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Wird Diabetes zur Volksseuche? [Allgemein]
08 Mai 05

Hohe Kosten durch assoziierte Erkrankungen

Nach Schätzungen der WHO wird weltweit die Zahl der Menschen mit Diabetes in den Jahren 2000 bis 2030 von 171 auf 366 Millionen zunehmen; dies entspricht einer Steigerung von 115%. Regional wird die stärkste Zunahme der Inzidenz von Diabetes für Afrika erwartet (260%). In Deutschland hat die Zahl der Menschen mit Diabetes von 1988 bis 2001 um 43% zugenommen. Momentan kann man davon ausgehen, dass ca. 8% der deutschen Bevölkerung, d.h. 5-6 Millionen Menschen an Diabetes leiden. Für die Zunahme dieser Erkrankung ist im wesentlichen der Typ 2 Diabetes verantwortlich: Zum einen haben die Neuerkrankungen an Typ 2 Diabetes parallel mit dem häufigeren Auftreten von Übergewicht in den vergangenen Jahren zugenommen, zum anderen trägt die hohe Diabeteshäufigkeit im hohen Alter in einer immer älter werdenden Bevölkerung zur Zunahme der Diabetes-Prävalenz bei. Wenn keine geeigneten Maßnahmen ergriffen werden, muss auch in Deutschland mit einer weiteren Zunahme der Erkrankung gerechnet werden.

Parallel zur Zunahme des Diabetes wird die Zahl der mit ihm assoziierten Erkrankungen steigen. Es handelt sich dabei um die Verengungen der großen Gefäße von Herz, Gehirn und der Beine, die Verschlüsse der kleinen Gefäße von Augen und Nieren und um die Folgen des diabetischen Nervenschadens: Herzinfarkt, Schlaganfall, Amputationen an den Beinen, Erblindung und Nierenversagen mit der Notwendigkeit der Dialyse. Diese Krankheiten sind es, die Lebenserwartung und Lebensqualität der betroffenen Menschen beeinträchtigen.

Wenn nichts geschieht, wird der Diabetes zur Volksseuche werden und die Zahl der Menschen, deren Lebensqualität durch die mit dem Diabetes assoziierten Krankheiten beträchtlich eingeschränkt ist, wird weiter zunehmen. Und nicht zuletzt werden zusätzliche, nicht unbeträchtliche Kosten auf das Gesundheitssystem zukommen.

Weitere Infos finden sich bei DiabSite.



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