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Ernährung: Diskussionsthema, Flache Ansicht
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THEMA
Arty
58 Beiträge

Sa, 10 Jun 2017 12:24
 Update

Hallo,

ich habe den Keto-Langstreckenlauf nicht durchgehalten, Aprikose. Ich habe mich bewusst entschieden wieder aufzuhören mit Keto-Ernährung.

Hier schildere ich mal meine Beweggründe und Erfahrungen damit.

Es war bei mir so, dass ich 2 Monate lange ketogen gegessen habe. Nach ca. 1 Monat wurden die Schwächzustände immer schlimmer. Ich konnte zu dieser Zeit keinen Sport machen und hatte bei tägl. einer halben Std. spazieren ständig Muskelkater. Hochdosiertes Magnesium habe ich seit Mitte März kontinuierlich genommen (Migravent). Es ging mir so richtig schlecht, war im Alltag massiv beeinträchtigt. War ziemlich verzweifelt. Mit der ketogenen Ernäherung stieg die Schwäche immer mehr an.

Dann sagte mein Neurologe (der mir sehr kompetent erschien und auch einen entsprechenden Ruf hat), dass es nicht üblich ist, dass Migränepatienten betonen so sehr unter Schwächezuständen zu leiten während der Migräneattacken. Außerdem sei es typisch, dass die Schmerzen die Kopfseite wechseln von einer Attacke zur nächsten oder zumindest immer wieder mal. Bei mir jedoch war es immer diesselbe Kopfseite. Ich habe also keine Migränediagnose bekommen.

Nebennierenschwäche liege auch nicht vor (3 Bluttests über Hausarzt durchgeführt).

Am Anfang als Migräne noch im Raum stand, meinte mein Hausarzt, dass eine der besten migräneprophylaktischen Maßnahmen Ausdauersport sei. Also habe ich nach ca. 1 Woche "normaler" Kost mit Kohlenhydraten (Weißbrot, Nudeln, Kartoffeln, Obst, aber keine Cola oder Süßigkeiten), wieder mit Bewegung beginnen können und mich auch sehr bemüht darum. Es ging zunehmend besser, die Schwächen gingen sehr zurück und die Kopfschmerzen auch!!!

Jetzt hatte ich eine Woche lang kaum Bewegung, da ich krank war und zum Ende der Woche kamen wieder leichte Schwächeanwandlungen.

Keine Ahnung was da bei mir los ist. Ich denke immer wieder mal an Mitochondriopathie und ATP Mangel. Habe mal gelesen, dass damit "migräneartige Kopfschmerzen" einhergehen können. Während ich im Sport in der Schule im Wesentlichen immer gut war, war jedoch der Ausdauerbereich für mich immer ein großes Problem. Nach einem 400m Lauf hatte ich z.B. den restl. Tag krasse Übelkeit. Und das habe ich auch mal gehört, dass sich sekundäre Mitochondriopathie auch so äußern könne.

Wenn jmd. Tipps dazu hat, bin ich sehr interessiert daran.

Viele Grüße,
Arty


  
Aprikose
1.020 Beiträge

Sa, 10 Jun 2017 15:34
 re: Update

Hallo Arty,

wir haben Dir ja schon einiges geschrieben, auch zum Thema Schwäche, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Zwei Monate ist kein Langstreckenlauf, Du hast gerade die Schuhe zugebunden.

Ich möchte aber noch auf die Aussage Deines Neurologen eingehen. Mach mal eine kurze Internetrecherche zur Frage wechselnde Schmerzseite. Nur 70% haben laut Wiki überhaupt einseitige Migräne, also 30% sogar beidseitig. Ich habe eine Hauptschmerzseite, gelegentlich beidseitig und nur sehr selten Schmerzen auf der anderen Seite. Trotzdem haben alle Ärzte einschl. einer Schmerzklinik Migräne diagnostiziert.

Was bedeutet Dein Absatz zum Thema Sport? Interpretierst Du Deine Kopfschmerzen doch als Migräne?

Ich hatte, wie viele Migränepatienten, auch immer mal wieder kurzfristige Erfolge mit irgendwas. Im Jahresvergleich spielte das leider nie eine Rolle. Trotzdem halte ich es für möglich, dass es einzelne Fälle von schnellen Lösungen gibt. Vielleicht bist Du ja eine Ausnahme, ich wünsche es Dir.

