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Nutrition: Discussion Topic, Flat View
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AUTHOR
SUBJECT
Lynn
388 Postings

Th, 23 Mar 2017 13:44
 Bruderhahn-Initiative

Liebe Leute!

Habt ihr schon mal von der Bruderhahn-Initiative gehört?
Normalerweise sind die Hühner, von denen wir die Eier kaufen, so (hoch)gezüchtet, dass sie zwar viele Eier legen, aber kaum Fleisch ansetzten. Dadurch rentiert sich die Aufzucht der Hennen nicht für die "Fleischerzeugnis". Die Hähne (statistisch kommen ebensoviele Hühner als auch Hähne zur Welt)
werden somit gleich nach dem Schlüpfen getötet. Üblicherweise vergast. Und das auch bei der Biohaltung!! Vergasen stelle ich mir ziemlich qualvoll vor.
Wie kann man da noch einigermaßen ein gutes Gewissen haben?
Geht nicht. Aber praktisch wären Eier ja schon, insbesondere für die Ketogene Diät.
Obwohl man die Ketogene Diät ja auch mit Hülsenfrüchten, Quinoa, Kokosöl , Avocados und Gemüse durchführen könnte.

Aber da gibt es jetzt zum Glück einen großen Fortschritt. Nämlich die Bruderhahninitiative, die die männlichen Hennen leben läßt und zur Fleischproduktion aufzieht. Das ist dann allerdings eine andere Rasse, nämlich eine die sowohl Fleisch anlegt, als auch noch relativ viele Eier legt. Die Eier haben auch so eine pastellfarbenen Rosaton, oder Beschton, kann nicht genau beschreiben, aber man erkennt sie!!
Nur wirtschaftlich ist das leider ein Minusgeschäft, da die Rasse sowohl weniger Eier legt, als auch weniger Fleisch ansetzt.
Der wirtschaftliche Nachteil wird durch einen sehr leicht erhöhten Preis ausgeglichen.
Das Fleisch vom Bruderhahn ist überigens sehr empfehlenswert. Mit dem Kauf so eines Fleisches trägt man viel zum Tierschutz bei.

"Bio Basic" beteiligt sich an der Initiaive. Habe mir gestern eine 4erPackung Eier gekauft mit dem Siegel "Bruderherz" Habe alle Eier aufgegessen, haben herrlich geschmeckt.
"Ja Natürlich" soll sich auch daran beteiligen, davon gibt es auch das Fleisch von Hähnen. Ich weiß allerdings nicht, ob es das nur in Österrreich gibt.
Sonst könnte es sein, dass es solche "Bruderhahn"Eier auch bei bestimmten Bioverbänden gibt.

Es wäre auch gut, wenn die Ketogene Diät, oder auch "nur" eine kohlenhydratreduzierte Diät einigermaßen mit ökologischen/ethischen Gesichtspunkten kompartibel wäre. Muss ja nur einigermaßen sein. Und das wäre mal allen voran an allererter Stelle , keinen Thunfisch (der ist ja auch nichtmal ketogen) Fische überhaupt nur ausgewählte mit dem ökologischem Siegel, Fische sind ja sowieso antiketogen.
Und nur "Bruderherz"Eier.

Naja, leider ist es so, dass ich über längere Zeit ganz entusastisch Leidgenossen die Mersch-Migräne-Diät nahegebracht habe und jetzt regt sich das schlechte Gewissen, und eine tiefe Unzufriedenheit, wegen der Ökologie/Ethik. Obwohl ich ja nicht so weit gehen will, zu sagen dass man jetzt kein Fleisch mehr essen sollte, weil das auch ökologisch nicht so gut wäre. Halt zumindest aus ökologischer Landwirtschaft, aber soviel ich hier lesen, achten ja auch alle hier sehr darauf. Und auch bei den Eiern. Ich fände es nur sehr gut, wenn man zumindest die ganz "schlimmen" Sachen wie zum Beispiel Thunfisch wegläßt. Tiere töten um sie zu essen finde ich an sich auch nicht verwerflich, denn dasselbe tut ein veganer auch mit Pflanzen.


