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Diabetes: Stress treibt Blutzucker hoch [Allgemein]
26 Mai 05

Bei seelischen Belastungen Zuckerwerte erst recht nicht vergessen!

In Stress-Situationen, etwa bei außergewöhnlichen seelischen Belastungen, müssen Diabetiker besonders auf ihre Blutzuckerwerte achten, selbst wenn ihnen andere Dinge gerade viel wichtiger erscheinen. Dazu mahnt Prof. Dr. med. Thomas Haak vom Diabetes-Zentrum Mergentheim im Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber". "In belastenden Situationen schüttet der Körper vermehrt Stresshormone wie Adrenalin aus. Als Folge davon steigt der Blutzucker", erklärt er. Die Diplompsychologin Elisabeth Holle aus der selben Klinik ergänzt, bei Diabetikern mit viel Stress sei oft eine schlechte Stoffwechseleinstellung festzustellen. Neben dem Hormoneinfluss komme die Diabetesbehandlung selbst zu kurz. "Als Trost wird häufig auch zu viel gegessen", weiß sie.

Weitere Infos finden sich im Presseportal.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Die Ausführungen und Erläuterungen decken sich mit den Erklärungen auf migraeneinformation.de, warum so viele Migränebetroffene vorwiegend in der Entspannungsphase nach dem Stress oder mitten in der Nacht Migräne bekommen: So lange regelmäßig gegessen wird und der Stress hoch ist, d. h. ausreichend Stresshormone ausgeschüttet werden, ist auch der Blutzuckerspiegel ausreichend hoch. In der Entspannungsphase, speziell wenn diese auch noch mit einer gewissen Nahrungsabstinenz einhergeht (z. B. des Nachts oder beim Warten auf das Essen im Restaurant), sind die Stresshormone und damit die interne Glukosebereitstellung reduziert, bei gleichzeitig geringer Glukosezufuhr aus der Nahrung. Eine Umstellung auf Ketonkörper als alternative interne Energiequelle unterbleibt, weil der Körper bei vorwiegend kohlenhydratreicher Ernährung darauf nicht eingestellt ist. Der Blutzuckerspiegel fällt in der Folge rasch und der Körper sieht sich gezwungen, mit einer massiven sympathischen Reaktion - also erneuter Ausschüttung von Stresshormonen wie z. B. Adrenalin - zu reagieren und das mitten in der Entspannungsphase. Dies sind die Situationen, in welchen Migräneanfälle getriggert werden.



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