Und ich habe auch im Internet gesucht, die seltensten Krankheiten ausgegraben, alles mögliche testen lassen, alles ohne Erfolg. Das haben sicher die allermeisten Migränepatienten so gemacht. Dennoch will ich Dich nicht davon abhalten, Du könntest tatsächlich der eine sein.

Bei Migräne muss man langfristig testen und beobachten. Aber das ist meine Meinung, Du musst Deine Meinung bilden und Deinen Weg gehen.

Alles Gute und viel Erfolg dabei!

Liebe Grüße
Aprikose


  
Jewel2
424 Beiträge

Sa, 10 Jun 2017 18:02
 re: Update

Hallo arty,
gut, dass Dein Neurologe und ich uns nicht kennen. Meine Migräne ist seit 30 Jahren immer rechts, ich hatte noch nie linksseitige Migräne. Es ist aber eine vom Neurologen diagnostizierte Migräne und es haben viele Jahre lang die dafür gedachten Triptane geholfen, was ebenfalls sehr dafür spricht, dass es eine Migräne ist.
Mein Schwächezustand während der Umstellungsphase hatte ca. 6 Monate gedauert, mit allen von Dir und etlichen anderen hier im Forum ebenfalls beschriebenen körperlichen Problemen.
Sekundäre Mitochondropatie kann natürlich ebenfalls ein Thema sein. Auch dazu und zu Kuklinski findet sich hier im Forum einiges, wenn Du angemeldet bist und mit der Suchfunktion suchst. Das ist letztlich auch nur ein Wort und die Lösung muss jeder selbst und individuell finden. Übrigens empfiehlt Kuklinski auch eine kohlehydratarme und fettreiche Ernährung...
Alles Gute bei Deinem weiteren Weg,
Jewel


  
HarryHirsch
1.417 Beiträge

Sa, 10 Jun 2017 20:52
 re: Update

War ja bei mir auch so, der Körper konnte mit dem ganzen Fett nichts anfangen.
Habe am Anfange immer mehr abgenommen, musste mit dem Sport aufhören, leichtes Joggen in der Ebene ging noch.
Nach 4 Monaten (ist typisch) die erste Umstellung im Körper usw. und nach einem Jahr war es besser als vorher,
deshalb habe ich weiter gemacht.
Etwas Wirkungsvolleres hatte ich vorher nie gefunden.

Könnte heute auch eine Woche oder Zwei von Pizza leben, das geht alles nach fast 10 Jahren.

Grüße Harry


  
arvi
1.206 Beiträge

So, 11 Jun 2017 11:45
 re: Update

Hallo Arty,

Die amerikanischen Ärzte, die aktuell die Atkins Diät empfehlen, empfehlen auch, parallel dazu täglich einen halben Teelöffel Kochsalz zusätzlich zu sich zu nehmen. Sie beschreiben auch diese schwäche Anfälle und dass es einem nicht gut geht, sagen aber, dass man nicht wieder anfangen soll, Kohlenhydrate zu essen, sondern eben die Kochsalzzufuhr zu erhöhen. Es kommt unter dieser Ernährung eben zu einer hohen Ausscheidung von Natrium, da Das ganze mit den Kohlenhydraten im Körper gespeichert Wasser ausgeschieden wird. Das kann einen auch völlig fertig machen.
Dann ist es durch aus möglich, Moderater in die kh-arme Ernährung einzusteigen und zum Beispiel erst mal die ungesunden Zuckerprodukte wegzulassen. Ich mach mir auch fetten Quark mit Leinöl nach Frau Budwig, worin ich dann Bananen und Beeren einmenge. Oben drauf noch viel Sahne. Da Habe ich auch einiges an Kohlenhydraten, die sich aber nicht so sehr auf den Blutzucker auswirken, da sie in den ganzen fetten versteckt werden. Außerdem kann man viele Nüsse essen zum Beispiel Walnüsse. Walnüsse und Bananen haben viel Serotonin, das möglicherweise hilfreich sein kann.

