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Langschläfer leben kürzer: Schlechte Prognose bei mehr als neun Stunden Schlaf [Allgemein]
26 Okt 05

Zehn-Jahres-Daten einer Studie aus Heidelberg / Sterberate war in der Gruppe der Langschläfer doppelt so hoch

Viele Menschen in Deutschland haben Schlafstörungen und schlafen deshalb zu wenig, sagen Schlafmediziner. Aber auch Langschläfer scheinen Probleme zu haben: etwa eine erhöhte Zehn-Jahres-Sterblichkeit. Das hat eine Studie aus Heidelberg ergeben. Ergebnisse daraus wurden jetzt bei einem internationalen Schlafmedizin-Kongreß in Berlin vorgestellt.

Einer von fünf Patienten in Allgemeinarzt-Praxen gibt Schlafstörungen an - jedenfalls wenn gezielt danach gefragt wird. Betroffen seien mehr Frauen als Männer. Darauf wies Professor Dieter Riemann von der Universität Freiburg beim Kongreß der World Association of Sleep Medicine (WASM) hin.

In einer Studie mit knapp 2500 Teilnehmern hatten mehr als 500 Zeichen einer Insomnie. Bei der Hälfte der Betroffenen hielten die Beschwerden bereits länger als fünf Jahre an. Schlafstörungen werden mit vermehrt auftretenden Depressionen, aber auch mit metabolischen Veränderungen in Verbindung gebracht.

Jetzt hat eine Erhebung in Heidelberg ergeben, daß auch die Gruppe von Menschen, die jede Nacht besonders lange schlafen, nämlich neun Stunden und mehr, Probleme haben. In dieser Gruppe ist die Mortalitätsrate innerhalb von zehn Jahren höher als bei Menschen, die weniger schlafen.

Weitere Infos finden sich in der Ärzte-Zeitung.



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