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Diabetes verschlingt 27 Milliarden Euro zuviel [Allgemein]
22 Jun 05

Studie der Felix-Burda-Stiftung deckt Mißstände in der Gesundheitsvorsorge Deutschlands auf

Mit einer wirksamen Vorbeugung von Diabetes könnten jährlich 27 Milliarden Euro in Deutschland eingespart werden. Das haben führende Experten aus Deutschland in einer aktuellen Studie der Felix-Burda-Stiftung und der Management- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton herausgefunden. Derzeit leiden hierzulande rund sechs Millionen Menschen an Diabetes, jeder einzelne Fall kostet jedes Jahr 5000 Euro. Daraus ergeben sich jährlich Summen von 30 Milliarden Euro. Mediziner gehen davon aus, daß rund 90 Prozent der Diabetesfälle durch einfache Maßnahmen wie gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung vermieden werden könnten. Damit lägen die möglichen Einsparungen bei 27 Milliarden Euro.

Um bei ständig steigenden Zahlen von Erkrankungsfällen eine Kostenexplosion zu verhindern, fordern die Experten nun gesetzliche und politische Maßnahmen. "Süßigkeitenautomaten in Schulen und Fernsehwerbung für Dickmacher im Nachmittagsprogramm sollten verboten werden", verlangt Christa Maar, Vorsitzende der Felix-Burda-Stiftung.

Weitere Infos finden sich in der Welt.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Sollten die "angedrohten" Maßnahmen bei Diabetes zu der gewünschten Kostenreduzierung führen, würde sich vermutlich ein seltsamer Nebeneffekt zeigen: Migräne und andere Kopfschmerzerkrankungen wären gleichfalls rückläufig. Denn es sprechen sehr viele Anzeichen dafür, dass sowohl Diabetes als auch Migräne durch den gleichen Lebensstil gefördert werden.

Dass die Medizin diesen "dirigistischen" Maßnahmen eher skeptisch gegenübersteht und mehr auf Behandlung und Kontrolle denn auf Prävention setzt, sollte nicht weiter überraschen.



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