Viele Grüße
arvi


  
Arty
58 Beiträge

Mo, 12 Jun 2017 22:35
 re: Update

Hallo Arty,

wir haben Dir ja schon einiges geschrieben, auch zum Thema Schwäche, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.


Die Sache mit der Schwäche hat sich bei mir dermaßen krass entwickelt, dass ich mit der Zeit richtig ängstlich wurde. Ich dachte schon an eine neurodegenerative Erkrankung. Wilde Muskelfaszikulationen, begleitet vom Gefühl nur noch ein Hälmchen im Wind zu sein. Spazierengehen oder gemächliches Radfahren war oft nicht mehr möglich. Hatte in der Schwäche damit zu tun, nicht vom Stuhl zu kippen. Beim Autofahren, konnte ich teilweise kaum mehr die Kupplung gedrückt halten. Früher waren solche Zustände von heftigen einseitigen Kopfschmerzen begleitet. In dieser Phase waren die Schwächen von den Kopfschmerzen entkoppelt. Es schien alles aus dem Ruder zu laufen. Kopfweh war nicht mehr mein Problem. Die Ärzte sagten, dass ich keine Migräne hätte.... Es musste sich was ändern. Ich wollte dann, nachdem die Ärzte den Verdacht auf Migräne verwarfen, sehen, was passiert, wenn ich wieder normal esse, also wie sich dann die Schwäche entwickelt. Ich musste einfach experimentieren. Ich hatte den unbedingten Drang irgendwas zu ändern, denn in diesem Zustand war ich zu fast nichts mehr fähig, konnte auch keinerlei Pläne mehr machen, weil auf meinen Körper kein "Verlass" mehr war. So schlecht ging es mir noch nie.

Ich weiß nicht mal, ob meine Besserung mit dem Essen zusammen hängt - vielleicht sogar nicht. Ich vermute fast, dass die tägliche Bewegung bei der ich mich teilweise auch recht forderte, einen Unterschied machte. Die Bewegung allerdings wäre mir ohne Kohlenhydrate so nicht möglich gewesen.

Viele Grüße,
Arty


  
Arty
58 Beiträge

Mo, 12 Jun 2017 22:40
 re: Update



Ich möchte aber noch auf die Aussage Deines Neurologen eingehen. Mach mal eine kurze Internetrecherche zur Frage wechselnde Schmerzseite. Nur 70% haben laut Wiki überhaupt einseitige Migräne, also 30% sogar beidseitig. Ich habe eine Hauptschmerzseite, gelegentlich beidseitig und nur sehr selten Schmerzen auf der anderen Seite. Trotzdem haben alle Ärzte einschl. einer Schmerzklinik Migräne diagnostiziert.


Danke für die Info, wusste ich vorher nicht.

Wäre ich wo anders gelandet, hätte ich evtl. doch die Diagnose bekommen.


  
Arty
58 Beiträge

Mo, 12 Jun 2017 22:53
 re: Update

Hallo arty,
gut, dass Dein Neurologe und ich uns nicht kennen. Meine Migräne ist seit 30 Jahren immer rechts, ich hatte noch nie linksseitige Migräne. Es ist aber eine vom Neurologen diagnostizierte Migräne und es haben viele Jahre lang die dafür gedachten Triptane geholfen, was ebenfalls sehr dafür spricht, dass es eine Migräne ist.
Mein Schwächezustand während der Umstellungsphase hatte ca. 6 Monate gedauert, mit allen von Dir und etlichen anderen hier im Forum ebenfalls beschriebenen körperlichen Problemen.
Sekundäre Mitochondropatie kann natürlich ebenfalls ein Thema sein. Auch dazu und zu Kuklinski findet sich hier im Forum einiges, wenn Du angemeldet bist und mit der Suchfunktion suchst. Das ist letztlich auch nur ein Wort und die Lösung muss jeder selbst und individuell finden. Übrigens empfiehlt Kuklinski auch eine kohlehydratarme und fettreiche Ernährung...
Alles Gute bei Deinem weiteren Weg,
Jewel


Danke für die Infos. Du hast also auch eine komplett einseitige Symptomatik. War deine Schwäche ein durchgehender Zustand oder phasenweise Attacken? Bei mir kam es teilweise völlig unvermittelt und dann für z.B. ein od zwei Tage war alles andere zweitrangig, weil ich nur noch damit zu tun hatte irgendwie die Schwäche zu überstehen. Fast wie, wenn man gerade einen Wettlauf hinter sich gebracht hatte, nur das die Kondition nicht wieder zurückkommt in der Ruhephase. Ziemlich übel...

