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Warum Diabetiker Spezialisten brauchen [Allgemein]
06 Aug 05

Immer mehr Ärzte lassen sich zu Diabetes-Spezialisten ausbilden

Noch immer werden viel zu viele der rund sechs Millionen Diabetiker in Deutschland Opfer der Folgeerkrankungen. Und das trifft nicht in erster Linie auf die rund 300 000 Typ-1-Diabetiker zu, die von Anfang an Insulin spritzen müssen. Vor allem um das Gros der Typ-2-Diabetiker steht es nicht zum Besten. Unnötigerweise. Denn früh erkannt und richtig behandelt, kann ein Diabetiker heute genauso alt werden und praktisch die gleiche Lebensqualität haben wie stoffwechselgesunde Menschen.

„Wie bei kaum einer anderen Erkrankung hat es der informierte Diabetiker selbst in der Hand, ob er ein nahezu normales Leben führen kann oder ob sich schwere Folgeerkrankungen einstellen“, macht Dr. med. Bernd Ruhland, Internist und Leiter einer diabetologischen Schwerpunktpraxis in München, deutlich.

Noch bis Mitte der neunziger Jahre lag die Diabetestherapie in einem Dornröschenschlaf. Das hat sich geändert. Auch die Politik hat erkannt, dass Diabetiker besser versorgt werden müssen, will man die gefährlichen Folgeerkrankungen eindämmen. Permanent steigt die Zahl der Ärzte, die sich auf die Behandlung von Diabetes spezialisiert haben. Rund 2700 Ärzte sind heute von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) als Diabetologen DDG anerkannt.

Weitere Infos finden sich bei DiabetesPro.de.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Natürlich macht es Sinn, dass sich Ärzte am Bedarf orientieren. Die Gefahr ist nur, dass sich dieser Prozess verselbständigt und aus der Bedarfsdeckung ein eigenständiges Interesse entsteht, so dass die eigentliche Ursachenforschung in den Hintergrund gerät, wie die Medizin es schon mehrfach vorgeführt hat. Zahnschäden sind beispielsweise ganz erheblich auf bestimmte Ernährungsweisen zurückzuführen. Die Medizin hat sich trotzdem in erster Linie dafür interessiert, wie man diese Zahnschäden abmildern oder dann behandeln kann, ohne dass die verursachende Ernährung geändert werden muss. Kein Wunder, dass sich die Folgen dann nicht mehr nur im Gebiss sondern an anderen Stellen des Körpers zeigen.



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