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Sind Erwachsene impulsiv und unruhig, kann es ADHS sein [Allgemein]
21 Dez 05

Jeder Dritte mit ADHS in der Kindheit ist noch als Erwachsener betroffen

Haben Erwachsene einen Hang zum Chaos oder fehlt im Leben die Ordnung, kann eine Aufmerksamkeitsdefizits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) vorliegen.

Die Symptome bei Erwachsenen unterscheiden sich oft von denen der jungen Patienten. Bei Erwachsenen sind etwa Symptome wie ein ständig wippender Fuß, unkontrolliertes Trommeln mit den Fingern auf der Tischplatte und eine hohe Impulsivität charakteristisch.

Außerdem falle es ihnen schwer, Gesprächen dauerhaft zu folgen. Dazu komme oft ein erhebliches Gefühl der Leere. Von ADHS Betroffene wechseln häufig ihre Partner und die Arbeitsstellen. Bei schweren Ausprägungen neigten Erwachsene mit ADHS zu Gewalt, seien stark auffällig im Straßenverkehr und entwickelten kriminelle Energie.

Doch gerade wegen der vielfältigen Symptome ist die Diagnose von ADHS schwierig. Äußern Patienten das Gefühl, unaufmerksam, impulsiv und innerlich unruhig zu sein, sollten die behandelnden Ärzte immer auch an ADHS denken.

Der Auslöser für das Syndrom liegt in den Genen. Bei Verwandten ersten Grades von Betroffenen sei das Risiko einer Erkrankung drei- bis fünffach erhöht, so der Neurologe Professor Jürgen Fritze aus Frankfurt am Main. Vollständig heilbar sei ADHS nicht. Mit einer Therapie können jedoch die Symptome vermindert werden.

Weitere Infos finden sich in der Ärzte-Zeitung.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Es wäre schön, wenn sich die Medizin bzgl. Genetik einen sauberen Sprachgebrauch angewöhnen würde. Wenn "bei Verwandten ersten Grades von Betroffenen das Risiko einer Erkrankung drei- bis fünffach erhöht" ist, dann spricht das zwar für eine genetische Beteiligung am Geschehen, keineswegs aber dafür, dass der Auslöser des Syndroms in den Genen liegt. Solche Schlüsse sind nicht nur nicht-evidenzbasiert sondern geradezu unlogisch.

Ferner ist es problematisch, dass ständig neue Krankheiten erfunden werden, die dann eine ganze Reihe Menschen haben sollen und das natürlich aus genetischen Gründen. Nun sind also Menschen mit wippenden Füßen, ständig wechselnden Partnern und Arbeitsplätzen und ggf. krimineller Energie dran.

Da der Lebenspartner aber längst allgemein zum Lebensabschnittspartner degradiert wurde mit stark fallender Durchhaltezeit, ein Arbeitsplatz üblicherweise ohnehin nur mehr für ein paar Jahre gut ist und man in großen Unternehmen sowieso davon ausgehen muss, alle paar Monate hin- und hergeschoben zu werden, beschreibt der Neurologe Jürgen Fritze eigentlich mehr oder weniger den Zustand der heutigen Zeit, so dass eigentlich jeder ein paar gute Gründe hätte, ADHS zu haben und das aus genetischen Gründen.



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