Wie du sagst, das mit der Mitochondropathie ist auch nur ein Wort. Was dann? Das hab ich mich auch schon gefragt und auch gesehen, dass Kuklinski low carb empfiehlt. Er hat auch einen Artikel über Migräne und Mitochondropathie geschrieben. Den Link, den ich mal gefunden habe, war aber futsch.

Viele Grüße,
Arty


Editiert: Mo, 12 Jun 2017 23:19 von Arty

  
Arty
58 Beiträge

Mo, 12 Jun 2017 22:57
 re: Update

War ja bei mir auch so, der Körper konnte mit dem ganzen Fett nichts anfangen.
Habe am Anfange immer mehr abgenommen, musste mit dem Sport aufhören, leichtes Joggen in der Ebene ging noch.
Nach 4 Monaten (ist typisch) die erste Umstellung im Körper usw. und nach einem Jahr war es besser als vorher,
deshalb habe ich weiter gemacht.
Etwas Wirkungsvolleres hatte ich vorher nie gefunden.

Könnte heute auch eine Woche oder Zwei von Pizza leben, das geht alles nach fast 10 Jahren.

Grüße Harry


Wow, das klingt nach einem flexiblen Stoffwechsel. Wie erklärst du dir, dass dein Kohlenhydratstoffwechsel nun wieder so auf Zack ist. Falls du dir schonmal die Frage gestellt hast. Denn das ist doch echt ein interessanter Befund, finde ich, dass es jetzt geht und damals nicht.


  
Arty
58 Beiträge

Mo, 12 Jun 2017 23:05
 re: Update

Hallo Arty,

Die amerikanischen Ärzte, die aktuell die Atkins Diät empfehlen, empfehlen auch, parallel dazu täglich einen halben Teelöffel Kochsalz zusätzlich zu sich zu nehmen. Sie beschreiben auch diese schwäche Anfälle und dass es einem nicht gut geht, sagen aber, dass man nicht wieder anfangen soll, Kohlenhydrate zu essen, sondern eben die Kochsalzzufuhr zu erhöhen. Es kommt unter dieser Ernährung eben zu einer hohen Ausscheidung von Natrium, da Das ganze mit den Kohlenhydraten im Körper gespeichert Wasser ausgeschieden wird. Das kann einen auch völlig fertig machen.
Dann ist es durch aus möglich, Moderater in die kh-arme Ernährung einzusteigen und zum Beispiel erst mal die ungesunden Zuckerprodukte wegzulassen. Ich mach mir auch fetten Quark mit Leinöl nach Frau Budwig, worin ich dann Bananen und Beeren einmenge. Oben drauf noch viel Sahne. Da Habe ich auch einiges an Kohlenhydraten, die sich aber nicht so sehr auf den Blutzucker auswirken, da sie in den ganzen fetten versteckt werden. Außerdem kann man viele Nüsse essen zum Beispiel Walnüsse. Walnüsse und Bananen haben viel Serotonin, das möglicherweise hilfreich sein kann.

Viele Grüße
arvi


Hi arvi,

danke nochmal für den Natrium-Hinweis. Du hast ja schonmal drauf hingewiesen. Kannst du mir dazu eine Quelle nennen, wo ich evtl. mal von diesen Atkins-Ärzten was lesen könnte?

Ich hab nach deinem Rat damals auch sehr viel gesalzen. Konnte keinen Unterschied feststellen. Weißt du eine Erklärung, wie Salzmangel eine heftige Schwächekrise mit innerer Zittrigkeit und Wackelpuddingmuskeln auslösen kann?

Seit meiner Keto-Zeit liebe ich: Rahmjoghurt/fetter Quark mit Leinöl, Walnüssen, Macadamias, Erdbeeren und Mandelmus. Jetzt tu ich noch mehr Beeren oder Apfelstücke mit rein und oft noch etwas Proteinpulver. Hab nur jetzt manchmal ein bisschen Angst, dass ich mich in ne Schwäche katapultieren könnte....

