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Der Umsatz rezeptfreier Medikamente bricht ein [Pharma]
16 Dez 04

Umsatzrückgang in 2004 um 13 Prozent

Die Gesundheitsreform sorgt bei den Herstellern rezeptfreier Medikamente für deutliche Umsatzeinbußen. Wie das "Handelsblatt" am Mittwoch unter Berufung auf Berechnungen des Marktforschungsunternehmens IMS Health berichtete, dürfte der Umsatz für rezeptfreie Medikamente im Jahr 2004 um 13 Prozent zurückgehen. Auslöser sei die Neuregelung im Rahmen der Gesundheitsreform, wonach seit Jahresbeginn die meisten nicht verschreibungspflichtigen Medikamente nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Die Zahlen deuten nur an, wie stark die Umsatzeinbußen vermutlich bei Spezialmedikamenten sind. Denn Medikamente wie Thomapyrin oder Aspirin sind mehrheitlich schon immer ohne Rezept gekauft worden, andere wie Petadolex dagegen vorrangig mit Rezept.

Es ist deshalb zu vermuten, dass die Gesundheitsreform hier zu keiner wirklichen Einsparung sondern lediglich zu einer Marktverschiebung geführt hat: Statt Petadolex werden nun wieder mehrheitlich Betablocker verschrieben. Und weitere nebenwirkungsschwache Alternativen wie Mutterkraut haben noch geringere Chancen.



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