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Weltherzwoche: Diabetes und Herzinfarkt [Allgemein]
10 Nov 05

Diabetiker haben ein 2-4 fach erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die diesjährige bundesweite Weltherzwoche vom 04. bis 11. November steht unter dem Motto "Herzinfarkt: Niemals zögern - Notruf wählen!" und hat das Ziel, Leben zu retten und Gesundheit zu erhalten. Die Bevölkerung soll über die Warnsignale und das Verhalten im Notfall aufgeklärt werden. Typ-2-Diabetiker sollten besonders vorsichtig sein.

Typ-2-Diabetes sowie Herz- und Gefäßkrankheiten haben eine grundlegende Gemeinsamkeit: Beide Erkrankungen existieren schon länger, werden jedoch vom Arzt erst spät diagnostiziert. Zuckerkranke leiden unter einem erhöhten Risiko, an Spätfolgen wie Durchblutungsstörungen, Angina pectoris und sogar einem Herzinfarkt zu erkranken. Dieser tritt gerade bei übergewichtigen Patienten durchschnittlich vier Jahre früher auf, als bei Menschen mit Normalgewicht. Besonders von Typ-2 Betroffene leiden oft unter Adipositas (krankhaftes Übergewicht). Meist geht den gefürchteten Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Gefäßverkalkung (Atherosklerose) voraus. Wenn sich verstärkt Ablagerungen - sogenannte Plaques - an den Innenwänden der Blutgefäße bilden, verengt sich ihr Durchmesser immer mehr und die Elastizität nimmt ab. Nach einiger Zeit kann das Blut nicht mehr ungehindert fließen. Geschieht dies in einem Herzgefäß, kommt es zu schmerzhaften Beschwerden, die als "Herzenge" bezeichnet werden. Dies ist eine Vorstufe des Infarkts, die oftmals nicht als akute Gefahr wahrgenommen wird.

Gründe für einen Herzinfarkt sind neben unzureichender Bewegung eine ungesunde Ernährung sowie Übergewicht. Oft treten diese Faktoren mit zu hohem Blutzucker, ungünstigen Blutfettwerten sowie einem erhöhten Blutdruck auf. Gerade dieser ist besonders gefährlich. Bei Zuckerkranken ruft auch er Herz-Kreislauf-Erkrankungen hervor oder verschlimmert diese. Ein solches Risiko lässt sich jedoch verringern, indem man erhöhten Blutdruck senkt. Im besten Fall liegt dieser unter den Werten von gesunden Menschen (120/80 mmHg).

Mehr als 90 % der Diabetiker sterben am Versagen der Organe oder an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Risiko für solche Erkrankungen ist zwei bis vier mal so hoch wie bei Nicht-Betroffenen.
Fast 300.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Herzinfarkt, über 170.000 Menschen sterben an dessen Folgen. Viele könnten jedoch überleben, wenn rechtzeitig der Notarzt verständigt würde.

Weitere Infos finden sich im diabetes-gate.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht auch bei Migräne. Eine italienische Studie hat unlängst angedeutet, dass dies an der bei Migränikern ganz häufig verringerten Glukose-Toleranz liegen könnte, die u. a. dazu führt, dass der Blutzuckerspiegel nach einer Kohlenhydrat-reichen Mahlzeit zunächst zu stark ansteigt - um dann später zu stark abzufallen.

Den Kohlenhydratsensitivitäts-Test von migraeneinformation.de haben mittlerweile mehr als 550 Teilnehmer durchgeführt. Deutlich mehr als 60% der Teilnehmer haben dabei angegeben, dass sie nach dem Essen häufig müde und schläfrig werden, was als typisches Anzeichen für eine postprandiale Hyperglykämie (und damit eine verringerte Glukose-Toleranz) gewertet werden kann.

Zu hohe Blutzuckerwerte nach einer Mahlzeit entsprechen zu hohen Spannungswerten bei elektrischen und elektronischen Geräten. Es sollte klar sein, dass dies langfristige Folgen haben kann und muss.



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