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Diabetes-Prävention mit täglich ein paar Tassen Kaffee [Ernährung]
29 Dez 06

Frauen profitieren vom Kaffee-Konsum wohl besonders

Viel Kaffee zu trinken schützt vor Diabetes. Diese These wird jetzt durch neue Studiendaten von Kollegen aus Finnland gestützt. Frauen scheinen vom Kaffee-Genuß dabei besonders zu profitieren.

In der Studie wurden von über 21 000 Personen im Alter von 35 bis 74 Jahren innerhalb von 13 Jahren regelmäßig Daten erhoben. In dieser Zeit wurde bei 964 Teilnehmern ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert.

Bei einem täglichen Kaffee-Konsum von drei bis sechs Tassen war die Diabetes-Rate bei Frauen um 29 Prozent und bei Männern um 23 Prozent niedriger als bei Menschen, die keinen Kaffee trinken. Dabei war die protektive Wirkung unabhängig davon, ob die Studienteilnehmer Übergewicht hatten, sich körperlich betätigten oder wieviel Alkohol sie tranken. Bei Frauen beeinflußte Kaffee die Diabetes-Rate außerdem in allen Studiengruppen stärker als bei Männern (Int J Obes 30, 2006, 1742).

Die Forscher um Dr. Gang Hu aus Helsinki vermuten, daß der antidiabetogene Effekt durch das im Kaffee enthaltene Magnesium und die Beeinflussung des Wärmehaushaltes durch Koffein bedingt ist. Den größten präventiven Effekt hat Kaffee scheinbar bei körperlich wenig aktiven und übergewichtigen Menschen, die pro Tag mindestens sieben Tassen tranken: sie erkrankten nur halb so häufig wie Kaffee-Verächter.

Weitere Infos finden sich hier.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Die Ergebnisse sind zwar irgendwie widersprüchlich (erst heißt es, die protektive Wirkung sei unabhängig von Übergewicht und Bewegung, dann profitieren Übergewichtige plötzlich besonders viel), trotzdem aber nicht uninteressant. Möglicherweise löst die aktivierende Wirkung des Kaffees etwas Ähnliches wie körperliche Bewegung aus.

Doch warum profitieren in erster Linie mal wieder Frauen? Ist das gerecht?



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