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Zuckerkranke leiden weit häufiger an depressiven Symptomen als Gesunde [Allgemein]
27 Jan 05

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse legen einen biologischen Zusammenhang zwischen Diabetes und Depressionen nahe

Die Fehlmeinung, dass depressive Verstimmung eine Reaktion auf die Diagnose Diabetes sei, ist weit verbreitet, teils auch unter Ärzten. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse legen einen biologischen Zusammenhang zwischen Diabetes und Depressionen nahe. Dabei spielt chronische Stressbelastung für das Entstehen beider Erkrankungen eine nicht zu unterschätzende Rolle, heißt es in einer Aussendung von Universimed.

Etwa jeder fünfte Typ-2-Diabetiker leidet auch an depressiven Symptomen, die der Manifestation der Zuckerkrankheit im Schnitt um acht Jahre vorausgehen. "Ein depressiver Diabetiker wird größere Probleme mit der Einstellung des Blutzuckers und der Blutfette haben und eher zu Diabeteskomplikationen neigen als ein nicht depressiver Zuckerkranker", vermerkt Univ.-Prof. Dr. Monika Lechleitner von der Universitätsklinik Innsbruck.

Eindringliche Forderung von Experten daher: Es sei wichtig, Depressionen zu erkennen und zu therapieren. Warnhinweise sind etwa Schlafstörungen plus frühes Erwachen, Konzentrationsprobleme im Job, Veränderungen von Appetit und Körpergewicht. "Eine erfolgreiche Behandlung der Depression führt zu einer Verbesserung der Zuckerwerte sowie des gesundheitlichen Gesamtzustandes", betont der bekannte Stoffwechsel-Experte Univ.-Prof. Dr. Hermann Toplak aus Graz.

Depression ist aber nicht nur ein Risikofaktor für Diabetes, sondern auch für Essstörungen und Übergewicht.



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