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Vorsicht bei fettreicher Ernährung [Ernährung]
19 Jul 04

Die Deutsche Adipositas Gesellschaft mahnt zu Vorsicht bei kohlenhydratarmen fettreichen Diäten

Die Deutsche Adipositas Gesellschaft mahnt zu Vorsicht bei kohlenhydratarmen fettreichen Diäten. Für positive Auswirkungen einer solchen Ernährung gebe es bislang keine wissenschaftlich aussagekräftigen Studien. Stattdessen sollten übergewichtige Patienten zur Abnahme eine Kost mit hohem Anteil komplexer Kohlenhydrate und Ballaststoffe bevorzugen - also Obst, Gemüse, Getreideprodukte, Reis und Kartoffeln. Bei fetthaltigen Nahrungsmitteln seien pflanzliche Fette mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren empfehlenswert.

Hintergrund sind zwei im vergangenen Jahr in den USA veröffentlichte Studien, die überraschend zeigten, dass mit einer kohlenhydratarmen fettreichen Ernährung mehr Pfunde fallen als bei einer kohlenhydratreichen Kost mit geringem Fettanteil. Seitdem nahm auch in Deutschland die Verbreitung fettreicher Ernährungsformen wie etwa der Atkins-Diät zu.

Die Fachgesellschaft betont jedoch, dass die Studien nur auf einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten beruhen und bislang nicht durch Langzeituntersuchungen gestützt sind. Außerdem hätten die Wissenschaftler lediglich die Gewichtsabnahme untersucht, nicht aber die Auswirkungen auf Gesundheitsgefährdungen wie Herzerkrankungen, Schlaganfall oder Krebs. Solche Risiken würden aber durch eine Ernährung mit gesättigten Fettsäuren begünstigt.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Leider verschweigt die Fachgesellschaft, dass es für die von ihr empfohlene Diät mit einem hohen Anteil komplexer Kohlenhydrate, Getreideprodukten und Ballaststoffen ebenfalls keine Langzeitstudien gibt. Schlimmer noch: Viele Menschen werden durch solche Diäten schwer krank. Eine anthropologische Absicherung - welche eine genetische Anpassung des Menschen an die von der Fachgesellschaft empfohlenen Diät nahelegen würde - gibt es ebenfalls nicht: Der Mensch hat sich erst in den letzten 5.000 Jahren - in der Regel nur aus Not - so wie empfohlen ernährt.

Leider haben solche Veröffentlichungen z. T. fatale Folgen, verhindern sie doch, dass Ärzte und Patienten mögliche alternative Diäten zur Behandlung in Erwägung ziehen.




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