Viele Grüße,
Arty


  
Arty
58 Beiträge

Mo, 12 Jun 2017 23:15
 re: Update



Was bedeutet Dein Absatz zum Thema Sport? Interpretierst Du Deine Kopfschmerzen doch als Migräne?




Ich hab ja geschrieben, dass die Schmerzen migräneartig sind und das sind sie auch. Bin halt mit der genauen Einordnung etwas unsicher geworden, nach Verwerfen der Diagnose durch den Neurologen. In Zshg. mit Mitochondropathie hab ich mal gehört oder gelesen, dass solche migräneartigen Kopfschmerzen oft damit in Verbindung stehen. Vielleicht sagt Kuklinski auch, dass Migräne an sich eine Mitochondrienstörung ist, quasi ein Folgephänomen der geschwächten Mitochondrien. Und dann hab ich mal (ich glaub in einem youtube Video) gehört, dass sich eine Mitochondropathie im frühen Stadium so äußern könnte, dass man alles möglich sportlich unternehmen kann, nur dass die Ausdauer fehlt. Genau das konnte ich schon in meiner Kindheit an mir beobachten. In Sport war ich immer recht gut, aber Dauerlauf etc. hat mich fertig gemacht. So kam ich auf die Idee mit den Mitochondrien.




Und ich habe auch im Internet gesucht, die seltensten Krankheiten ausgegraben, alles mögliche testen lassen, alles ohne Erfolg. Das haben sicher die allermeisten Migränepatienten so gemacht. Dennoch will ich Dich nicht davon abhalten, Du könntest tatsächlich der eine sein.


Ja, das ist so eine Sache....man sucht und sucht, weil man halt eine Lösung möchte. Das ist sehr gut zu verstehen und kann gleichzeitig auch sehr zermürbend und zeitraubend sein, möglicherweise sogar von den wichtigen Dingen ablenken.

Bei Migräne muss man langfristig testen und beobachten. Aber das ist meine Meinung, Du musst Deine Meinung bilden und Deinen Weg gehen.

Alles Gute und viel Erfolg dabei!


Vielen Dank, ich wünsch dir auch alles alles Gute für deine Gesundheit!

Viele Grüße,
Martin


Editiert: Mo, 12 Jun 2017 23:20 von Arty

  
Juli
690 Beiträge

Do, 15 Jun 2017 09:49
 re: Update

Ich kenne auch sehr gut diese Schwächezustände. Leider. Es ist wirklich furchtbar. Sogar nach "viel gebratenem Fleisch mit viel Butter", das ist wirklich zum Verzweifeln.
Manchmal kann ich nicht auseinanderhalten, ob es Unterzuckerungen sind oder Histaminreaktionen, weil es sich ähnlich anfühlt, finde ich.

Momentan experimentiere ich mit Ballaststoffen und es scheint eine hilfreiche Möglichkeit zu sein:

1. resistente Stärke
2. Leinsamenbrötchen, selbst gebacken

leider muss ich absolut auf Joghurt und Quark verzichten, weil beides zuverlässig bei mir diese Schwächezustände nach sich zieht. Ich vermute, dass es Insulin-Peaks sind, angestoßen durch das Milchprotein. Bei Joghurt ist es wirklich heftig. Quark vertrage ich sowieso nicht, er führt bei mir auch zu Migräne, so dass beides für mich - leider - tabu ist oder nur in Ausnahmefällen als Notlösung herhalten muss (Krankenhaus / nach OP besser für mich als das angebotene Weißbrot mit Marmelade)

Trotzdem haut der Verzehr von Joghurt meinen Blutzucker so aus dem Gleis, dass ich danach mehrere Tage diese Schwächezustände habe.

Wie gesagt, ich bin auch noch am Experimentieren, wie ich diesem Phänomen beikommen kann.

