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Ärzte sollen Migränepatienten verstärkt nach Allodynie befragen [Allgemein]
04 Nov 05

Das Führen eines Schmerztagebuchs kann Patient und Arzt weiterhelfen

Mit ein paar einfachen Maßnahmen läßt sich die oft zeitraubende Beratung von Migräne-Patienten, bei denen die Therapie nicht gewirkt hat, effektiver gestalten. Dazu gehört, daß Patienten, ein Schmerztagebuch führen. Außerdem sollte man Patienten fragen, ob sie bei Attacken auch eine Allodynie haben. Solche Mißempfindungen an Kopf- oder Gesichtshaut bei Migräne haben Einfluß auf die Therapie.

Patienten, bei denen eine Therapie nicht wirkt, sollten gezielt nach einer Allodynie befragt werden. Denn: Triptane wirken nicht, wenn bei einer Attacke schon solche Mißempfindungen an Kopf, Gesicht oder Armen da sind, die durch Kämmen oder einfache Berührungen ausgelöst werden.

Dr. Astrid Gendolla, Oberärztin an der Schmerzambulanz der Universität Essen, berichtete auf dem Bremer Schmerzkongress von einer Studie mit 31 Patienten, die bei 34 Attacken mit und bei 27 ohne Allodynie ein Triptan erhalten hatten. Schmerzfrei nach zwei Stunden waren nur 15 Prozent der Patienten mit Allodynie, aber 93 Prozent ohne.

Deshalb solle man Betroffene erklären, dass sie bei der nächsten Attacke auf Allodynie-Symptome achten. Betroffene müssen dann in Zukunft darauf achten, Triptanen gleich zu Beginn einer Attacke einzunehmen und nicht zu warten, bis die Allodynie beginnt.

Weitere Infos finden sich in der Ärzte-Zeitung.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Ein Online-Schmerztagebuch mit Ausdruckmöglichkeit kann auf migraeneinformation.de geführt werden.



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