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Wenn Urlaub Menschen krank macht [Allgemein]
28 Aug 05

Stress im Beruf hat oft Folgen für die schönsten Wochen des Jahres

"Immer öfter werden Mitarbeiter in Erholungsphasen krank", warnt der Fuldaer Arbeitsmediziner Dr. Michael Saalfeld, der 150 Betriebe betreut.

Der wahre Umfang dieses relativ neuen Phänomens, das die Wissenschaft Freizeitkrankheit ("Leisure Sickness") nennt, sei generell schwer zu ermitteln, sagt Saalfeld, da viele Mitarbeiter sich – ohne zu klagen oder den Arzt zu konsultieren – während ihres Urlaubs auskurierten. Er habe aber den Eindruck, dass auch in Osthessen im Beruf Angst und Überbelastung gewachsen seien. Der Anspannung im Betrieb könnten die Menschen lange Stand halten. Doch im Urlaub würden die Leute krank, sobald der Druck von ihnen abfalle, so der Arzt. "Tatsache ist, dass der Stress im Beruf erheblich zugenommen hat. Dieser Stress bricht sich in der Ruhephase Bahn", erläutert die Fuldaer Psychologin Waltraud Müller.

Man wisse, bestätigt auch der Allgemeinmediziner Dr. Burckhard Dietz-Magel, dass in der Freizeit mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle aufträten als während des beruflichen Stresses. Auch am Wochenende würden viele Leute krank, weil sich ihr Körper dann entspanne und das Immunsystem herunter fahre. "Das ist ein in der Medizin bekanntes Phänomen."

Eine niederländische Studie hat das Phänomen der Freizeitkranken erstmals systematisch untersucht. Ergebnis: Immer mehr Berufstätige leiden in Erholungsphasen unter Kopf- und Muskelschmerzen, Migräne, Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Übelkeit. Zudem sind die Freizeitkranken verstärkt von Virusinfekten betroffen. Diese Symptome treten vor allem in der ersten Urlaubswoche auf.

Weitere Infos finden sich in der Fuldaer Zeitung.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Wie auf unseren Seiten erläutert wird, wird in der Entspannungsphase nach einer stressreichen Aktivität nicht nur das Immunsystem heruntergefahren, sondern u. a. auch die interne Glukoseproduktion. Es kann dann zu häufigeren Hypoglykämien kommen, die wiederum die Ursache für starke Ausschüttungen der Katecholamine wie Adrenalin sein können. Allein dies kann Phänomene wie Migräne, Herzanfälle (ein mit Migräne vergleichbares Phänomen) oder gar Schlaganfälle und Herzinfarkte hervorrufen.



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