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Forscher entdecken Verbindungen von Glücklichsein und Gesundheit [Allgemein]
19 Apr 05

Glückliche Menschen haben angeblich niedrige Cortisol-Spiegel

Glücklichsein wirkt sich auf mehreren Wegen positiv auf die Gesundheit aus. Laut Forschern des University College London haben glückliche Menschen relativ geringe Mengen des Stresshormons Cortisol im Blut.

Der Stoff spielt eine Rolle bei Diabetes, Bluthochdruck und Krankheiten des Immunsystems. Auch Menschen mit Depressionen haben erhöhte Cortisol-Spiegel.

Das Team um Andrew Steptoe präsentiert seine Arbeit im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Science". Für die Studie wurden Daten von mehr als 200 gesunden Londonern im Alter von 45 bis 59 Jahren ausgewertet, die eine Art Glücktagebuch schreiben sollten.

Die Probanden mit den wenigsten Glücksmomenten im Alltag hatten unter Stress dagegen einen wesentlich höheren Gehalt des Blutgerinnungsstoffs Fibrinogen als glückliche Menschen.

Ein erhöhter Fibrinogenanteil zählt als Risikofaktor für Herz- und Gefässerkrankungen. Die Ergebnisse der Forscher deuten daraufhin, dass es einen Zusammenhang zwischen psychologischen Glück und biologischen Prozessen beim Menschen gibt.

Hintergrund der Studie war die Beobachtung, dass Menschen mit Depressionen mehr Gesundheitsprobleme haben als gesunde. Die Daten für die Analyse stammen aus der Whitehall II Studie, an der zwischen 1985 und 1988 mehr als 10 000 Britinnen und Briten teilnahmen.

Weitere Infos finden sich hier und hier.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Studien haben gezeigt, dass Patienten mit chronischer Migräne häufig erhöhte Cortisol-Spiegel (und gleichzeitig verzögerte Melatonin-Reaktionen) besitzen. Andere Untersuchungen konnten belegen, dass zwischen Migräne und Depressionen eine Komorbidität besteht.

Umgekehrt behauptet Wolfgang Lutz in Leben ohne Brot, dass sich erhöhte Cortisol-Spiegel unter einer kohlenhydratarmen Diät deutlich senken lassen. Dies ist vor allem dann naheliegend, wenn die Erhöhung der Cortisol-Spiegel auf Gegenmaßnahmen gegen häufige Unterzuckerungen als Folge einer zu kohlenhydratreichen Ernährung zurückzuführen ist.



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