migraeneinformation.de.


Studie findet Zusammenhang zwischen Endometriose und Migräne [Allgemein]
29 Okt 04

Frauen mit Endometriose sind doppelt so häufig von Migräne betroffen

Frauen mit Endometriose leiden doppelt so häufig an Migräne wie Frauen ohne diese Erkrankung. Das haben italienische Forscher in einer Studie herausgefunden, über deren Ergebnisse sie im Fachmagazin "Human Reproduction" (Ausgabe vom 28. Oktober) berichten. Warum diese Erkrankung möglicherweise Migräne begünstigt, sei noch nicht sicher, schreiben die Mediziner.

Bei der Endometriose lagert sich Gebärmutterschleimhaut im Muskelgewebe der Gebärmutter oder sogar außerhalb an andere Organe an. Das kann zu sehr schmerzhaften Regelblutungen, Blutungsstörungen, aber auch Rückenschmerzen führen. Die Forscher um Simone Ferrero von der Universität in Genua befragten die Frauen nach Kopfschmerzen und ließen von Neurologen die Art des Kopfschmerzes untersuchen.

Von den 133 Probandinnen mit Endometriose litt ein Drittel an Migräne. Bei den 166 gesunden Vergleichspersonen waren es nur 15 Prozent. Die Ausprägung der Migräne war in beiden Gruppen vergleichbar. Die Forscher fanden auch keinen Zusammenhang zwischen der Schwere der Endometriose und der Heftigkeit der Migräne. Allerdings gaben Frauen mit Endometriose einen früheren Ausbruch der Migräneanfälle an: Im Schnitt hatten sie mit 16 bis 17 Jahren begonnen, während die gesunden Frauen ihre ersten Anfälle auf ein Alter von etwa 22 Jahren datierten.

Möglicherweise tragen durch die Endometriose gebildete Hormone zu der Migräne bei, vermutet Ferrero. Auch sei gezeigt worden, dass die Steuerung der Synthese von Stickstoffmonoxid eine Rolle sowohl bei der Migräne als auch bei der Endometriose spiele. Weitere Forschung sei jedoch nötig, um die Verbindung zwischen den beiden Erkrankungen aufzudecken.




Kommentare (0)