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Frühzeitig Triptane einnehmen soll Therapieerfolg erhöhen [Pharma]
13 Okt 04

Bessere Schmerzlinderung und weniger wiederkehrende Kopfschmerzen

Bei einer Migräneattacke sollten Triptane frühzeitig, also schon bei den ersten Symptomen, eingenommen werden. So läßt sich eine signifikant bessere Schmerzlinderung erzielen als bei späterer Einnahme. Zudem kommt es weniger häufig zu Wiederkehrkopfschmerzen, wie Professor Hartmut Göbel aus Kiel beim Deutschen Schmerzkongress berichtet hat.

In früheren klinischen Triptan-Studien war es Usus, daß die Patienten das Medikament erst anwenden sollten, wenn die Migräne eine mittelschwere bis schwere Intensität erreicht hatte. Aufgrund von neuen Erkenntnissen zur Pathophysiologie der Migräne wird mittlerweile ein frühzeitiger Therapiebeginn empfohlen, da dadurch der Therapieerfolg - rasche Schmerzlinderung und anhaltende Schmerzfreiheit - deutlich gesteigert werden kann.

Mittlerweile ist nachgewiesen, daß Triptane in die Schmerzweiterleitung im Gehirn eingreifen. Sie stoppen bei einer Migräneattacke die Sensibilisierung peripherer trigeminaler Neuronen und verhindern dadurch die Übererregbarkeit zentraler trigeminaler Strukturen, die zu einer schmerzhaften Überempfindlichkeit im Bereich der Kopfhaut und des periorbitalen Bereichs (kutane Allodynie) führt.

Neue klinische Studien haben ergeben, daß Triptane die Schmerzen signifikant besser lindern, wenn sie angewandt werden, bevor sich eine Allodynie entwickelt hat, so Göbel bei einem Symposium des Unternehmens MSD. So sind in einer Studie 112 Patienten mit mittel- und schweren Migräneattacken angewiesen worden, Rizatriptan (10 mg, Maxalt®) schon bei leichten Symptomen einer Migräne einzunehmen. 74 Patienten setzten bei drei Migräneattacken das Triptan ein, 38 erhielten Placebo.

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