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Am 18.01.2006 wollen Ärzte bundesweit gegen Sparmaßnahmen protestieren [Allgemein]
19 Dez 05

Besonders das Bonus-Malus-System für Arzneimittelverordnungen sorgt für Aufregung

Die bisher lokalen und regionalen Proteste sollen am 18. Januar bei einem bundesweiten "Tag der Ärzte" in Berlin zusammengefaßt werden. Für erneuten Aufruhr unter den Niedergelassenen sorgt die geplante Bonus-Malus-Regelung für Arzneiverordnungen. Fachärzte etwa fürchten um ihre Existenz und fordern - wie etwa in Berlin - von ihrer Kassenärztlichen Vereinigung eine Vollversammlung.

Zunehmender Kostendruck und wachsende Bürokratie treiben die niedergelassenen Ärzte in vielen Teilen des Landes seit November auf die Barrikaden. Zugleich gehen Klinikmediziner gegen unzumutbare Arbeitszeiten und zu geringe Bezahlung seit Sommer wiederholt auf die Straße.

In mehreren Bundesländern haben sich Streikkomitees gebildet oder schließen sich, wie die Ärzte der Berliner Universitätsklinik Charité, zu einer Ärzte-Initiative zusammen.

Die Vertreterversammlung der KV Saarland hat die Vertragsärzte an der Saar aufgefordert, am 18. Januar aus Protest gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung die Praxen zu schließen. Einen entsprechenden Aufruf haben die Ärztevertreter in Saarbrücken beschlossen.

Weitere Infos finden sich in der Ärzte-Zeitung.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Die bereits beschlossenen und geplanten Regelungen führen sowohl auf Ärzte- wie auch Patientenseite zunehmend dazu, dass sowohl Einnahmen wie Kosten nicht mehr planbar sind. Praxisschließungen und Ärzteverdrossenheit werden die Folge sein.



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