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Stillen verringert Diabetesrisiko [Allgemein]
23 Nov 05

Für jedes Jahr, das die Mütter stillten, verminderte sich das Risiko für Typ2-Diabetes um ca 15 Prozent

Mütter, die ihre Kinder lange stillen, vermindern damit ihr eigenes Diabetesrisiko. Das ist das Ergebnis einer amerikanischen Studie, für die Daten von mehr als 150.000 Frauen ausgewertet wurden. Für jedes Jahr, das die Mütter stillten, verminderte sich hochgerechnet ihr Risiko für eine Zuckerkrankheit vom Typ II (Altersdiabetes) um etwa 15 Prozent. Das berichten die Forscher um Alison Stuebe von der Harvard-Universität in Boston im Medizin-Fachblatt "JAMA" ("Journal of the American Medical Association"; Bd. 294, S. 2601).

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass stillende Mütter eine verbesserte Empfindlichkeit gegenüber Insulin haben und Kohlenhydrate (Glukose) besser verarbeiten können als nicht stillende Mütter. Ein direkter Zusammenhang zwischen Stillen und dem späteren Diabetesrisiko war nach Angaben der Forscher bislang aber noch nicht untersucht worden. Weitere Studien sollen nach ihren Vorstellungen nun die Beobachtung bestätigen und den zu Grunde liegenden physiologischen Mechanismus klären.

Weitere Infos finden sich bei n-tv.de.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Es dürfte allerdings schwer sein, die Resultate kausal auf das Stillen selbst zurückzuführen. Denkbar sind auch andere Nebenbedingungen, wie z. B. dass stillende Mütter natürlicher sind, mehr auf ihre Gesundheit und auf die des Kindes achten, weniger Medikamente einnehmen (da diese in die Muttermilch übergehen können), glücklicher und stressfreier leben und schließlich auch die Zeit zum Stillen haben.




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