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Genmutation bei Typ 1 Diabetes [Allgemein]
12 Jul 04

Forscher entdecken Gendefekt, der angeblich erklärt, warum manche Menschen an Diabetes des Typs 1 erkranken

US-Forscher haben in einem kürzlich entdeckten Gen einen Defekt gefunden, der scheinbar erklärt, warum manche Menschen an Diabetes des Typs 1 erkranken. Das SUMO-4-Gen hilft bei der Regulierung des Immunsystems, das den Körper gegen Infektionen schützt. Jin-Xiong She und seine Kollegen vom Medical College von Georgia (www.mcg.edu) haben fast 1.000 Familien mit Diabetesfällen untersucht. She hat in den vergangenen zehn Jahren das Zusammenspiel von Immunsystem und Umwelteinflüssen als Auswirkung auf Typ 1 Diabetes erforscht.Liegt die Diagnose Diabetes vor, so bedeutet das, dass der Körper des Betroffenen die Glukose im Blut nicht in Energie konvertieren kann, weil das Hormon Insulin, das diesen Prozess ermöglicht, entweder nicht produziert wird oder nicht richtig arbeitet. Deshalb müssen Patienten mit Typ 1 Diabetes Insulin zu sich nehmen. She und sein Team beobachteten SUMO-4 wegen seiner Wirkung auf das Immunsystem. Sie fanden heraus, dass Familienmitglieder mit Typ 1 Diabetes geneigter waren, eine bestimmte natürliche Mutation dieses Gens aufzuweisen.

Weitere Infos finden sich hier.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Es ist zu befürchten, dass ähnlich wie bei Migräne, auch hieraus der falsche Schluss gezogen wird, bei Diabetes handele es sich lediglich um einen Gen-Defekt, Erkrankungen seien folglich reine Einzelschicksale. Es ist offenkundig, dass die Disposition an Diabetes zu erkranken, eine erbliche Komponente besitzt. All dies erklärt aber nicht die - ähnlich wie bei Migräne - epidemische Ausbreitung der Erkrankung. Die Gründe hierfür aufzudecken dürfte eine der Hauptaufgaben der Medizin in den nächsten Jahren sein.




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