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migraeneinformation.deProphylaxeBotox / Betäubungen / Chirurgie

Botulinum Toxin A / Betäubungen / Chirurgie.

 


Inhaltsübersicht

Auf dieser Seite werden die folgenden Themen behandelt:


Botox: Ein starkes Gift

Anwendung gegen Falten

Botox in der Schmerztherapie

Migräne-Therapie mit dem Skalpell (Migräne-Chirurgie)

Lidocain-Tropfen und SPG-Blockade

Cervicale Selektive Rezeptoren-Blockade


Botox: Ein starkes Gift


Botulinum-Toxin A (Botox) ist eines der stärksten Gifte der modernen Arzneitherapie. Es hemmt selektiv die Acetylcholinfreisetzung an cholinergen Synapsen und kann damit zur Blockade von Nervenimpulsen eingesetzt werden. Quergestreifte und glatte Muskulatur sowie diverse Drüsen werden durch cholinerge Synapsen stimuliert, die alle mittels Botulinum-Toxin gehemmt werden können. Das besondere dabei ist der zeitliche Ablauf und die verlässliche Wiederholbarkeit:

Die medikamentös erzielte Lähmung setzt zwei bis fünf Tage nach intramuskulärer Injektion ein, hält ca. 3 Monate an und bildet sich stets wieder vollständig zurück.



Anwendung gegen Falten


Die Korrektur von Stirnfalten mittels Botox ist bereits als zugelassene Indikation in vielen Ländern anerkannt. Stirnfalten werden gesellschaftlich nicht nur als Zeichen der Hautalterung, sondern auch als Ausdruck von Anspannung, Ablehnung und Ärger empfunden, was mit dazu führt, dass viele Patienten eine solche Behandlung aus kosmetischen Gründen wünschen. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass mit Botox behandelte Gesichter keineswegs erstarrt wirken, sondern oft als zufriedener, weniger ängstlich und weniger traurig bewertet werden.



Botox in der Schmerztherapie


Die Anwendbarkeit von Botox in der Schmerztherapie ist umstritten.  Bei Schmerzen, die durch starke Muskelanspannung bei Dystonie und Spastik entstehen, scheint die Wirkung von Botox empirisch gut belegt zu sein. Sie wird hauptsächlich durch eine Normalisierung muskulärer Hyperaktivität und durch eine Normalisierung übermäßiger Muskelspindelaktivität erklärt. Darüber hinaus hemmt Botox auch die Freisetzung von Substanz P und anderen Neurotransmittern, die bei neurogenen Entzündungen von Bedeutung sind.

In weiteren Studien konnten Effekte von Botox auf entzündungsbedingte Schmerzen nachgewiesen werden.

Bei primären Kopfschmerzen scheinen die Ergebnisse jedoch nicht eindeutig zu sein. Insbesondere bei Spannungskopfschmerzen kann die Anwendung von Botox offenbar positive Effekte haben. Bei Migräne ist ein solcher Nachweis nicht eindeutig gelungen: Wenn, dann scheint nur ein kleiner Prozentsatz der Migräne-Betroffenen von Botox profitieren zu können, möglicherweise insbesondere dann, wenn ein Kombinationsschmerz vorliegt.

Allerdings wurden in den letzten Jahren einige Studien mit positiven Resultaten veröffentlicht. Prof. Göbel schreibt dazu in seinem Buch Kursbuch Migräne:

"In den vergangenen Jahren wurden mehrere kontrollierte Studien zur prophylaktischen Wirksamkeit von Botulinum Toxin A bei Migräne veröffentlichet. Die Autorengruppe um den amerikanischen Neurologen Silberstein konnte eine bedeutsame Abnahme der Häufigkeit von Migräneattacken, eine Abnahme der durchschnittlichen Schmerzintensität, eine Abnahme der Tage mit Erbrechen sowie eine Abnahme der Tage mit Akutmedikamentation nachweisen.
Weitere Untersuchungen kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Signifikante Nebenwirkungen wurden nicht beschrieben, und die Wirkung hielt nach einmaliger Injektion über drei Monate an."

Eine besondere Bedeutung könnte Botulinum Toxin A bei der Behandlung von Migränepatienten mit chronischer täglicher Migräne zukommen.


