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Limonaden die "wahren Dickmacher" [Ernährung]
22 Mär 05

Die neue Ernährungspyramide

Nicht nur Schokolade oder Speck, sondern Softdrinks sind nach Ansicht von Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) große Übeltäter im Kampf gegen die Pfunde. "Getränke sind die wahren Dickmacher", sagte sie bei der Vorstellung einer neu entwickelten "Ernährungspyramide" in Berlin.

Zuckerreiche Getränke wie Limonade und Cola seien besonders bei Verbrauchern mit niedriger Bildung beliebt und führten zur Dickleibigkeit. Deshalb werden in der neuen Pyramide, die gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entwickelt wurde, erstmals Getränke berücksichtigt.

Die überarbeitete Version hat fünf Seiten, ist also dreiminensional. Die Lebensmittel sind darin nach objektiven Kriterien, vorrangig nach Energiedichte und Nährstoffgehalt, in die jeweiligen Gruppen eingeteilt. Der bisherige Grundsatz "wenig Fett, viel Kohlehydrate" wurde relativiert. Besonders gut für die Ernährung sind laut DGE-Pyramide:

Fisch, fettarmes Fleisch, fettarme Milchprodukte, Raps- und Walnussöl, Obst, Gemüse, Salate, einige Nusssorten sowie Trink- und Mineralwasser.

Möglichst selten sollten dagegen die folgenden Produkte verzehrt werden:

Speck, Eier, Butter, Pflanzenfette, Zucker, Süßigkeiten, Kuchen, fettreiche Kartoffelprodukte, Fruchtsaftgetränke und Limonaden.

Erst in die 2 Ebene abgerutscht sind dagegen Getreideprodukte (auch Vollkorn) und das bislang stets so gefeierte Olivenöl. Margarine wird gemäß der neuen Pyramide der DGE als gesünder als Butter eingestuft.

Wählt man nur Lebensmittel der Ebene 1, dann entspricht die Diät ziemlich genau dem LOGI-Prinzip.

Weitere Infos finden sich hier oder bei der DGE.

Und so sieht die Pyramide aus:




Anmerkung von migraeneinformation.de:
Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung. Zwar ist immer noch eine gewisse Fettphobie aus den Empfehlungen herauszulesen (was suchen z. B. so natürliche, bewährte und z. T. extrem nährstoffreiche Produkte wie Eier und Butter auf der Liste der eher zu meidenden Lebensmittel?), aber Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut und ein vollständiges Wendemanöver bei den Ernährungsempfehlungen hätte das Vertrauen des Verbrauchers in solche Empfehlungen endgültig aufs Spiel gesetzt.

Gut ist aber auf jeden Fall, dass die problematische Rolle von Süßigkeiten und insbesondere von Softdrinks - alle Untersuchungen scheinen das zu bestätigen - nun endlich mehr in den Vordergrund rückt.



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