Edited: Th, 23 Mar 2017 13:58 of Lynn
Edited: Th, 23 Mar 2017 14:00 of Lynn
Edited: Th, 23 Mar 2017 14:18 of Lynn

  
Jewel2
423 Postings

Th, 23 Mar 2017 17:33
 re: Bruderhahn-Initiative

Hallo Lynn,
ich kenne die Bruderhahn-Initiative - hier im Fränkischen ist ein Hof, der da mit der Marke "Stolzer Gockel" mitmacht.
Ich war über 20 Jahre Vegetarierin, teil auch vegan, und kann davon nur abraten. Das mag ein paar Jahre klappen, aber ich hatte am Schluss massive Mangelerscheinungen, bei Aminosäuren, B-Vitaminen, Eisen usw. Ich sehe den derzeitigen Trend auch kritisch. Einerseits finde ich es gut, dass die Leute sich mit dem Thema befassen, aber andererseits finde ich es schlimm, wenn die Leute dann beschließen, dass ihre Kinder vegan aufwachsen etc. Ich kaufe heute mein Fleisch in Bio-Qualität, wobei natürlich grad bei Fleisch die Haltungsbedingungen trotzdem nicht optimal sind, halt besser als ohne bio, und auch die Schlachtung oft schlimm ist. Gern kaufe ich auch direkt beim Jäger hier im Dorf. Ich denke, es wäre schon viel erreicht, wenn die meisten Leute weniger essen würden, das dann bio und auch nur so viel einkaufen, wie man wirklich braucht. Leicht unterkalorisch soll ja am gesündesten sein.
Ich komme z.B. ein einer Woche locker mit 100 g Wurst aus. Mehr könnte ich mir auch gar nicht leisten, weil 80 g Bio-Schinken hier schon 5 Euro kosten.
Wieso ist Fisch "antiketogen"? Ich kenne das Wort gar nicht. Fisch hat doch keinerlei KH. Und es gibt fetten Fisch wie Buttermakrele, Lachs, Hering. Arvi z.B. beschreibt in einem Post, welchen fetten Fisch sie oft isst. Verstehe ich nicht ganz. Ich schaue da auch immer auf die Siegel, wobei es mich grad bei Fisch erstaunt, wie viele Siegel es da gibt... Laut Greenpeace taugen die auch z.T. wohl nicht so viel. Aber was darf ich dann überhaupt noch essen???

LG
Jewel


  
Lynn
388 Postings

Fr, 24 Mar 2017 13:24

 Big Smile
 re: Bruderhahn-Initiative

Ich war auch lange Zeit vegan und bin damit total eingefahren. Hat mich kaputt gemacht. Allerdings kann es aber auch sein, dass ich nicht genug gewußt habe darüber.
Jetzt geht bei mir ,zur Zeit jedenfalls, vegan gar nicht. Damit gehts mir total schlecht.
Aber du kommt ja echt mit wenig Fleisch aus, ich brauch da viel mehr. Aber vielleicht ist es bei mir auch nur vorübergehend so. Ja diszipliniert bist du schon :)

Ein Kind vegan aufwachsen zu lassen, das stößt mich total ab. Wie kommt ein Kind dazu dass Eltern ihm seine Ideologie einfach unaufgefordert aufdrücken?

Glücklicherweise hat man ja die Möglichkeit , sich trotzdem auch ethisch zu ernähren, wie zum Beispiel mit der Bruderhahninitiative.
Leider ist Fisch wie gesagt aus ökologischer Sicht sehr problematisch, aber es kommt auch darauf an welcher und wo. Ganz schlimm ist jedenfalls wie gesagt Thunfisch, aber den kann man ja auch meiden. Dass du auf die Siegeln beim Fisch achtest, finde es eh gut, trotzdem. Bei uns in Österreich ist es ja mit dem Fisch einfach. Im Salzkammergut bekommt man in jedem Gasthaus fangfrischen Fisch von eigenen Teich. Wie das ist Deutschland aussieht weiß ich nicht. Aber generell Fisch vom Teich mit "Naturland"Zertifizierung ist unbedenklich.
Fisch ist deswegen antiketogen wegen dem vielen Eiweiß. Und auch die sogenannten "Fettfische" haben trotzdem zuwenig Fett um ketogen zu sein, um das zu 60Protzent antiketogene Eiweiß auszugleichen.(Kohlenhydrate sind zu 100 Protzent antiketogen) Etwas ist ketogen wenn es mindestens 50 Protzent 100Protzentige ketogene Bestandteile enthält. Eier sind demnach leicht ketogen.

ketogen heißt ketonkörpererzeugend
antiketogen heißt ketonkörperauslöschend. Der Begriff "antiketogen" kommt auch in der Fachlinteratur vor.
Ich bin ja so stolz darauf, wie "wissenschaftlich" ich mich demnach schon ausdrücke

Finde ich interessant dass du die BruderhahnInitiative kennst? Weißt du dann mehr darüber wie zum Beispiel dieser Betrieb funktioniert?
Hab jetzt die Internetseite über Bruderhahn jetzt, das klingt ja echt sehr gut. Hoffentlich stimmt das auch alles so, aber es scheint schon so zu sein.
http://www.bruderhahn.de/

