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Kalzium und Vitamin D gegen prämenstruelles Syndrom [Allgemein]
14 Jun 05

Richtige Ernährung verringert das Risiko von vornherein

Mit einer Ernährung, die reich an Kalzium und Vitamin D ist, kann das prämenstruelle Symdrom (PMS) erfolgreich behandelt werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Universtiy of Massachusetts gekommen. Das Team um Elizabeth Bertone-Johnson verglich die Ernährung von 1.000 Frauen mit PMS mit jener von 2.000 Frauen ohne prämenstruelles Syndrom. Frauen ohne PMS nahmen eher mehr Vitamin D und kalziumreiche Nahrungsmittel wie Milch, Käse, Brokkoli und Getreide zu sich. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Archives of Internal Medicine veröffentlicht. Viele Frauen haben vor ihrer Periode leichte emotionale oder körperliche Symptome. Rund 20 Prozent leiden unter schwereren Symptomen.

Frühere Studien haben laut BBC bereits nachgewiesen, dass die Einnahme von Kalzium die Symptome von PMS zu verringern scheint. Die aktuelle Studie geht jedoch davon aus, dass Kalzium und Vitamin D das PMS-Risiko von vornherein verringern können. Die Hintergründe für diesen Zusammenhang wurden nicht erforscht. Ältere Studien legten jedoch nahe, dass Kalzium und Vitamin D die Östrogenwerte beeinflussen. Es wurde nachgewiesen, dass das Blutkalzium und die Vitamin D Werte bei Frauen mit PMS niedriger sind.

Unter Berücksichtigung von Faktoren wie Alter, Kinder und die Rauchgewohnheiten zeigte sich bei der aktuellen Studie laut Bertone-Johnson, dass die Teilnehmerinnen mit der höchsten Aufnahme von Vitamin D und Kalzium deutlich seltener unter PMS litten. Die erhöhte Aufnahme von Kalzium und Vitamin D über die Nahrung führe also zu einem deutlich geringeren PMS-Risiko. Der Konsum dieser Frauen entsprach in etwa vier Portionen von Magermilch oder fettarmer Milch, konzentriertem Orangensaft oder fettarmen Milchprodukten wie Yoghurt.

Weitere Infos finden sich bei Yahoo!

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Dieser Artikel ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass die sog. Ernährungswissenschaft sich im Wesentlichen von Dogmen leiten lässt und kaum etwas mit wirklicher Wissenschaft zu tun hat.

In dem Artikel wird behauptet, dass eine Kalzium- und Vitamin-D-reiche Ernährung eine gute Prophylaxe gegen PMS sei.

U. a. fällt der Satz: "Frauen ohne PMS nahmen eher mehr Vitamin D und kalziumreiche Nahrungsmittel wie Milch, Käse, Brokkoli und Getreide zu sich."

Dagegen gilt (siehe z. B.: http://www.gesundheit.com/gc_detail_7_vitumin19_7.html):

"Die reichhaltigsten Vitamin-D-Quellen sind Fischleberöle und Salzwasserfische wie Sardinen, Heringe, Lachs und Makrelen. Eier, Fleisch, Milch und Butter enthalten ebenfalls geringe Mengen. Pflanzen sind unbedeutende Quellen. Früchte und Nüsse enthalten praktisch überhaupt kein Vitamin D. Der Vitamin-D-Gehalt der Frauenmilch reicht nicht aus, um den Bedarf des Kindes zu decken."

Vitamin D befindet sich insbesondere in tierischen Fetten. Deswegen wussten Mütter schon immer: Rachitis bei Kindern verhindert man durch Lebertran oder Höhensonne. Wird die Säuglingsmilch mit fettarmer Milch angerührt, kann es gleichfalls leichter zu entsprechenden Entwicklungsstörungen kommen. Dennoch wird in diesem Artikel die gegenteilige Behauptung aufgestellt:

"Der Konsum dieser Frauen entsprach in etwa vier Portionen von Magermilch oder fettarmer Milch, konzentriertem Orangensaft oder fettarmen Milchprodukten wie Yoghurt."

Daraus kann nur geschlossen werden:
Das über die Nahrung aufgenommene Vitamin D dieser Frauen war eher gering, jedenfalls viel geringer, als wenn mal ein fetter Hering auf dem Teller gelegen hätte.

Sieht man einmal von den Milchprodukten ab, dann war aber möglicherweise auch die Kalziumaufnahme nicht ungewöhnlich hoch. Denn der Artikel führt unter den Kalzium-reichen Produkten auch das Getreide, welches bekanntlich nicht besonders Kalzium-reich ist. Im Gegenteil: Einige Studien behaupten, dass die Ballaststoffe des Getreides zu einer Malabsorbtion verschiedener Nährstoffen - u.a. Kalzium - führen können.

Dennoch ist es ein alter Hut, dass sich eine Vitamin-D- und Kalzium-reiche Ernährung positiv auf PMS auswirken kann. So etwas konnte man z. B. schon bei GLAMOUR.de nachlesen. Die Kernaussage selbst scheint also möglicherweise durchaus zu stimmen.

Der Artikel ist deshalb so zu verstehen:

Da tierische Fette gemäß der Doktrin der Ernährungswissenschafter ungesund sind, musste alles so zurechtgebogen und -gelogen werden, dass am Ende - ohne dass es sonderlich auffällt - wieder alles auf die übliche Vollwerternährung rausläuft. Denn welcher Journalist oder Leser macht sich schon die Mühe, mal in einer Nährwerttabelle die Ergebnisse zu verifizieren?




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