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Gute Placebowirkung der Akupunktur bei Migräne [Allgemein]
04 Mai 05

Scheinakupunktur erzielt gleiche Wirkung wie die Akupunktur nach den Regeln der chinesischen Heilkunst

In der Studie, die Privatdozent Dr. Klaus Linde vom Zentrum für naturheilkundliche Forschung der TU München an 18 ambulanten Zentren durchgeführt hat, wurde ein Drittel der Patienten auch nach den Regeln der chinesischen Heilkunst behandelt. Sie erhielten in einem Zeitraum von acht Wochen insgesamt zwölf Sitzungen. Der Erfolg war ein deutlicher Rückgang der durchschnittlichen Kopfschmerztage. Die Wirkung war damit besser als in der Vergleichsgruppe, in der die Patienten in einer Warteliste auf eine spätere Behandlung vertröstet wurden. Hier nahm die Zahl der Attacken erwartungsgemäß nicht merklich ab.

In einer dritten Gruppe wurden die Patienten zwar mit Akupunktur behandelt, aber nicht an den von der chinesischen Lehre vorgesehenen Orten. Dass sie damit nur scheinbar akupunktiert wurden, wurde den Patienten verschwiegen. Das Ergebnis war eine ebenso deutliche Wirkung wie bei der „lege artis“-Akupunktur.

Eine Wirkung (definiert als Rückgang der Kopfschmerztage über wenigstens 50 Prozent) wurde durch die echte Akupunktur bei 51 Prozent der Teilnehmer, mit der Schein-Akupunktur bei 53 Prozent erzielt, während die Patienten auf der Warteliste nur zu 15 Prozent diesen Endpunkt erreichten.

Die Autoren sehen in der Studie einen Beleg dafür, dass die Wirkung der Akupunktur auf "unspezifischen physiologischen Effekten des Nadeln beruht oder eine deutliche Placebowirkung hat oder durch aber eine Kombination beider Faktoren vorliegt".

Weitere Infos finden sich im Deutschen Ärzteblatt.



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