN-Methode & Breuss-Massage, von Hildegard Steinhauser und Helmuth Koch.
Ein ausführliches richtig gutes Buch über Dorn kenne ich nicht.
Immer wenn es interessant wird (Kreuzbein / ISG), wird es sehr dünn.
Aber wenn jemand was empfehlen kann, gerne.

So, das war es jetzt was ich zum Thema Nacken sagen kann.

Liebe Grüsse, Harry


  
jutta55
3 Beiträge

Mi, 16 Sep 2009 08:31

 Großes Grinsen
 re: Danke_Peter, Bilanz nach 2 Jahren Mersch-Diät

Klasse Harry, vielen Dank!
Weiss jetzt von welchem Spritzengeber aus Baden Baden zu schreibst. Dorn kenn ich auch, nur nicht die Selbsthilfebücher, werd mal nachschauen. Bei mir kommt die Migräne auch immer rechts und sehr oft den Nacken hoch!
Den Atlas hatte ich auch schon mal in Verdacht, weil ich mal als Jugendliche damit starke Probleme hatte - irgendwie berührte der immer einen Nerv und das tat höllisch weh. Blöd wie ich war, hab ich damals mit niemanden drüber geredet. Weiß nicht, ob das heute noch ein Problem sein könnte. Bei den vielen Atlastherapien, die du auch nennst, kenn ich mich gar nicht aus, werd mal rumsurfen, bin aber für jeden Tipp dankbar.
LB Gruß, Jutta


  

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