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Die Beziehung zwischen Migräne und atopischen Erkrankungen - Die Bedeutung von Lungentests und immunologischen Untersuchungen [Allgemein]
01 Okt 05

Migränepatienten wiesen ein verringtertes Lungenvolumen auf

Die Studie untersuchte die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Migräne und atopischen Erkrankungen gibt. Bei atopischen Erkrankungen handelt es sich um überschießende Abwehrreaktionen gegenüber Einflüssen aus der natürlichen Umwelt. Diese Abwehrreaktionen beruhen einerseits auf Bildung von spezifischen (IgE) Antikörpern durch das Immunsystem, andererseits auf Hyperreaktivität der Gewebe der Oberflächenorgane (Haut, Schleimhäute der Atemwege und des Magen- und Darmtraktes) auf verschiedene physikalische, thermische, chemische, infektiöse, hormonelle oder neurovegetative Reize aus der Umgebung oder des Körperinneren.

Atopische Störungen nehmen seit geraumer Zeit in der Bevölkerung statistisch zu.

Die Studie kam zum Ergebnis, dass Migräniker im Durchschnitt

  • über ein verringertes Lungenvolumen verfügen,
  • zwischen den Anfällen häufiger unter atopischen Störungen litten und
  • in den schmerzfreien Intervallen erhöhte IgE-Spiegel aufwiesen.

Die Studie empfiehlt, bei Migränikern entsprechende Untersuchungen regelmäßig durchzuführen, da u. a. ein erhöhtes Risiko für spätere schwere Lungenerkrankungen bestehen kann.

Abstract:
The relationship between migraine and atopic disorders - the contribution of pulmonary function tests and immunological screening
A Özge1, C Özge2, C Öztürk3, H Kaleagasi1, M Özcan1, DE Yalçinkaya1, N Özveren1 & F Yalçin1

Özge A, Özge C, Öztürk C, Kaleagasi H, Özcan M, Yalçinkaya DE, Özveren N & Yalçin F. The relationship between migraine and atopic disordersthe contribution of pulmonary function tests and immunological screening. Cephalalgia 2005. London. ISSN 0333-1024

This cross-sectional clinical study was conducted in order to explore the relationship between atopic disorders and migraine. We evaluated 186 consecutive patients with migraine. Patients with a history of atopic disorders were compared with the others during headache-free intervals, for their headache characteristics, pulmonary test (PFT) performances and immunological screenings, through appropriate statistical methods. Of the patients with migraine, 77 (41.4%) reported at least one atopic disorder. PFT screening showed a general decreased pulmonary capacity and an important correlation between a positive history of atopic disorders and both increased eosinophil and IgE levels in headache-free periods. It should be discussed whether screening with PFT or immunological tests helps in early detection of progressive lung disease which might develop in these patients.

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