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Die Alterung der Gesellschaft beschert der Gesundheitsindustrie einen Superboom [Allgemein]
21 Mär 05

In 25 Jahren leben auf der Erde 1,3 Milliarden Menschen, die älter sind als 60

"Die Gesundheit ist unser höchstes Gut." Diesen Satz, den Hippokrates, Begründer der abendländischen Medizin, 400 Jahre vor Christus prägte, wird kaum einer der Menschen, die im Jahr 2030 in den Industrieländern zu Hause sind, mehr anzweifeln. Denn viele fragen dieses "höchste Gut" nicht nur nach, sie wollen es auch bewahren.

Und davon profitieren auch die Anbieter dieser "Ware" – Pharmakonzerne, Medizintechnikfirmen und Krankenhäuser. Behalten Wissenschaftler, die sich mit der demographischen Entwicklung beschäftigen, Recht, wird Gesundheit zum Pfeiler künftigen Wachstums. Einige läuten mit dem Innovationsschub in der Medizin gar den nächsten Super-Zyklus ein, der die Informationstechnologie in den nächsten Jahren als Wachstumstreiber ablösen könnte. "Im Jahr 2015 werden wir einen explosionsartigen Effekt erleben, wenn die Baby-Boomer ins Rentenalter kommen", sagt Wolfgang Sawazki, Analyst bei Sal. Oppenheim. „Menschen, die älter als 65 sind, fragen doppelt so viele Krankenhausdienstleistungen und dreimal soviel Medizintechnik nach wie der Bevölkerungsdurchschnitt. "Die Medizin schafft sich die Nachfrage praktisch selbst", sagt Reiner Dinkel, Professor für Demographie an der Universität Rostock. Analyst Sawazki rät Langfristanlegern, strategisch in Firmen zu investieren, die vom demographischen Wandel im Gesundheitswesen profitieren.

"Allerdings steigen die Gesundheitskosten in gleichem Maße wie die Nachfrage", sagt Dinkel. Anleger sollten deshalb auf Unternehmen setzen, die mit innovativen Produkten schneller wachsen als der Markt und dem Kostendruck der öffentlichen Haushalte begegnen, sagt Sawazki. Er sieht vor allem einen steigenden Bedarf an verbesserten, billigen Behandlungsmethoden, die die Gesamtbehandlungskosten senken.

Weitere Infos finden sich Handelsblatt.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Wir sehen einen wachsenden Bedarf nicht nur bei "verbesserten, billigen Behandlungsmethoden, die die Gesamtbehandlungskosten senken", sondern vor allem auch bei der Prävention von Erkrankungen.

Daneben glauben wir, dass es ähnlich wie in der im Artikel erwähnten Informationstechnologie eine Entwicklung hin zu Open-Source-Lösungen geben wird: Die Selbsthilfe-Medizin in Form von Internetforen und anderen Einrichtungen wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen und nach unserer Auffassung das eigentliche Rückgrat der medizinischen Versorgung der Zukunft sein.




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