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Deutsche essen durchschnittlich 8,5 kg Schokolade pro Jahr [Ernährung]
22 Dez 05

Die gut 80 industriellen Schokoladenhersteller konnten die Produktion im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 835.000 Tonnen gegen den Konjunkturtrend steigern

Egal ob als Weihnachtsmann, über den Lebkuchen gegossen oder mit dicken Nussbrocken versehen - der Schokoladenverzehr der Deutschen erreicht kurz vor Weihnachten seinen Höhepunkt. Pro Jahr isst jeder Deutsche etwa 8,5 Kilogramm der zarten Versuchung. Dass die meiste Schokolade in der dunklen Jahreszeit verzehrt wird, ist durchaus sinnvoll. Denn die Leckereien erheitern die Seele und machen glücklich. Den Nachteil dagegen können viele Menschen im Januar an der Waage ablesen.

"Schokolade enthält in geringen Mengen die Aminosäure Tryptophan, aus der im Gehirn bei Sonneneinstrahlung das als Glückshormon bekannte Serotonin gebildet wird", erklärt Heidi Schworm, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Gerade durch Lichtmangel trübt das dunkle Winterwetter mit den kurzen Tagen unsere Stimmung - der Mensch erhält zu wenig Sonne, der Serotoninspiegel bleibt niedrig. Ein Griff zur Schokolade dagegen kann die Laune steigen lassen, zumindest kurzfristig. Durch den hohen Zuckergehalt der Schokolade wird die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn begünstigt und so die Umwandlung von Tryptophan in Serotonin angeregt.

"Schokolade behauptet sich gegen den Konjunkturtrend", jubelt der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie und führt an, dass die gut 80 industriellen Hersteller der süßen Masse die Produktion im vergangenen Jahr erneut steigern konnten, um acht Prozent auf 835.000 Tonnen. Den Produzenten kommt zugute, dass Schokolade schon lang nicht mehr nur als Dickmacher gilt.

Sogar das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel hat seinen Segen gegeben: Bei Studien sei herausgekommen, dass Schokolade weder für Karies noch für Akne oder Migräne verantwortlich sei, dafür aber Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen und das Immunsystem stärken könne, teilt die Organisation mit. "Schokolade in vernünftigen Mengen verzehrt, liefert nicht nur Nährstoffe und Genuss, sondern kann auch Teil einer gesunden, bekömmlichen Diät sein."

Weitere Infos finden sich hier.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Natürlich behauptet sich Schokolade gegen den Konunkturtrend. Denn Schokolade wirkt über den beschriebenen Serotonin-Mechanismus kurzfristig nicht nur bei mangelndem Licht, sondern auch gegen wirtschaftliche Dunkelheit. Die Betonung liegt aber bei kurzfristig. Dies erklärt dann auch viel plausibler als im Artikel, warum Schokolade süchtig machen kann.

Aussagen des Europäischen Informationszentrums für Lebensmittel (EUFIC) sollte man dagegen diesbezüglich nicht allzu ernst nehmen, denn EUFIC schreibt auf seiner Homepage ja u. a., dass sie von Barilla, Coca-Cola, Coca-Cola HBC, Ferrero, Frito-Lay, Groupe Danone, KraftFoods, Masterfoods, McDonald's, Nestlé, Procter&Gamble, Südzucker, Unilever, Yakult und Heinz finanziell unterstützt werden. Natürlich kann Schokolade Übergewicht, Migräne, Karies und Akne begünstigen und im Übermaß genossen gar bewirken.



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