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Migräne-Leitlinie setzt auf frühe Intervention [Allgemein]
18 Jul 05

Neue Therapie-Empfehlungen sollen im Herbst veröffentlicht werden

Leidenschaftliche Diskussionen - das kennzeichnet die aktuelle Situation bei der Versorgung von Schmerzpatienten. So liegen Schmerztherapeuten seit Monaten mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Dauer-Clinch wegen angeblich drohender Honorareinbußen im Rahmen des seit 01.04.2005 geltenden Vergütungskatalogs EBM 2000. Geeinigt haben sich zumindest Kopfschmerzspezialisten untereinander - und zwar zur Therapie bei Migräne.

Eine neue Leitlinie zu Therapie und Prophylaxe bei Migräne ist für den Herbst angekündigt. Den Spezialisten ist es ein besonderes Anliegen, daß Migränepatienten früh behandelt werden. In dem Leitlinienentwurf wird betont, daß Medikamente gleich zu Beginn einer Attacke eingenommen werden sollen - das heißt, wenn Kopfschmerzen beginnen oder Zeichen auftreten wie Gähnanfälle, die Attacken ankündigen.

Diese frühe Intervention ist gerade für Patienten wichtig, die bei Migräne eine Allodynie bekommen. Ist eine solche Hautüberempfindlichkeit erst aufgetreten, wirken Triptane kaum noch, wie Studien belegen. Aber: Patienten, die vor Attacken eine Aura haben, etwa Flimmerskotome, müssen mit einer Triptaneinnahme warten, bis die Aura vorbei ist.

Weitere Infos finden sich in der Ärzte-Zeitung.



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