Nach "zu vielen" Eiern passiert es auch, wenn ich zB 4 Rühreier mit Butter und Salat esse.
Wenn ich nur zwei Eier esse und ein Leinsamenbrötchen mit viel (!!!) Butter, geht es besser.
Wobei es auch sein kann, dass diese komische Attacke an den 4 Eiern liegt (Histamin? Allergie? weitet die Gefäße, daher Kollapsgefühl, Migräne - aber kaum zu trennen von Unterzuckerungen,
oder beides)

nur als Impuls & Idee: Ballaststoffe.
bei Diabetikern ja sogar zur BZ-Stabilisierung empfohlen, deshalb mein Wagnis, dies zu versuchen.

Insgesamt habe ich aber das Gefühl, unglaublich viel Fett zu brauchen, zu viel eigentlich. Viel kalte Butter zu den getoasteten Brötchenscheiben. Letztlich dadurch eine eigentlich sehr ketogene Nahrungszusammensetzung. Leider kann ich aber nicht genau trennen, was bei mir durch Histamin und was durch Zuckerschwankungen hervorgerufen wird, ich vermute, es überlagert sich.
ich versuche, so zu essen, dass ich bis 14 Uhr oder 14.30 fertig bin mit dem Mittagessen und dann mindestens 5 Std durchhalte ohne Essen.


  
arvi
1.206 Beiträge

Do, 15 Jun 2017 14:45
 re: Update

Liebe Arty,

Ich glaube, ich habe es in diesem Buch gelesen:

Die aktuelle Atkins-Diät von Westman, Phinney, Volek. Ich habe immer mal Muskelkrämpfe und da hilft mir Kochsalz. Salzmangel stört den Elektrolythaushalt im Körper und da kann man zittrig werden. Dies ist bekannt vom Durchfall, wo auch Salzstangen sehr beliebt sind zum Ausgleich der verlorenen Körpersalze.
Ich esse auch ganz gerne Bananen und rühre sie mir dann in den fetten Quark zusammen mit Leinöl, Beeren, Low Carb-Müsli, Moringa, Leinsamen, Flosamen u.a., mache mir viel Sahne drauf. Das gibt den Muskeln Kraft für das Training.

Liebe Grüße
arvi


Editiert: Do, 15 Jun 2017 14:48 von arvi

  
arvi
1.206 Beiträge

Fr, 16 Jun 2017 12:06
 re: Update

Zu den Bananen finde ich auch dies ganz interessant:

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/mediziner-warnt-...0522278197
Mediziner warnt: Keine Bananen zum Frühstück verzehren

Viele Grüße
arvi


  
Arty
58 Beiträge

Fr, 16 Jun 2017 13:35
 re: Update

Ich kenne auch sehr gut diese Schwächezustände. Leider. Es ist wirklich furchtbar. Sogar nach "viel gebratenem Fleisch mit viel Butter", das ist wirklich zum Verzweifeln.
Manchmal kann ich nicht auseinanderhalten, ob es Unterzuckerungen sind oder Histaminreaktionen, weil es sich ähnlich anfühlt, finde ich.

Momentan experimentiere ich mit Ballaststoffen und es scheint eine hilfreiche Möglichkeit zu sein:

1. resistente Stärke
2. Leinsamenbrötchen, selbst gebacken

leider muss ich absolut auf Joghurt und Quark verzichten, weil beides zuverlässig bei mir diese Schwächezustände nach sich zieht. Ich vermute, dass es Insulin-Peaks sind, angestoßen durch das Milchprotein. Bei Joghurt ist es wirklich heftig. Quark vertrage ich sowieso nicht, er führt bei mir auch zu Migräne, so dass beides für mich - leider - tabu ist oder nur in Ausnahmefällen als Notlösung herhalten muss (Krankenhaus / nach OP besser für mich als das angebotene Weißbrot mit Marmelade)

Trotzdem haut der Verzehr von Joghurt meinen Blutzucker so aus dem Gleis, dass ich danach mehrere Tage diese Schwächezustände habe.

Wie gesagt, ich bin auch noch am Experimentieren, wie ich diesem Phänomen beikommen kann.

