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Musiker leiden unter Krämpfen, Angstschweiß und Migräne [Allgemein]
07 Sep 05

Berufsspezifische Krankheitsbilder sind durch Streß, einseitige Haltungen und lange Übezeiten hervorgerufen

Generationen von unlustigen Klavier- und Geigenschülern haben es wohl geahnt: Stundenlanges Üben am Instrument ist ungesund, und die Nachricht ist nicht neu. Bereits im 19. Jahrhundert häufen sich mit der Intensivierung der Übezeiten Berichte über spezielle gesundheitliche Beschwerden prominenter Musiker.


Berühmtes Opfer seiner Begabung wurde Robert Schumann, der unter chronischen Bewegungsstörungen der rechten Hand litt, die ihn zwangen, seine Karriere als Konzertpianist aufzugeben und auf Komponieren umzustellen.


Die damals noch seltene Erkrankung ist heute als "Musikerkrampf" oder "fokale Dystonie" weit verbreitet und kann bei Musikern aller Instrumentengattungen auftreten. Professor Eckart Altenmüller, Musikhochschule Hannover: "Diese Störung feinmotorischer Bewegungsabläufe ist zu einem der zentralen Themen der Musikmedizin geworden." Ähnlich wie die Sportmedizin, bei der es um die Gesundheitsversorgung von Sportlern geht, hat sich von den USA aus auch in Europa das Fach Musikermedizin etabliert. Es ist bisher allerdings an keiner medizinischen Fakultät oder Uniklinik in Deutschland vertreten. Der einzige Lehrstuhl für Musikermedizin in Hannover ist an der dortigen Musikhochschule angesiedelt.

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