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Statt weniger Fett besser mehr Proteine [Ernährung]
02 Aug 04

Australische Forscher ermuntern zu höherem Eiweißkonsum

Nicht weniger Fett oder Kohlenhydrate, sondern eine bessere Versorgung mit Proteinen ist nach Ansicht von Experten der beste Weg, Übergewicht in den Griff zu bekommen. Diese Meinung vertritt der Ernährungsforscher David Raubenheimer von der Universität Auckland.

In Verhaltensexperimenten fand Raubenheimer zusammen mit seinem Oxforder Kollegen Stephen Simpson heraus, dass verschiedene Tierarten und auch Menschen ihre Nahrungsaufnahme am Gehalt der Proteine ausrichten, wie die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" berichtet. Enthalte das Nahrungsangebot wenig Protein, tendierten Menschen und Tiere dazu, immer weitere Nahrung inklusive Fett und Zucker aufzunehmen, bis der Eiweiß-Hunger gestillt sei.

Das führe etwa bei Diäten mit vielen Kohlenhydraten dazu, daß dem Körper insgesamt mehr Energie zugeführt werde, als er brauche, "Kalorien, die wir dann in Fettpolstern speichern", sagte Raubenheimer.

Umgekehrt könne man, wenn die Zufuhr von Proteinen, wie sie zum Beispiel in magerem Fleisch oder Fisch enthalten sind, nur leicht erhöht werde, die Kalorienaufnahme deutlich senken. Die Sättigung setze dann früher ein. Raubenheimer und Simpson nennen das Phänomen den "Protein-Hebel-Effekt".

Der Hypothese Raubenheimers und Simpsons zufolge könnte ein Unterangebot an Proteinen einer der Gründe für die zunehmenden Probleme mit Übergewicht sein.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Dieser sättigende Effekt von Proteinen wird für viele Menschen kaum nachvollziehbar sein. Damit ein proteinreiches Essen nachhaltig satt macht, ist insbesondere Fett erforderlich. Das hat der Volksmund schon immer gewusst: "Butter bei die Fische tun." Und auch zahlreiche proteinarme aber sehr fette Speisen wie Kartoffelpuffer können lange satt machen.

Es ist auch fraglich, wo die wissenschaftliche Evidenz dieser Behauptungen ist. Denn die Atkins-Diät zeigt, dass sie sättigt und lange vorhält und daran sind ganz wesentlich die Fette und die fehlenden Kohlenhydrate beteiligt.




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