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Migräne: Unterschiede auf Chromosom 1 [Allgemein]
01 Sep 05

Schlüssel für Migräne-Erbgut

Ein internationales Forscherteam hat bei Migräne-Patienten systematische Veränderungen im Erbgut entdeckt. Die Unterschiede auf Chromosom 1 könnten ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis der Veranlagung für die häufigsten Migräneformen sein, berichtete die AOK Schleswig-Holstein am Mittwoch im Vorfeld des Tags gegen den Kopfschmerz (5. September).

Das Team um Prof. Christian Kubisch von den Humangenetik-Instituten der Universitäten Bonn und Köln sowie Prof. Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel hatte das Erbgut in Familien mit gehäuftem Auftreten der so genannten Migräne mit Aura und Migräne ohne Aura untersucht. Seit längerem ist bekannt, dass sich diese Migräneformen in betroffenen Familien häufen, was auf eine genetische Veranlagung deutet.

Die Forscher entdeckten Gen-Veränderungen, die die Erregbarkeit der Nervenzellen stören. Folge kann unter bestimmten Umständen ein Zusammenbruch der Energieversorgung der Nerven sein. Daraufhin "entgleise" die Steuerung der Nervenfunktion, Schmerz auslösende Botenstoffe würden von den Nervenzellen ungehindert freigesetzt und verursachten die hämmernden Migräne-Kopfschmerzen.

Weitere Infos finden sich bei n-tv.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Wenn die Forscher nun auch noch die "bestimmten Umstände" benennen würden, die zu einem Zusammenbruch der Energieversorgung der Nerven führen können, könnte man fast etwas mit diesen Forschungsergebnissen anfangen. Denn zur Beurteilung, ob die angeblichen Unterschiede auf Chromosom 1 nun pathologisch oder eher normal sind, wäre es entscheidend zu wissen, ob schon das simple Lesen etwa der Bildzeitung zu diesen bestimmten Umständen gezählt werden kann, oder eher der Heißhunger nach einer Cola- und Schokoladen-Orgie.

Speziell bei diesem Resultat sind natürlich auch wieder die Überlegungen zur generellen Richtigkeit von medizinischen Forschungsergebnis zu beachten, zumal die Genetik dort explizit erwähnt wurde: Falsch?



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