Und hier noch eine Liste, wo es solche Eier in euerer Nähe gibt http://www.bruderhahn.de/haendlerliste/

Was man überhaupt noch essen kann?? Sehr gute Frage.
Neulich las ich im Biomagazin "Schrot und Korn" dass auch der Avosadoanbau ökologische Nachteile mit sich bringt.
Naja. Am besten sehr abwechlungsreich essen, dann hält sich die ökologische Problematik in Grenzen und gesundheitlich ist es gut. Oder man isst gar nichts mehr und ernährt sich von Lichtnahrung. (Nicht ernst gemeint)


Edited: Fr, 24 Mar 2017 13:29 of Lynn
Edited: Fr, 24 Mar 2017 13:33 of Lynn
Edited: Fr, 24 Mar 2017 13:39 of Lynn
Edited: Fr, 24 Mar 2017 14:02 of Lynn
Edited: Fr, 24 Mar 2017 14:06 of Lynn

  
Lynn
388 Postings

Fr, 24 Mar 2017 13:49
 re: Bruderhahn-Initiative

Darf ich fragen was du dann sonst so isst, wenn du nur mit sowenig Fleisch auskommst?

Aber zu viel damit befassen ist auch nicht gut, sonst rutscht man noch in die Ökorexie. Habe neulich diesen Ausdruck gelesen. In Anlehnung an Anorexie oder Orthorexie. Also das verzweifelte Bemühen, sich ökologisch korrekt zu ernähren. Das kann auch absurde Ausmaße erreichen, indem man nur noch daran denkt welchen Apfel man zu welcher Jahreszeit essen kann und so.
So gut und wichtig es ist auf Ökologie zu achten, so schlimm kann es dann für den Betroffenen werden da irgendwie abzurutschen und einen Zwang zu verfallen.
Dasselbe ist ja mit dem Bemühen um gesundes Essen , was auch zur Ohrthorexie werden kann.
Im Prinzip ist es ja schon mal sehr gut die ganz "schlimmen" Dinge zu meiden, wie zum Beispiel frische Erdbeeren oder grüne Bohnen im Winter, oder ein paar ökologisch problematische Fische.
Aber irgendwo muss man auch einen Punkt machen, sonst kann man echt gar nichts mehr essen. Hoffentlich rutsche ich nicht da mal ab


Edited: Fr, 24 Mar 2017 14:18 of Lynn
Edited: Fr, 24 Mar 2017 14:23 of Lynn

  
Jewel2
423 Postings

Fr, 24 Mar 2017 16:31
 re: Bruderhahn-Initiative

Hallo Lynn,
das mit den 100 g bezog sich auf Wurst, nicht auf Fleisch. Fleisch esse ich mehr, genauso natürlich Eier und Fisch. Gemüse und Salat. Essen ist bei mir schon preislich ein großer Posten, ich kaufe viel im Bio-Markt oder Bio-Ware im Supermarkt. Optimal ist das alles aber natürlich trotzdem nicht. Wenn ich schon sehe, was alles über tausende von km transportiert wird, nur damit wir hier mit allem immer die Regale voll haben. Das ist ja auch im Bio-Markt nicht besser. Bio, saisonal, regional, da schwirrt einem der Kopf.
Lichtnahrung fände ich eine tolle Ernährungsweise, aber in Mitteleuropa dürfte das grad im Winter sehr schwierig sein ;-)
Ich mache jetzt mal wieder intermittierendes Fasten und ich merke, dass mein Körper es sehr schätzt, viele Stunden lang nichts verdauen zu müssen. Nur mein Geist mag das gar nicht, der würde immer gern stress-bedingt Essen in den Mund stecken wollen.
LG
Jewel


  
Lynn
388 Postings

We, 18 Dec 2019 18:33
 re: Bruderhahn-Initiative

Liebe Jewel!

Genau das ist es, nach meinen eigenen Erfahrungen und was ich jetzt so gelesen habe der springende Punkt.

Das Bedürfniss, wie du sagst, der Geist würde sich gerne stressbedingt was in den Mund stecken.

Und da wäre es sehr gesundheitlich sehr vorteilhaft, alle Ideologien und Ernährungsempfehlungen ad acter zu legen, und dem Bedürfnis, etwas kohlenhydrathaltiges zu essen nachkommen . Denn es spricht sehr viel dafür dass die Kohlenhydrate das Stresslevel senken! Stess kann ja auch durch was anderes bedingt sein, als durch eine überschiessende Insulinreaktion, was ja bei dir wohl nicht der Fall ist.


  



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