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Kopfschmerz durch Analgetikaabusus kann auch Kinder plagen [Allgemein]
18 Jun 04

Fünf bis 10 Prozent aller Kinder leiden unter Migräne - mit steigender Tendenz

In einem Artikel der Ärztezeitung wird darauf aufmerksam gemacht, dass immer mehr Kinder an Migräne erkranken und in der Folge immer mehr Schmerzmittel einnehmen. Die häufige Einnahme der Schmerzmittel soll dann bis zum Medikamentenkopfschmerz führen.

Der Artikel geht davon aus, dass mittlerweile eine Migräneprävalenz von 5 - 10% bei Kindern besteht und dass die Erkrankungsraten steigen.

In dem zitierten Fall wird ein Entzug der eingesetzten Analgetika durch eine Kombination der Prophylaxe-Medikamente Metoprolol und Amitriptylin beschrieben.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Es ist erstaunlich, dass bei einem so hohen und regelmäßigen Schmerzmittelkonsum keine genaue Untersuchung durchgeführt wurde, welche spezifischen Lebensbedingungen zu dem Dauerschmerz führen konnten. Stattdessen wird ohne klare Beweise angenommen, dass die Schmerzmittel selbst den Dauerschmerz verursachen.

Der dann durchgeführte "Schmerzmittelentzug" mittels Metoprolol und Amitriptylin beweist nicht, dass tatsächlich ein Medikamentenkopfschmerz vorgelegen hat, höchstens dass die Kombination dieser beiden Mittel in diesem konkreten Fall als Migräneprophylaxe wirksam ist.

Desweiteren ist erstaunlich, dass die Kombination dieser beiden Mittel (bei Kindern angewendet) als offenkundig harmloser angesehen wird, als ein häufiger Schmerzmittelkonsum. Beide Mittel führen einzeln und in der Kombination erst recht zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels mit möglicherweise lebenslänglichen Folgeerscheinungen wie Übergewicht und einem deutlich erhöhten Risiko an Diabetes zu erkranken.




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