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Neue Studie legt offen: Diabetes ist die teuerste chronische Krankheit in Deutschland [Allgemein]
29 Jul 05

Dazu wurden Daten der AOK und einer kassenärztlichen Vereinigung ausgewertet

Rund sechs Millionen Deutsche haben den häufigsten so genannten Typ-2-Diabetes. Sie verursachten krankheitsbedingt im Jahre 2001 Kosten in Höhe von knapp 60 Milliarden Euro. Damit ist Diabetes die teuerste chronische Krankheit in Deutschlands, so das Ergebnis einer aktuellen Studie der Kölner PMV forschungsgruppe. Sie hat jetzt erstmals Daten der AOK-Krankenkasse und einer Kassenärztlichen Vereinigung herangezogen, um die genaue Kostenstruktur des reinen Diabetes zu analysieren. Ziel war es herauszufinden, inwieweit mit entsprechenden Präventionsmaßnahmen künftig Kosten reduziert werden können. Denn der Anteil der Menschen, die an Diabetes erkranken, soll bis 2010 um vier Millionen Menschen ansteigen.

Weitere Infos finden sich im Presseportal.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Im weiteren Text heißt es dann u. a.:
"Das heißt, dass wir zu viel essen, aber auch zu fett, zu süß und damit übergewichtig werden. Das Übergewicht resultiert aber auch aus Bewegungsmangel - noch nie haben sich die Deutschen so wenig bewegt wie heute."

Die Schlussfolgerung der mehrheitlichen Meinung in der Medizin könnte man also so zusammenfassen:

  • Typ-2 Diabetes entsteht durch Übergewicht.
  • Übergewicht entsteht durch zu wenig Bewegung, zu fetter und zu süßer Ernährung.
  • Folglich entsteht Diabetes durch zu wenig Bewegung, zu fetter und zu süßer Ernährung.

Der Hinweis auf die zu süße Ernährung ist relativ neu, jahrzehntelang hieß es stets nur, dass wir uns zu fett ernähren und dass Übergewicht durch zu fettes Essen verursacht wird. Aber irgendwann lassen sich grob falsche Behauptungen eben nicht mehr aufrecht erhalten.

Teile der obigen Schlussfolgerungen sind höchst problematisch. So gilt nachwievor, dass es sich bei Diabetes um eine Insulin-Erkrankung handelt. Wird sich so ernährt, dass keine große Insulin-Reaktion ausgelöst wird, dann kann auch keine Insulin-Resistenz - welche dem Typ-2 Diabetes vorangeht - entstehen. Und Bewegungsmangel und fettreiche Ernährung können nur schwer mit hohen Insulinausschüttungen in Verbindung gebracht werden.

Besonders hohe Insulinausschüttungen werden dagegen insbesondere auch durch stärkehaltige Produkte ausgelöst. Diese sind aber nicht notwendigerweise "süß". Es hätte deshalb korrekt heißen müssen: "Wir essen zu viel, zu stärkehaltig und zu süß."

An diesem Beispiel lässt sich ablesen, dass die Medizin nicht einmal die einfachsten Zusammenhänge sauber darstellen kann, da sie zu stark von Interessen beeinflusst wird. Die Lebensmittelindustrie ist an Aussagen wie ""Wir essen zu viel, zu stärkehaltig und zu süß." nicht interessiert. Mit anderen Worten: Die wahre Ursache der Diabetes-Epidemie bleibt im Dunkeln.

Da die weniger beachtete Migräne-Epidemie (schließlich sieht man einem Migräniker auf der Straße seine Krankheit nicht an) die gleiche Ursache hat wie die Diabetes-Epidemie, ist folglich auch bei Migräne keine Aufklärung durch die Medizin zu erwarten. Diese müssen sich die Betroffenen woanders holen.




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