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Gewitter im Kopf: Immer mehr Kinder leiden an Migräne [Allgemein]
05 Mai 10

Ursache in veränderten Lebensumständen

Eine Ursache für die drastische Zunahme sehen Experten darin, dass sich die Lebensumstände der Kinder in den letzten Jahrzehnten stark verändert haben: Statt an der frischen Luft mit Freunden zu spielen, verharren viele Heranwachsende lieber stundenlang vor der Spielkonsole oder dem Fernsehgerät. Hohe Anforderungen in der Schule und im Familienleben setzen den Nachwuchs zusätzlich unter Druck. Mit dem pochenden Schmerz im Kopf gehen oftmals Übelkeit, Konzentrationsschwäche sowie Lärm- und Lichtempfindlichkeit einher. Bei schweren Fällen von Migräne können Kinder aber auch an Lähmungen, Sprachstörungen, Halluzinationen und Taubheitsgefühlen leiden. Schon jedes fünfte Kind im Vorschulalter klagt über gelegentliche Kopfschmerzen. Rund 12 Prozent der Unter-Zwölfjährigen haben Migräne-Erfahrungen. Rund der Hälfte der betroffenen Kinder wird auch im Erwachsenen-Alter an Migräne leiden.

Ausschlaggebend für die Behandlung ist der Leidensdruck. Also nicht, wie stark die Kopfschmerzen sind, sondern wie stark das Kind darunter leidet und in seiner Entfaltung eingeschränkt ist. Sind Kopfschmerzen stark, lange anhaltend, wiederholt und führen zu häufigen Schulversäumnissen und sind mit der Einnahme von starken Medikamenten verbunden, dann ist eine Langzeit-Therapie angeraten. Bis zur Pubertät steigt, so die Beobachtung, der Leidensdruck bei Mädchen deutlicher an als bei Jungs, während bei jüngeren Kindern keine Unterschiede zu verzeichnen sind.

Grundsätzlich zeigt Migräne bei Kindern die selben Symptome wie bei Erwachsenen. Allerdings können die Attacken kürzer als die medizinisch geforderte Dauer von vier Stunden sein, manchmal schlafen Kinder sogar während einer Attacke ein und wachen schmerzfrei auf. Ihnen schlägt die Migräne oft auf den Magen, das heißt sie zeigen Begleitsymptome im Magen-Darm-Trakt.

Weitere Infos finden sich hier.

Ammerkung von migraeneinformation.de:
Solange die Kopfschmerzexperten weiterhin Studien veröffentlichen, deren Kernaussage darin besteht, dass weder Süßigkeiten noch Schokolade Migräne auslösen, dürfte sich an dem Trend nichts ändern.



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