Nach "zu vielen" Eiern passiert es auch, wenn ich zB 4 Rühreier mit Butter und Salat esse.
Wenn ich nur zwei Eier esse und ein Leinsamenbrötchen mit viel (!!!) Butter, geht es besser.
Wobei es auch sein kann, dass diese komische Attacke an den 4 Eiern liegt (Histamin? Allergie? weitet die Gefäße, daher Kollapsgefühl, Migräne - aber kaum zu trennen von Unterzuckerungen,
oder beides)

nur als Impuls & Idee: Ballaststoffe.
bei Diabetikern ja sogar zur BZ-Stabilisierung empfohlen, deshalb mein Wagnis, dies zu versuchen.

Insgesamt habe ich aber das Gefühl, unglaublich viel Fett zu brauchen, zu viel eigentlich. Viel kalte Butter zu den getoasteten Brötchenscheiben. Letztlich dadurch eine eigentlich sehr ketogene Nahrungszusammensetzung. Leider kann ich aber nicht genau trennen, was bei mir durch Histamin und was durch Zuckerschwankungen hervorgerufen wird, ich vermute, es überlagert sich.
ich versuche, so zu essen, dass ich bis 14 Uhr oder 14.30 fertig bin mit dem Mittagessen und dann mindestens 5 Std durchhalte ohne Essen.


Hallo Juli,

danke für die Beschreibung deiner Schwächeproblematik. Ich kenn mich nicht so aus, aber kann es sein, dass durch ungezuckerten Joghurt/Quark so heftige Insulinpeaks ausgelöst werden können, dass danach Unterzuckerung eintritt?? Hast du mal Zucker gemessen nach solchen Mahlzeiten?

Wegen Histamin: Ich bin auf alle möglichen Gräser-Pollen und Hausstaub allergisch. Bei mir jucken dann die Augen und ich könnte mich die ganze Zeit schneutzen. Das ist bei mir aber etwas komplett anderes als diese Schwächezustände. Leide viel weniger drunter als unter der Schwäche.

Kannst du bitte noch ein wenig darüber berichten, wie das mit der Schwäche bei dir angefangen und sich entwickelt hat?

Ist es auch so, dass die Musekln nur noch komplett inaktiv sein wollen und eine muskuläre Aktivierung zu Zittrigkeit der aktivierten Muskeln führt?

So wie ich es verstehe ist es weniger das Ketogene, sondern eher das Kohlenhydratreiche oder Insulinaktivierende was dir die Schwäche bringt, oder?
Aber wenn du die Rühreier mit viel Butter ist, dann ist das doch recht ketogen, hmmm.....?

Würdest du sagen, dass du ketoadaptiert bist? Ich frag mich nämlich ob ich evtl. die Schwäche nicht mehr hätte, wenn mein Fettstoffwechsel so richtig läuft. Deswegen versuch ich aktuell mich mit viel Bewegung zu fordern, was mir gut tut (in der Hoffnung, dass ich damit meinen Fettstoffwechsel verbessere/trainiere).

Bei mir war damals der allererste Gedanke, dass ich eine Unterzuckerung habe - wg. diesen Körpersymptomen, die in Verbindung mit den hefitgen einseitigen, pulsierenden Kopfschmerzen kamen. So bin ich ja auch auf diese Seite gestoßen. So richtigen Unterzucker konnte ich nie feststellen bei mir. Peter hat in seinem Buch und auf der Seite hier ja seine Theorie dazu erklärt. Ich frag mich, können ohne Unterzucker neben den Kopfschmerzen tatsächliche Unterzuckersymptome wie völlig Schwäche, Zittrigkeit auftreten - quasi während der Körper mit Adrenalin für eine Aufrechterhaltung des Zuckerspiegels sorgt? Weil eigentlich sollte doch durch die Bereitstellung des Zuckers, wieder alles ins Lot kommen (zumindest was Schwäche anbelangt).


  
Arty
58 Beiträge

Fr, 16 Jun 2017 13:39

 Großes Grinsen
 re: Update

Zu den Bananen finde ich auch dies ganz interessant:

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/mediziner-warnt-...0522278197
Mediziner warnt: Keine Bananen zum Frühstück verzehren

Viele Grüße
arvi


Danke für den Link, arvi und die Atkins Quelle.

Das dürfte für dich ja dann kein Problem sein mit den Bananen - schön in Fett gebettet.

