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Chronisch entzündliche Darmerkrankungen nehmen zu [Allgemein]
01 Nov 05

Zunahme lässt sich nicht genetisch erklären

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) nehmen in einem Umfang zu, der sich nicht mit genetischen Faktoren erklären läßt. Zudem kommen sie vor allem in westlichen Industrieländern vor. Dies spricht dafür, daß Umweltfaktoren und Genußgifte wie Tabak und Alkohol den Krankheitsprozeß beeinflussen. Der Einfluß dieser Genußgifte auf Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ist jedoch alles andere als einheitlich - weshalb, ist bisher unbekannt.

Gemeinsam ist beiden Erkrankungen, daß sich die Kombination aus Nikotin und Alkohol negativ sowohl auf das Neuerkrankungsrisiko als auch auf den Verlauf auswirkt. Bei Menschen allerdings, die nur Alkohol trinken, findet man eine geringere Inzidenz für Colitis ulcerosa, dies gilt jedoch nicht für Morbus Crohn.

Kaffee beeinflußt offenbar das Auftreten von CED nicht, kann aber eine klinische Verschlechterung herbeiführen.

Auch eine Cochrane-Metaanalyse verschaffte bisher keine stabilere Wissensbasis: Rauchen erhöht das Risiko, an Morbus Crohn zu erkranken, auf das Zweifache. Das Colitis-ulcerosa-Risiko sinkt hingegen auf 0,41.

Weitere Infos finden sich in der Ärzte-Zeitung.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Die Crohn-V-Studie der Deutschen Crohn- und Colitis-Vereinigung (DCCV) hat eindeutig ergeben: Die Lutz-Diät wirkt bei Morbus Crohn.

Diese geht allerdings davon aus, dass es sich bei den gesuchten Genussgiften in erster Linie um Zucker und stärkehaltige Kohlenhydrate handelt. Es fragt sich, warum jetzt wieder nach Einflussfaktoren gesucht werden, die z. T. nur wenig mit dem Darmtrakt zu tun haben und zum anderen auch nicht typisch für die westliche Welt sind. Typisch ist dagegen der ins absurde gestiegene Zuckerkonsum.



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