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Selbsthilfe-Verein "Migräne Liga" gibt neuen Ratgeber heraus [Allgemein]
14 Jul 05

Barmer Ersatzkasse spendet 14000 Euro

"Migräne ist eine Krankheit, die lange Zeit nicht ernst genommen wurde", betont Nikolai Karheiding. Und als Beweis zitiert der Vorsitzende der bundesweit agierenden "Migräne-Liga", die ihren Sitz in Ginsheim hat, den Autor Erich Kästner, in dessen Werk folgender Satz zu lesen ist: "Gnädige Frau nahm sich ihre Migräne..."

Neuen Erkenntnisse in der Medizin und der Naturheilkunde sowie langjähriger Aufklärungsarbeit ist es zu verdanken, dass die Betroffenen inzwischen nicht nur sehr qualifiziert behandelt werden können, sondern ihre Krankheit darüber hinaus als Schwerbehinderung anerkannt ist. In besonders schlimmen Fällen sieht der Gesetzgeber laut offizieller "GdB-Liste" sogar einen Behinderungsgrad von bis zu 60 Prozent vor.

Ausschlaggebend für die Gründung der "Migräne Liga", die unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" aktiv ist, war die große Zahl der Betroffenen: "In Deutschland leiden 16 Millionen Menschen an Kopfschmerzen, davon sind über acht Millionen Migräne-Patienten." Ganz besonders freut Nikolai Karheiding und Otto Uhl, den Geschäftsführer des Vereins, daher die finanzielle Unterstützung durch die Barmer Ersatzkasse. Wurden in den vergangenen fünf Jahren ausschließlich Migräne-Symposien gesponsert, konnten die beiden Vereinsvertreter gestern in der Geschäftsstelle der Krankenkasse im Rüsselsheimer Löwencenter einen Scheck über 14000 Euro für die Realisierung der Broschüre "Kopfschmerzen und Migräne bei Kindern in Frage und Antwort" entgegen nehmen.

Der informative Ratgeber im Din-A-5-Format, der ab Mitte August kostenlos in allen Barmer-Geschäftsstellen zu haben ist, wird zunächst in einer Auflage von 15000 Exemplaren erscheinen. "Und bei Bedarf wird nachgedruckt", versichert Otto Uhl.

Weitere Infos finden sich bei Main-Spitze.



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