Ich hab seit den Tipps hier immer kräftig gesalzen, während meiner Keto-Zeit. Vor kurzem hab ich dann mal gehört, dass man mit Salz sparsam umgehen sollte. Karl Lauterbach von der SPD ist ja bekannt dafür, sein Essen überhaupt nicht zu salzen. Ich hab's so verstanden, dass dies der wissenschaftl. einzig belebare Zusammenenhang zwischen Ernährung und Gesundheit sei: Salz verschlechert die Gefäßgesundheit.

Es wäre einen Versuch wert: Bei einer akuten Schwäche, mal massiv Salz aufs Steak. Weißt du, ob man da einen spürbaren Effekt merken können sollte, oder dauert das länger, bis der Körper davon "profitiert"?


Editiert: Fr, 16 Jun 2017 13:51 von Arty
Editiert: Fr, 16 Jun 2017 13:52 von Arty
Editiert: Fr, 16 Jun 2017 13:53 von Arty

  
arvi
1.206 Beiträge

So, 18 Jun 2017 22:39
 re: Update

Liebe Arty,

Es gibt ein Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Medizin, dass sich damit befaßt, was überhaupt wissenschaftlich nachgewiesen ist. Dies ist wohl nicht so in Bezug auf den Zusammenhang von Kochsalz und Bluthochdruck:

https://www.iqwig.de/download/A05-21B_Rapid_Report_Nichtmedi...uktion.pdf

Wo ist nachgewiesen, dass Kochsalz die Gefäße schädigt?

Ich bin durch den Allgemeinarzt Dr. Med. Günter Frank auf diese Fachlücken und die mehr wieder zitierten Vorurteile gestoßen worden, der z.B. geschrieben hat: "Schlechte Medizin- ein Wutbuch". Sehr interessant.
Ich selbst habe keine Angst mehr vor zuviel Salz. Aber jeder muss natürlich für sich selbst probieren, was hilft oder was vielleicht auch nicht hilft.
Ich passe auf und kontrolliere meine Werte beziehungsweise führe regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durch, um zeitnah reagieren zu können, wenn sich was negatives entwickeln sollte.

Viele Grüße
arvi


Editiert: So, 18 Jun 2017 22:40 von arvi

  
Arty
58 Beiträge

Di, 20 Jun 2017 12:27
 re: Update

Hallo arvi,

vielen Dank für den Link und den Hinweis auf Dr. Frank.

Als ich nach Dr. Frank, den ich bisher nicht kannte, googelte kam ich sofort auf einen Treffer, wo er mit Karl Lauterbach bei Maischberger streitet. Interessasnt!

Zu Kochsalz und Gefäße:
Ich kann dir leider keinen Nachweis nennen für den Zshg. von Kochsalz und Gefäßgesundheit. Ich hab auch noch nichts darüber gelesen, geschweige denn Studien oder Metaanalysen. Ich habe das einfach von Karl Lauterbach in einem Interview gehört und dem Gesagten Glauben geschenkt. Lauterbach hat keine Verbindung zu Bluthochdruck hergestellt, sondern allgemein zur Gefäßgesundheit (ich weiß nicht mal wie das definiert ist und inwiefern das mit Hochdruck zusammenhängt).


Viele Grüße,
Arty


  
arvi
1.206 Beiträge

Do, 22 Jun 2017 07:21
 re: Update

Hallo, Arty,

Bluthochdruck kann auf die Dauer die Gefäße schädigen. So könnte der vermutete Zusammenhang mit dem Kochsalz sein. Aber wie schon gesagt laut Dr. Frank und diesem Institut ist hier nichts wirklich nachgewiesen. Das Natrium aus dem Kochsalz benötigt der Körper für die Wasserausscheidung und letztere ist unter Low Carb erhöht, da die Kohlenhydratspeicherung im Körper Wasser zurückhält, was jetzt ausgeschieden werden muß. So sehe ich den Grund für den erhöhten Salzbedarf unter Low Carb.
Man kann regelmäßig seinen Blutdruck messen und daran erkennen, ob der sich negativ verändert.

Viele Grüße
arvi


  
Arty
58 Beiträge

Do, 29 Jun 2017 16:26
 re: Update

Danke für das Erklären der Zusammenhänge, arvi!


  

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