Bei vielen Patienten mit häufigen Migräneattacken (chronischer Migräne) scheinen sich offenbar die Schmerzanfälle und der Spannungskopfschmerz gegenseitig hochzuschaukeln. Bei einigen kann dieser Teufelskreis durch Botox durchbrochen werden: Wird die Muskelverspannung in Gesicht und Hals beseitigt, kann sie keinen Spannungskopfschmerz mehr auslösen. Die Folge: Der Patient nimmt weniger Schmerztabletten ein, die selber häufig eine Ursache von Kopfschmerzen sind ("Rebound"). Treffen weniger Schmerzimpulse auf das Gehirn, werden die Migräneanfälle seltener. Zudem werden Abbauprodukte des Bakteriengifts direkt in das Gehirn transportiert, wo sie antientzündlich und schmerzlindernd wirken. Es ist also denkbar, dass sich eine chronische Migräne durch Botox indrekt über die Beseitigung von begleitenden chronischen Spannungskopfschmerzen bessert.



Migräne-Therapie mit dem Skalpell (Migräne-Chirurgie)


Menschen mit einem bestimmten Migräne-Typ kann möglicherweise durch die Entfernung eines kleinen Stirnmuskels auf Dauer geholfen werden. Die in den USA erprobte Methode wird in Deutschland an verschiedenen Kliniken (siehe: Migräne-Chirurgie-Zentrum (mcz)) durchgeführt.

Sie richtet sich an Patienten, deren Migräne-Zentrum zwischen den Augenbrauen liegt. Bei diesen Personen soll die Erfolgsquote bei 80% liegen.

Etwa fünf bis zehn Prozent der rund acht Millionen Migräne-Kranken in Deutschland könnten von dem Eingriff profitieren, schätzen einige Experten. Allerdings ist die Methode kein Allheilmittel und auch kein Ersatz für die herkömmlichen medikamentösen Therapien. Die Patienten müssen vor der Operation ein mehrstufiges, von Neurologen begleitetes Auswahlverfahren durchlaufen.

Dazu gehört auch, dass in den Bereich zwischen den Augenbrauen testweise etwas Botox gespritzt wird, um den fraglichen Muskelbereich zu lähmen. Wenn die Patienten in den folgenden sechs Wochen dann eine deutliche Verbesserung der Migräne-Attacken spüren, soll eine Operation Sinn machen.

Durch den kleinen Muskelstrang (Corrugator), der schließlich entfernt wird, läuft der Trigeminus-Nerv, welcher bei entsprechenden Betroffenen zu stark gereizt wird, wodurch Entzündungsstoffe ausgeschüttet werden. Ein Nebeneffekt der Operation, die durch einen kleinen Schnitt in der Augenlidfalte erfolge, ist das Verschwinden von Zornesfalten zwischen Augenbrauen.

Weitere Infos finden sich hier.

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) steht dem Verfahren skeptisch gegenüber.



Lidocain-Tropfen und SPG-Blockade


Seit einiger Zeit gibt es recht erfolgversprechende Versuche mit Lidocain-haltigen Nasensprays bei der Behandlung von akuten Migräneattacken (siehe auch: Maizels M, Geiger AM. Intranasal lidocaine for migraine: a randomized trial and open-label follow-up. Headache 1999;39:543-551). Die DMKG bewertet aber die bislang vorliegenden Studien eher skeptisch.

Lidocain-haltige Lösungen als Nasentropfen werden auch bei Clusterkopfschmerzen angewendet. Der Vorteil: Die Anwendung ist ohne Nebenwirkungen. Der Nachteil: Dieses Verfahren wirkt nur bei jedem dritten Patienten.

Lidocain ist ein örtliches Betäubungsmittel, was in der Medizin häufig eingesetzt wird. Es ist aus dem Cocain abgewandelt, besitzt aber nicht die suchterzeugende Wirkung.

In der Türkei wurde jahrelang (aktuell allerdings nicht mehr) ein ähnliches Verfahren von dem Arzt Dr. Ilgaz unter dem Namen SPG-Blockade angeboten.

SPG steht für Spheno-Palladines Ganglion. Dabei handelt es sich um eine Nervenschaltstelle im Nasenbereich, die für die Weiterleitung von Schmerzimpulsen ins Gehirn verantwortlich ist, und die bei der SPG-Blockade während einer 10-tägigen Behandlung kontinuierlich mit Lidocain betäubt werden soll.

Ziel der Behandlung ist es, dass dieser Nervenknotenpunkt verlernen soll, Schmerzimpulse an das Gehirn weiterzuleiten.

Man darf davon ausgehen, dass ähnlich Botox oder wie bei der "Migränebehandlung mit dem Skalpell" nur ein Teil der Migräne-Betroffenen von dem Eingriff profitieren wird.


Cervicale Selektive Rezeptoren-Blockade


Kernstück der Therapie des Schmerz-Therapie-Zentrums Baden-Baden (Dr. Klaus Strackharn) ist die sog. Cervicale Selektive Rezeptoren-Blockade, bei der verdünnte Lokalanästhetika (vermutlich Lidocain) im Halsbereich gemäß einer dort entwickelten Methode gespritzt werden.



 




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